Gesundheit & Pflege
hebamme geburtshilfe

Akupunktur für Hebammen: TCM-Fortbildung

Fachfortbildung in Traditioneller Chinesischer Medizin für Hebammen: Akupunktur, Moxibustion und Ohrakupunktur gezielt für Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett.

Auf einen Blick

Dauer1 MonateØ am Markt
Formatflexibelflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Diese Fachfortbildung vermittelt Hebammen und Geburtshelfer:innen die Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) mit dem Schwerpunkt Akupunktur im geburtshilflichen Kontext. Von der Diagnostik nach den Prinzipien der Fünf-Elemente-Lehre über die Punktion einzelner Akupunkturpunkte bis zur Moxibustion und Ohrakupunktur entsteht ein praxisnahes Repertoire, das sich unmittelbar in der Betreuung von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett einsetzen lässt.

Berufliche FachweiterbildungInhaltsstand 05.07.2026

Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen

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Anbieter

1

zu diesem Kurs erfasst

Angebote

36

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Kommende Termine

0

an 2 erfassten Orten

Regionen

2 Bundesländer

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

Trägerinterne Teilnahmebescheinigung

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Lernformen

  • Seminar100 %

Zeitmodelle

  • Teilzeit100 %

Dauer im Markt

  • mehr als 6 Monate bis 1 Jahr
  • mehr als 3 Monate bis 6 Monate

Gemeldete Preisgruppen

  • 500–1.000 €

Häufige Kursorte

  • Köln
  • Würzburg

Bundesländer

  • Bayern
  • Nordrhein-Westfalen

Vermittelte Kompetenzen

  • Akupunktur
  • Moxibustion
  • Ohrakupunktur (Aurikulomedizin)
  • Zungendiagnose
  • Pulsdiagnose nach der Fünf-Elemente-Lehre
  • Antlitz- und Bauchdiagnose
  • Meridiansystem
  • Qigong-Grundlagen

Zugeordnete Zielberufe

  • Hebamme1.298 Stellen/12 Mon.
  • Geburtshelfer/in33 Stellen/12 Mon.

Datenbasis: 36 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Der erste Modulblock vermittelt die theoretischen Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin als Basis für alle weiteren praktischen Verfahren. Ohne dieses Fundament lassen sich weder Diagnostik noch Punktauswahl fachlich korrekt einordnen.

  • Grundprinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin (Yin und Yang, Qi)
  • Die Fünf-Elemente-Lehre als Ordnungssystem der TCM
  • Aufbau und Verlauf des Meridiansystems
  • Funktionskreise der TCM und ihre Bedeutung für die Diagnostik
  • Einordnung der TCM als Ergänzung, nicht Ersatz der schulmedizinischen Betreuung

Der zweite Modulblock behandelt die TCM-Diagnoseverfahren, die vor jeder Akupunkturbehandlung eine fundierte Einschätzung des energetischen Zustands ermöglichen. Diese Diagnostik unterscheidet die TCM-Praxis deutlich von einer rein schematischen Punktbehandlung.

  • Zungendiagnose: Beurteilung von Farbe, Form und Belag
  • Pulsdiagnose nach der Fünf-Elemente-Lehre
  • Antlitzdiagnose zur Einschätzung des Energiezustands
  • Bauchdiagnose (Hara-Diagnostik) als ergänzendes Verfahren
  • Zusammenführung der Diagnoseergebnisse zu einer TCM-Gesamteinschätzung

Der dritte Modulblock widmet sich der praktischen Akupunktur mit direktem Bezug zur Geburtshilfe. Im Zentrum stehen die Lokalisation relevanter Punkte und deren gezielter Einsatz entlang des Betreuungsbogens von Schwangerschaft bis Wochenbett.

  • Lokalisation zentraler Akupunkturpunkte für geburtshilfliche Indikationen
  • Akupunktur zur Geburtsvorbereitung in den letzten Schwangerschaftswochen
  • Einsatzmöglichkeiten der Akupunktur bei typischen Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit oder Rückenschmerzen
  • Punktauswahl für die Wehenbegleitung unter Beachtung der Kontraindikationen
  • Grundlagen der Stichtechnik und Nadelführung
  • Einsatz der Akupunktur bei Beckenendlage als ergänzendes Verfahren zur Wendungsunterstützung
  • Unterstützende Akupunktur im Wochenbett, etwa bei Milchbildungsstörungen

Der vierte Modulblock erweitert das Repertoire um Moxibustion, Ohrakupunktur und Qigong und rundet die Fortbildung mit ergänzenden TCM-Verfahren ab, die sich in der hebammengeburtshilflichen Praxis bewährt haben.

