PINTAV®-Schulung: Gewaltprävention Pflege
PINTAV®-Schulung nach S3-Leitlinie der DGPPN: Handlungskompetenz im professionellen Umgang mit Aggression und Gewalt in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen aufbauen - von Prävention bis Nachsorge.
Auf einen Blick
Überblick
Gewalt im Gesundheitswesen ist kein Randphänomen, sondern gehört für viele Pflege- und Betreuungskräfte zum beruflichen Alltag. Die PINTAV®-Schulung setzt genau hier an: Sie vermittelt ein grundlegendes Verständnis für das Phänomen der Gewalt und baut darauf systematisch Handlungskompetenzen für Prävention, Intervention, Nachsorge und Theorie aggressiven Verhaltens auf. Die Schulungsinhalte orientieren sich an der S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und schaffen damit eine fachlich fundierte Grundlage für den professionellen Umgang mit aggressiven und gewalttätigen Situationen in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.
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1
an 2 Standorten
1
diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
8
an 1 erfassten Orten
1 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Qualifizierte Teilnahmebescheinigung
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Online-Seminar100 %
Zeitmodelle
- Vollzeit100 %
Dauer im Markt
- bis 3 Tage13×
Gemeldete Preisgruppen
- bis 500 €14×
Nächste erfasste Starttermine
- 18.11.2026 · Online / noch ohne OrtsangabeOnline-Seminar · Vollzeit
- 18.11.2026 · Online / noch ohne OrtsangabeOnline-Seminar · Vollzeit
- 18.11.2026 · Online / noch ohne OrtsangabeOnline-Seminar · Vollzeit
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Vermittelte Kompetenzen
- PINTAV®
- Deeskalationstechniken
- Gewaltprävention
- Intervention bei Aggression
- Nachsorge
- S3-Leitlinie DGPPN
- Krisenkommunikation
- Vorfalldokumentation
Zugeordnete Zielberufe
- Fachkrankenpfleger/Fachkrankenpflegerin für Psychiatrie17.274 Stellen/12 Mon.
- Fachkinderkrankenpfleger/Fachkinderkrankenpflegerin für Psychiatrie17.274 Stellen/12 Mon.
- Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Neurologie7.169 Stellen/12 Mon.
- Praxisanleiter/Praxisanleiterin für Notfallsanitäter1.587 Stellen/12 Mon.
- Fachkrankenpfleger/Fachkrankenpflegerin für Palliativ- und Hospizpflege316 Stellen/12 Mon.
- Altentherapeut/Altentherapeutin95 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 60 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Der erste thematische Block vermittelt die theoretischen Grundlagen aggressiven Verhaltens und schafft ein gemeinsames Verständnis dafür, wie Gewalt im Gesundheitswesen entsteht und sich äußert.
- Theorie aggressiven Verhaltens und Erklärungsmodelle
- Erscheinungsformen von Gewalt in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen
- Auslöser und Risikofaktoren für aggressive Situationen
- Besonderheiten der Gewaltproblematik bei pflegebedürftigen Menschen
- Auswirkungen von Gewalt auf Betroffene und Teams
- Einordnung von Aggression als Symptom, nicht als bloßes Fehlverhalten
Der zweite Block widmet sich der Prävention und zeigt, wie sich eskalierende Situationen frühzeitig erkennen und im besten Fall verhindern lassen.
- Frühwarnzeichen und Signale eskalierender Situationen
- Präventive Gestaltung von Arbeitsabläufen und Umgebung
- Kommunikative Präventionsstrategien im Kontakt mit Patientinnen und Patienten
- Rolle der Teamkultur bei der Gewaltprävention
- Organisatorische Rahmenbedingungen für ein sicheres Arbeitsumfeld
- Einbindung präventiver Handlungsschritte in bestehende Stationsabläufe
Im dritten Block stehen konkrete Interventionsstrategien für akute Situationen im Mittelpunkt, einschließlich deeskalierender Kommunikations- und Handlungstechniken.
- Deeskalationstechniken in akuten Konfliktsituationen
- Verbale und nonverbale Interventionsstrategien
- Eigensicherung und Sicherung von Kolleginnen und Kollegen
- Handlungsabläufe bei unmittelbarer Gefährdung
- Grenzen und Möglichkeiten der Intervention im Pflegealltag
- Zusammenspiel von Einzelperson und Team in Interventionssituationen
Der vierte Block behandelt die Nachsorge sowie die strukturierte Aufarbeitung von Vorfällen, damit belastende Situationen nicht folgenlos im Team verbleiben.
