Gesundheit & Pflege
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Fachausbildung Chinesische Medizin (TCM)

Umfassende Fachausbildung in Traditioneller Chinesischer Medizin mit Akupunktur, Pulsdiagnose, Zungendiagnose, Phytotherapie, Moxibustion, Tuina und Qi Gong für Heilpraktiker und ganzheitlich orientierte Mediziner.

Auf einen Blick

DauerNach Angaben des BilduØ am Markt
Formatflexibelflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Die Große Fachausbildung in Chinesischer Medizin (TCM) vermittelt das klassische Diagnose- und Behandlungsspektrum der traditionellen chinesischen Heilkunde in seiner ganzen Breite. Im Zentrum stehen die fünf tragenden Säulen der TCM: Akupunktur, die Diagnostik über Puls und Zunge, die chinesische Kräuterheilkunde (Phytotherapie), die Wärmebehandlung mit Moxibustion sowie die manuelle Therapieform Tuina. Ergänzend fließt die Bewegungs- und Atemlehre Qi Gong in die Ausbildung ein. Die Fachausbildung richtet sich an Heilpraktiker und ganzheitlich orientierte Ärzte, die ihr Behandlungsspektrum um ein in sich geschlossenes, jahrtausendealtes Medizinsystem erweitern möchten.

Berufliche FachweiterbildungInhaltsstand 04.07.2026

Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen

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Anbieter

1

zu diesem Kurs erfasst

Angebote

42

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

2

an 2 erfassten Orten

Regionen

1 Bundesländer

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

Trägerinternes Zertifikat bzw. qualifizierte Teilnahmebescheinigung

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Lernformen

  • Seminar

Zeitmodelle

  • Teilzeit

Dauer im Markt

  • mehr als 2 Jahre bis 3 Jahre

Gemeldete Preisgruppen

  • 5.000–10.000 €

Häufige Kursorte

  • Dortmund
  • Köln

Bundesländer

  • Nordrhein-Westfalen

Nächste erfasste Starttermine

  • 10.10.2026 · 50674 KölnSeminar · Teilzeit
  • 10.10.2026 · 50674 KölnSeminar · Teilzeit

Vermittelte Kompetenzen

  • Akupunktur
  • Pulsdiagnose
  • Zungendiagnose
  • Phytotherapie
  • Moxibustion
  • Tuina
  • Qi Gong

Zugeordnete Zielberufe

  • Fachkrankenpfleger/Fachkrankenpflegerin für Psychiatrie17.274 Stellen/12 Mon.
  • Fachkrankenpfleger/Fachkrankenpflegerin für Nephrologie1.987 Stellen/12 Mon.
  • Fachkinderkrankenpfleger/Fachkinderkrankenpflegerin für Nephrologie1.987 Stellen/12 Mon.
  • Heilpraktiker/in156 Stellen/12 Mon.
  • TCM-Therapeut/in1 Stellen/12 Mon.
  • Akupunkteur/in

Datenbasis: 42 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Die Fachausbildung ist um die klassischen Säulen der Chinesischen Medizin herum aufgebaut und vermittelt diese sowohl theoretisch fundiert als auch praxisnah in Übungseinheiten. Der erste Themenblock legt das theoretische Fundament der TCM. Ohne das Verständnis der zugrunde liegenden Denkweise lassen sich die praktischen Verfahren nicht sinnvoll anwenden, weshalb dieser Teil der Ausbildung besonderes Gewicht erhält.

  • Grundbegriffe der Chinesischen Medizin: Qi, Yin und Yang, die fünf Wandlungsphasen
  • das Leitbahnensystem und der Verlauf der zwölf Hauptmeridiane
  • die Organuhr und ihre Bedeutung für Diagnose und Behandlungszeitpunkt
  • Ursachen von Erkrankungen aus Sicht der TCM (äußere und innere Faktoren)
  • das Prinzip der Syndromdifferenzierung als diagnostische Methode
  • Abgrenzung und Zusammenspiel der TCM mit der westlichen Schulmedizin

Der zweite Themenblock widmet sich der Akupunktur als zentralem Behandlungsverfahren der Ausbildung. Hier wechseln sich Punktekunde und praktische Nadeltechnik ab, sodass die Teilnehmenden das Gelernte direkt in Übungssituationen anwenden.

  • Lage und Indikation der wichtigsten Akupunkturpunkte
  • Punktlokalisation am eigenen Körper und am Übungspartner
  • Nadeltechniken, Stichtiefen und Stimulationsarten
  • Hygiene- und Sicherheitsstandards beim Nadeln
  • Behandlungsstrategien bei ausgewählten Beschwerdebildern
  • Kombination von Fernpunkten und Lokalpunkten in der Behandlungsplanung

Der dritte Themenblock behandelt die beiden klassischen Diagnoseverfahren der TCM: Puls- und Zungendiagnose. Beide gelten als anspruchsvoll, weil sie geübte Wahrnehmung erfordern, und werden deshalb in wiederholten Übungseinheiten trainiert.