  • Moxibustion als Wärmetherapie und deren Indikationen in der Geburtshilfe
  • Moxibustion am Punkt Blase 67 zur Unterstützung bei Beckenendlage
  • Grundlagen der Ohrakupunktur (Aurikulomedizin) und relevante Ohrpunkte
  • Praktische Anwendung der Ohrakupunktur bei ausgewählten Beschwerdebildern wie Schlafstörungen in der Schwangerschaft
  • Qigong-Grundübungen als begleitende Bewegungslehre zur Selbstregulation
  • Kombination von Atemlenkung und einfachen Qigong-Übungen zur Geburtsvorbereitung
  • Sicherheitsaspekte und Kontraindikationen aller vermittelten Verfahren
  • Abgrenzung zwischen Verfahren mit wehenanregender und wehenhemmender Wirkung

Die vier Modulblöcke folgen bewusst dem Weg von der theoretischen TCM-Grundlage über die Diagnostik bis zur praktischen Anwendung: Erst wer Meridiansystem und Fünf-Elemente-Lehre versteht, kann Zungen-, Puls-, Antlitz- und Bauchdiagnose sinnvoll einordnen und daraus eine fundierte Punktauswahl für die Akupunktur ableiten. Am Ende der Fortbildung verfügen Hebammen über ein Diagnostik- und Behandlungsrepertoire aus der Traditionellen Chinesischen Medizin, das gezielt auf die Begleitung von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett zugeschnitten ist und die schulmedizinische Hebammenarbeit sinnvoll ergänzt.

Lernziele:

Nach erfolgreichem Abschluss dieser Fortbildung sind die Teilnehmenden in der Lage, folgende Kompetenzen in der beruflichen Praxis anzuwenden.

  • die Grundprinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) erläutern
  • das Meridiansystem und den Verlauf der wichtigsten Leitbahnen einordnen
  • die Zungendiagnose zur Einschätzung des energetischen Zustands anwenden
  • die Pulsdiagnose nach der Fünf-Elemente-Lehre differenziert durchführen
  • die Antlitz- und Bauchdiagnose als ergänzende TCM-Diagnoseverfahren nutzen
  • zentrale Akupunkturpunkte für geburtshilflich relevante Indikationen lokalisieren
  • Akupunktur zur Geburtsvorbereitung fachgerecht einsetzen
  • Moxibustion als Wärmetherapie bei ausgewählten Indikationen anwenden
  • Ohrakupunktur nach den Prinzipien der Aurikulomedizin durchführen
  • Qigong-Grundübungen als ergänzende Bewegungslehre vermitteln
  • Kontraindikationen und Sicherheitsaspekte akupunkturtherapeutischer Verfahren in der Geburtshilfe beachten
  • die erlernten TCM-Verfahren in den hebammengeburtshilflichen Betreuungsalltag integrieren

Zielgruppe & Voraussetzungen

Diese Fachfortbildung richtet sich an Hebammen und Geburtshelfer:innen, die ihr Betreuungsangebot um Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin erweitern möchten. Sie eignet sich sowohl für bereits berufstätige Fachkräfte als auch für Personen in der Hebammenausbildung.

  • Berufstätige Hebammen mit Interesse an komplementärmedizinischen Verfahren
  • Geburtshelfer:innen, die ihr Behandlungsspektrum erweitern möchten
  • Hebammen in Ausbildung mit Interesse an Traditioneller Chinesischer Medizin
  • Geburtshelfer:innen in Ausbildung, die frühzeitig TCM-Grundlagen erwerben möchten
  • Freiberuflich tätige Hebammen, die ihr Leistungsangebot diversifizieren wollen
Voraussetzungen:

Teilnehmende müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Da Akupunktur ein invasives Verfahren mit direktem Körperkontakt ist, richtet sich die Fortbildung ausschließlich an Personen mit einer Hebammen- oder geburtshilflichen Qualifikation beziehungsweise an Personen in einer entsprechenden Ausbildung, die bereits über ein grundlegendes anatomisches und geburtshilfliches Verständnis verfügen. Dieses Vorwissen ist notwendig, um die TCM-Diagnostik sinnvoll mit dem schulmedizinischen Betreuungswissen zu verknüpfen.

Ablauf & Abschluss

Die Fortbildung verbindet theoretische Einheiten zu den Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin mit intensiven praktischen Übungsphasen, in denen Diagnoseverfahren und Punktlokalisation am Partner beziehungsweise an der Partnerin geübt werden. Die praktische Anwendung von Akupunktur, Moxibustion und Ohrakupunktur erfordert direktes Üben unter Anleitung, sodass Präsenzanteile mit Übungsgruppen einen zentralen Platz im Kursverlauf einnehmen.

Die Fortbildung ist als kompaktes Praxisformat konzipiert, das die vier Themenblöcke von den TCM-Grundlagen bis zu Moxibustion und Ohrakupunktur abdeckt. Der genaue zeitliche Rahmen richtet sich nach der Möglichkeit, die praktischen Übungsanteile in ausreichendem Umfang zu absolvieren, da die sichere Anwendung der Punktlokalisation entsprechende Übungszeit benötigt.

Die Fortbildung schließt mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung ab, die die erworbenen Kompetenzen in TCM-Diagnostik, Akupunktur, Moxibustion und Ohrakupunktur für den geburtshilflichen Kontext dokumentiert. Es handelt sich um eine fachspezifische Zusatzqualifikation für bereits qualifizierte Hebammen und Geburtshelfer:innen, nicht um einen eigenständigen Berufsabschluss.