- Nachsorgeschritte für betroffene Mitarbeitende
- Nachsorge und Unterstützung für betroffene Patientinnen und Patienten
- Dokumentation von Aggressions- und Gewaltvorfällen
- Rückschau und Nachbesprechung im Team
- Ableitung von Verbesserungsschritten aus dokumentierten Vorfällen
- Umgang mit psychischer Belastung nach einem Vorfall im Kollegenkreis
Der begleitende Praxisteil überträgt die theoretischen und methodischen Inhalte in konkrete, praxisnahe Übungssituationen.
- Analyse von Fallbeispielen aus dem Pflege- und Gesundheitsalltag
- Rollenspiele zu deeskalierenden Gesprächstechniken
- Übungen zum Erkennen von Frühwarnzeichen anhand von Fallvignetten
- Erarbeitung präventiver Handlungsschritte für konkrete Stationssituationen
- Simulation von Interventionsabläufen in Kleingruppen
- Erstellung eines Dokumentationsbeispiels für einen Gewaltvorfall
- Gruppendiskussion zu eigenen Erfahrungen mit aggressivem Verhalten
- Erarbeitung eines Nachsorgekonzepts für ein Fallbeispiel
- Rückschau der eigenen Rolle in eskalierenden Situationen
- Transfer der S3-Leitlinien-Inhalte auf die eigene Einrichtung
- Feedbackrunden zu den erarbeiteten Praxisübungen
- Abschließende Zusammenfassung der Handlungsempfehlungen
Die enge Verzahnung von Theorie, Deeskalationstechnik und Nachsorge macht die Schulung zu einem durchgängigen Handlungskonzept, das sich unmittelbar auf den beruflichen Alltag in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen übertragen lässt.
Lernziele:
Nach Abschluss dieser Schulung sind die Teilnehmenden in der Lage,
- die theoretischen Grundlagen aggressiven Verhaltens zu erklären
- unterschiedliche Erscheinungsformen von Gewalt im Gesundheitswesen zu erkennen
- Frühwarnzeichen eskalierender Situationen frühzeitig wahrzunehmen
- präventive Handlungsschritte zur Vermeidung gewaltgeprägter Situationen anzuwenden
- angemessene Interventionsstrategien in akuten Aggressionssituationen einzusetzen
- deeskalierende Kommunikationstechniken situationsgerecht einzusetzen
- die eigene Sicherheit sowie die Sicherheit von Kolleginnen und Kollegen zu berücksichtigen
- Nachsorgeschritte für betroffene Mitarbeitende und Patientinnen und Patienten einzuleiten
- die Inhalte der S3-Leitlinie der DGPPN auf den eigenen Arbeitsalltag zu übertragen
- Vorfälle strukturiert zu dokumentieren und im Team zu einordnen
- ein sicheres Umfeld als Grundvoraussetzung für qualitativ hochwertige Versorgung zu gestalten
- den professionellen Umgang mit Aggression innerhalb des eigenen Teams zu stärken
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Schulung richtet sich an Pflege- und Betreuungskräfte von Pflege- und Gesundheitseinrichtungen sowie an Akteure des Gesundheits- und Sozialbereichs, die im beruflichen Alltag mit aggressivem Verhalten konfrontiert sein können.
- Pflege- und Betreuungskräfte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen
- Mitarbeitende in Arztpraxen mit Patientenkontakt
- Pflegedienstleitungen und weitere leitende Fachkräfte
- Rettungsdienstpersonal mit regelmäßigem Kontakt zu belastenden Situationen
- Fachkräfte in der Geriatrie und Altenpflege
Vorausgesetzt wird eine berufliche Tätigkeit oder ein beruflicher Bezug zum Pflege- oder Gesundheitsbereich, da die Schulungsinhalte unmittelbar auf den professionellen Umgang mit Patientinnen und Patienten sowie Klientinnen und Klienten ausgerichtet sind. Grundlegende Deutschkenntnisse werden für die Teilnahme an Diskussionen und Rollenspielen benötigt.
Ablauf & Abschluss
Die Schulung findet als Online-Seminar in Vollzeit statt und kombiniert theoretischen Input mit interaktiven Elementen wie Rollenspielen und Fallbesprechungen. Durch den direkten Bezug zu Fallbeispielen aus dem Pflege- und Gesundheitsalltag bleibt die Vermittlung praxisnah, auch wenn sie digital erfolgt. Der Austausch eigener Erfahrungen im Umgang mit aggressivem Verhalten nimmt in der Gruppe einen wichtigen Raum ein.