  • die drei Pulspositionen an jedem Handgelenk und ihre Zuordnung zu Organsystemen
  • Pulsqualitäten wie Fülle, Leere, Anspannung oder Rauheit unterscheiden
  • Aufbau, Farbe und Belag der Zunge als diagnostisches Fenster
  • typische Zungenbilder bestimmten Mustern zuordnen
  • Verknüpfung von Puls- und Zungenbefund mit der Syndromdifferenzierung
  • Dokumentation diagnostischer Befunde für die Behandlungsplanung

Der vierte Themenblock führt in Phytotherapie, Moxibustion, Tuina und Qi Gong ein und rundet damit das Methodenspektrum der Ausbildung ab. Diese vier Verfahren ergänzen die Akupunktur und eröffnen zusätzliche Behandlungswege je nach Beschwerdebild und Patientenkonstitution.

  • Grundlagen der chinesischen Kräuterheilkunde und wichtige Einzeldrogen
  • Aufbau klassischer Kräuterrezepturen und ihre Wirkrichtung
  • die Moxibustion mit Beifußkraut zur Erwärmung von Punkten und Leitbahnen
  • Grundgriffe und Anwendungsbereiche der manuellen Therapie Tuina
  • Qi Gong-Übungen zur Stärkung des Qi-Flusses und zur Prävention
  • Integration von Phytotherapie, Moxibustion, Tuina und Qi Gong in ein Gesamtbehandlungskonzept

In zahlreichen praktischen Übungseinheiten wenden die Teilnehmenden das theoretisch Erlernte am eigenen Körper und im Austausch mit anderen Kursteilnehmenden an. Dabei steht die schrittweise Sicherheit im Umgang mit Nadeln, Diagnoseverfahren und manuellen Techniken im Vordergrund, bevor diese später in der eigenen Praxis am Patienten eingesetzt werden. Am Ende der Ausbildung steht die Fähigkeit, die verschiedenen Verfahren der Chinesischen Medizin nicht isoliert, sondern als zusammenhängendes System zu verstehen und je nach Beschwerdebild und Konstitution des Patienten sinnvoll miteinander zu kombinieren.

Lernziele:

Nach Abschluss der Fachausbildung verfügen die Teilnehmenden über ein breites theoretisches und praktisches Fundament der Chinesischen Medizin, das sie in der eigenen Praxis anwenden können.

  • die Grundprinzipien der TCM wie Yin und Yang, die fünf Wandlungsphasen und das Konzept des Qi verstehen und einordnen
  • die zwölf Hauptleitbahnen (Meridiane) und ihren Verlauf am Körper sicher lokalisieren
  • Akupunkturpunkte nach ihrer Lage, Wirkung und Indikation auswählen und benennen
  • die Grundtechniken des Nadelns fachgerecht und sicher durchführen
  • die traditionelle Pulsdiagnose an verschiedenen Pulspositionen differenzieren
  • die Zungendiagnose anhand von Form, Farbe und Belag der Zunge auswerten
  • Krankheitsbilder nach dem Muster der TCM-Syndromdifferenzierung einordnen
  • ausgewählte Heilkräuter und Kräuterrezepturen der chinesischen Phytotherapie kennen und deren Wirkungsweise erläutern
  • die Moxibustion als Wärmetherapie an geeigneten Punkten anwenden
  • Grundtechniken der manuellen Therapieform Tuina praktisch umsetzen
  • Qi Gong als bewegungstherapeutisches und präventives Element in die Behandlung einbeziehen
  • ein individuelles Behandlungskonzept aus den verschiedenen TCM-Verfahren für einen Patienten zusammenstellen

Zielgruppe & Voraussetzungen

Die Fachausbildung richtet sich an Heilpraktiker sowie an ganzheitlich orientierte Ärzte, die ihr bisheriges Behandlungsspektrum um die traditionelle chinesische Heilkunde erweitern möchten. Sie eignet sich für Praktiker, die bereits mit Patienten arbeiten und ein zusätzliches, in sich geschlossenes Diagnose- und Therapiesystem in ihre Praxis integrieren wollen.

  • Heilpraktiker mit eigener oder angestrebter Praxis
  • Ärzte mit Interesse an komplementärmedizinischen Verfahren
  • Praktiker aus dem Gesundheitswesen mit Vorerfahrung in manuellen oder ganzheitlichen Therapieformen
  • Personen, die eine Spezialisierung auf Akupunktur und TCM planen
Voraussetzungen:

Teilnehmende müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Da es sich um ein medizinisches Behandlungsverfahren handelt, richtet sich die Ausbildung in erster Linie an Personen mit einer heilkundlichen Vorbildung oder Tätigkeit, etwa als Heilpraktiker oder Arzt. Medizinisches Grundverständnis für Anatomie und Krankheitslehre ist von Vorteil, um die TCM-Konzepte in Bezug zum eigenen Fachwissen setzen zu können.