Nutzen & Perspektiven

Traditionelle Chinesische Medizin gewinnt in der Geburtshilfe zunehmend an Bedeutung, weil viele Schwangere und Gebärende ergänzende, sanfte Verfahren neben der schulmedizinischen Betreuung nachfragen. Diese Fortbildung vermittelt genau das Repertoire, das Hebammen befähigt, diesem Bedarf fachlich fundiert zu begegnen, von der Diagnostik nach der Fünf-Elemente-Lehre bis zur praktischen Punktauswahl für die Geburtsvorbereitung. Der besondere Wert liegt in der Verbindung mehrerer TCM-Verfahren zu einem stimmigen Gesamtrepertoire: Zungen-, Puls-, Antlitz- und Bauchdiagnose liefern die fachliche Grundlage, auf der Akupunktur, Moxibustion und Ohrakupunktur gezielt aufbauen. Diese Kombination erlaubt es, je nach individueller Situation der betreuten Person das passende Verfahren auszuwählen, statt schematisch vorzugehen. Wer beispielsweise bei Beckenendlage sowohl die Moxibustion am Punkt Blase 67 als auch begleitende Akupunkturpunkte kennt, kann das Vorgehen an die energetische Gesamtkonstitution der Schwangeren anpassen, statt ein einzelnes Verfahren isoliert anzuwenden. Auch im Wochenbett eröffnet das erlernte Repertoire zusätzliche Handlungsmöglichkeiten, etwa bei Milchbildungsstörungen oder allgemeiner Erschöpfung nach der Geburt, wo Akupunktur und Ohrakupunktur als sanfte, gut verträgliche Ergänzung zur klassischen Wochenbettbetreuung eingesetzt werden können. Die Fähigkeit, zwischen wehenanregenden und wehenhemmenden Wirkungen einzelner Punkte sicher zu unterscheiden, ist dabei eine Kernkompetenz, die verantwortungsvolles Handeln in der Geburtshilfe erst ermöglicht. Für freiberuflich tätige Hebammen erweitert diese Zusatzqualifikation zudem das eigene Leistungsangebot um ein Feld, das zunehmend nachgefragt wird, während angestellte Hebammen ihr fachliches Profil in Kliniken und Geburtshäusern um eine komplementärmedizinische Perspektive ergänzen können, die die etablierte schulmedizinische Betreuung sinnvoll flankiert. Langfristig erlaubt das erworbene Diagnostik- und Behandlungswissen auch eine vertiefte Auseinandersetzung mit weiteren TCM-Verfahren wie Qigong als eigenständiger Bewegungslehre, die über den geburtshilflichen Kontext hinaus im hebammengeburtshilflichen Alltag Anwendung finden kann.

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Arbeitsmarkt-Report

Pflege- und Gesundheits-Fachkräfte sind seit 2018 durchgehend als Engpassberuf gelistet. Demografische Entwicklung treibt die Nachfrage; höhere Tarife in Pflege und Reform der Pflegeausbildung verbessern Einstiegsbedingungen 2025/26 weiter.

Einstieg (0-2 J.):32.000–38.000 €
Mittel (3-7 J.):40.000–52.000 €
Senior (8+ J.):54.000–68.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Hebamme
    1.298 Stellen
  • Geburtshelfer/in
    33 Stellen

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Für wen ist diese Fortbildung geeignet?

Sie richtet sich an bereits qualifizierte Hebammen und Geburtshelfer:innen sowie an Personen in der entsprechenden Ausbildung, die über grundlegendes anatomisches und geburtshilfliches Verständnis verfügen, da Akupunktur ein invasives Verfahren ist.

Welche TCM-Diagnoseverfahren werden vermittelt?

Vermittelt werden Zungendiagnose, Pulsdiagnose nach der Fünf-Elemente-Lehre, Antlitzdiagnose und Bauchdiagnose als sich ergänzende Verfahren zur Einschätzung des energetischen Zustands vor einer Akupunkturbehandlung.

Ersetzt diese Fortbildung die schulmedizinische Hebammenbetreuung?

Nein, die vermittelten TCM-Verfahren wie Akupunktur, Moxibustion und Ohrakupunktur sind als Ergänzung zur etablierten schulmedizinischen Betreuung konzipiert, nicht als Ersatz.

Welche praktischen Verfahren neben der Akupunktur werden gelehrt?

Neben der Nadelakupunktur werden Moxibustion als Wärmetherapie, Ohrakupunktur nach den Prinzipien der Aurikulomedizin sowie Qigong-Grundübungen als ergänzende Bewegungslehre vermittelt.

Gibt es eine Altersvoraussetzung für die Teilnahme?

Ja, Teilnehmende müssen mindestens 18 Jahre alt sein und über eine Hebammen- oder geburtshilfliche Qualifikation beziehungsweise eine entsprechende Ausbildung verfügen.