Die Schulung ist als kompaktes Vollzeitformat konzipiert, sodass sich die Inhalte in einem überschaubaren Zeitraum durchgängig erarbeiten lassen. Der genaue zeitliche Rahmen wird vor Schulungsbeginn mitgeteilt.
Die Schulung schließt mit einer qualifizierten Teilnahmebescheinigung ab, die die erworbenen Kenntnisse in Prävention, Intervention, Nachsorge und Theorie aggressiven Verhaltens nach dem PINTAV®-Konzept dokumentiert.
Nutzen & Perspektiven
Wer diese Schulung abschließt, verfügt über ein fundiertes Verständnis dafür, wie aggressives Verhalten im Gesundheitswesen entsteht und wie sich Eskalationen frühzeitig erkennen und abwenden lassen. Das schafft nicht nur mehr Sicherheit im eigenen Handeln, sondern auch mehr Gelassenheit im Umgang mit potenziell belastenden Situationen, da bekannte Handlungsmuster an die Stelle spontaner Reaktionen treten. Für Pflege- und Betreuungskräfte bedeutet das einen spürbaren Zugewinn an Handlungssicherheit im Berufsalltag: Statt in akuten Situationen improvisieren zu müssen, greifen Teilnehmende auf ein strukturiertes Repertoire an Präventions-, Interventions- und Nachsorgeschritte zurück, das sich an anerkannten fachlichen Leitlinien orientiert. Auch die Fähigkeit, belastende Situationen im Nachgang strukturiert im Team zu besprechen, trägt spürbar zu einer gesünderen Arbeitsatmosphäre bei und verringert das Risiko, dass unverarbeitete Vorfälle langfristig zu Belastung oder Fluktuation führen. Langfristig trägt die Schulung dazu bei, ein sicheres Arbeitsumfeld als Grundvoraussetzung für eine qualitativ hochwertige Versorgung zu etablieren - zum Schutz der Mitarbeitenden ebenso wie der pflegebedürftigen Menschen selbst. Das macht PINTAV®-geschulte Fachkräfte zu einer wichtigen Stütze für Teams, die Gewaltprävention systematisch verankern wollen, und liefert Pflegedienstleitungen zugleich eine gemeinsame fachliche Sprache für den Umgang mit Aggression im gesamten Team, die über einzelne Schulungstermine hinaus im Alltag wirksam bleibt.
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Arbeitsmarkt-Report
Pflege- und Gesundheits-Fachkräfte sind seit 2018 durchgehend als Engpassberuf gelistet. Demografische Entwicklung treibt die Nachfrage; höhere Tarife in Pflege und Reform der Pflegeausbildung verbessern Einstiegsbedingungen 2025/26 weiter.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Fachkrankenpfleger/Fachkrankenpflegerin für Psychiatrie17.274 Stellen
- Fachkinderkrankenpfleger/Fachkinderkrankenpflegerin für Psychiatrie17.274 Stellen
- Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Neurologie7.169 Stellen
- Praxisanleiter/Praxisanleiterin für Notfallsanitäter1.587 Stellen
- Fachkrankenpfleger/Fachkrankenpflegerin für Palliativ- und Hospizpflege316 Stellen
- Altentherapeut/Altentherapeutin95 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wofür steht PINTAV®?
PINTAV® steht für Prävention, Intervention, Nachsorge und Theorie Aggressiven Verhaltens. Die Schulung vermittelt ein durchgängiges Handlungskonzept für alle vier Bereiche im Umgang mit Gewalt und Aggression im Gesundheitswesen.
An welcher fachlichen Grundlage orientiert sich die Schulung?
Die Schulungsinhalte orientieren sich an der S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und sind damit fachlich fundiert verankert.
Für wen ist die PINTAV®-Schulung geeignet?
Die Schulung richtet sich an Pflege- und Betreuungskräfte in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen sowie an weitere Akteure des Gesundheits- und Sozialbereichs, etwa Pflegedienstleitungen.
Werden auch praktische Übungen wie Rollenspiele angeboten?
Ja, die Schulung kombiniert theoretischen Input mit Rollenspielen zu deeskalierenden Gesprächstechniken, Fallbesprechungen und der Simulation von Interventionsabläufen in Kleingruppen.
Wie ist die Schulung zeitlich organisiert?
Die Schulung findet als Online-Seminar in Vollzeit statt und ist als kompaktes Format konzipiert, sodass sich die Inhalte in einem überschaubaren Zeitraum durchgängig erarbeiten lassen.