Ablauf & Abschluss

Die Ausbildung verbindet theoretischen Unterricht mit intensiven praktischen Übungseinheiten, da Verfahren wie Akupunktur, Puls- und Zungendiagnose oder Tuina nur durch wiederholtes Üben am eigenen Körper und am Übungspartner sicher beherrscht werden. Theorieeinheiten zu den Grundlagen der TCM wechseln sich mit angeleiteten Praxisphasen ab, in denen die Teilnehmenden Punktlokalisation, Nadeltechnik und diagnostische Verfahren unter Anleitung trainieren.

Als „große" Fachausbildung deckt der Kurs das gesamte klassische Methodenspektrum der TCM ab und ist entsprechend umfangreich angelegt, um Theorie und Praxis aller fünf Säulen angemessen zu vermitteln. Die konkrete zeitliche Taktung richtet sich nach dem jeweiligen Ausbildungsplan des Kursanbieters.

Die Fachausbildung schließt mit einem trägerinternen Zertifikat beziehungsweise einer qualifizierten Teilnahmebescheinigung ab, die den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung in den Bereichen Akupunktur, Pulsdiagnose, Zungendiagnose, Phytotherapie, Moxibustion, Tuina und Qi Gong dokumentiert. Ein staatlich anerkannter Abschluss ist damit nicht verbunden.

Nutzen & Perspektiven

Wer in der eigenen Praxis bislang ausschließlich mit schulmedizinischen oder einzelnen komplementärmedizinischen Verfahren arbeitet, gewinnt durch diese Fachausbildung ein vollständiges, in sich stimmiges zweites Diagnose- und Behandlungssystem hinzu. Die Chinesische Medizin unterscheidet sich in ihrer Denkweise grundlegend von der westlichen Schulmedizin und eröffnet dadurch neue Perspektiven auf Beschwerdebilder, für die rein symptomorientierte Ansätze oft an ihre Grenzen stoßen. Besonders wertvoll ist die Breite der vermittelten Verfahren: Statt nur eine einzelne TCM-Technik zu erlernen, deckt die Ausbildung mit Akupunktur, Puls- und Zungendiagnose, Phytotherapie, Moxibustion, Tuina und Qi Gong das gesamte klassische Methodenrepertoire ab. Das ermöglicht es, Behandlungen flexibel auf die Konstitution und das Beschwerdebild einzelner Patienten zuzuschneiden, statt auf ein einziges Verfahren beschränkt zu sein. Für Heilpraktiker und Ärzte, die ihre Praxis um ein ganzheitliches Angebot erweitern möchten, schafft die Fachausbildung damit eine fundierte Grundlage, um TCM-Verfahren verantwortungsvoll und mit dem notwendigen theoretischen Hintergrund in die eigene Arbeit zu integrieren.

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Arbeitsmarkt-Report

Pflege- und Gesundheits-Fachkräfte sind seit 2018 durchgehend als Engpassberuf gelistet. Demografische Entwicklung treibt die Nachfrage; höhere Tarife in Pflege und Reform der Pflegeausbildung verbessern Einstiegsbedingungen 2025/26 weiter.

Einstieg (0-2 J.):32.000–38.000 €
Mittel (3-7 J.):40.000–52.000 €
Senior (8+ J.):54.000–68.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Fachkrankenpfleger/Fachkrankenpflegerin für Psychiatrie
    17.274 Stellen
  • Fachkrankenpfleger/Fachkrankenpflegerin für Nephrologie
    1.987 Stellen
  • Fachkinderkrankenpfleger/Fachkinderkrankenpflegerin für Nephrologie
    1.987 Stellen
  • Heilpraktiker/in
    156 Stellen
  • TCM-Therapeut/in
    1 Stellen
  • Akupunkteur/in
    0 Stellen

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Für wen eignet sich die Fachausbildung in Chinesischer Medizin?

Sie richtet sich an Heilpraktiker und ganzheitlich orientierte Ärzte, die ihr Behandlungsspektrum um die traditionelle chinesische Heilkunde erweitern möchten. Eine heilkundliche Vorbildung oder Tätigkeit ist Voraussetzung.

Welche Verfahren werden in der Ausbildung vermittelt?

Die Ausbildung deckt die fünf klassischen Säulen der TCM ab: Akupunktur, Puls- und Zungendiagnose, chinesische Phytotherapie, Moxibustion und Tuina, ergänzt um Qi Gong.

Gibt es Altersvoraussetzungen für die Teilnahme?

Ja, Teilnehmende müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Darüber hinaus richtet sich die Ausbildung vorrangig an Personen mit medizinischer oder heilkundlicher Vorbildung.

Welchen Abschluss erhalte ich nach der Ausbildung?

Die Fachausbildung schließt mit einem trägerinternen Zertifikat bzw. einer qualifizierten Teilnahmebescheinigung ab. Ein staatlich anerkannter Abschluss ist damit nicht verbunden.

Kann ich Akupunktur nach der Ausbildung sofort in der Praxis anwenden?

Die Ausbildung vermittelt fundierte theoretische und praktische Grundlagen inklusive Übungseinheiten. Die konkrete Anwendung am Patienten setzt zusätzlich die jeweils geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen für die Ausübung der Heilkunde voraus.