Agile Professional Scrum Developer – Zertifizierung
Scrum aus Entwicklerperspektive: technische Praktiken wie testgetriebene Entwicklung, kontinuierliche Integration und Refactoring im agilen Team.
Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:
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Kurzantworten zum Kurs
Einordnung: Zertifikatsqualifizierung
- Wie lange dauert der Kurs?
- Der Kurs ist modular aufgebaut und behandelt die vier zentralen Themenblöcke von den Scrum-Grundlagen bis zu qualitätssichernden Entwicklungspraktiken. Der zeitliche Rahmen wird individuell mit dem Anbieter abgestimmt. Details
- Welcher Abschluss ist vorgesehen?
- Der Kurs bereitet auf ein extern anerkanntes Scrum-Zertifikat vor beziehungsweise schließt mit einer qualifizierten Teilnahmebescheinigung ab. Ergänzend werden E-Learning-Kompetenzen sowie weitere Scrum-bezogene Soft Skills bescheinigt, die im Kursverlauf erworben wurden. Details
- Welche Voraussetzungen gelten?
- Vorausgesetzt werden die Fähigkeit, selbstständig und konzeptionell zu arbeiten, sowie sehr gute Deutschkenntnisse. Da die Inhalte auf technischen Praktiken für Entwicklungsteams aufbauen, ist ein grundlegendes Verständnis von Softwareentwicklungsprozessen hilfreich. Details
Worum geht es in diesem Kurs?
Der Kurs "Agile Professional Scrum Developer" vertieft Scrum-Wissen gezielt aus der Perspektive von Entwicklungsteams: Statt Scrum nur als Rahmenwerk für Planung und Organisation zu behandeln, stehen die technischen Praktiken im Mittelpunkt, mit denen Entwicklungsteams iterativ, qualitätsgesichert und in enger Abstimmung mit Product Owner und Scrum Master arbeiten. Wer bereits Berufserfahrung mitbringt, kann diese um fundiertes Scrum-Wissen erweitern; auch Quereinsteiger:innen erhalten einen fachlich fundierten Zugang zum Entwicklungsalltag in agilen Teams.
Was lernst du in diesem Kurs?
Bevor technische Praktiken vertieft werden, braucht es ein gemeinsames Verständnis davon, wie Scrum aus der Perspektive eines Entwicklungsteams funktioniert. Dieser Block ordnet die bekannten Scrum-Elemente konsequent aus Entwicklersicht ein.
- Werte und Prinzipien von Scrum im Entwicklungsalltag
- Rollenverständnis von Product Owner, Scrum Master und Entwicklungsteam
- Ereignisse wie Sprint Planning, Daily Scrum und Sprint Review aus technischer Sicht
- Artefakte wie Product Backlog und Sprint Backlog im Entwicklungskontext
- Selbstorganisation als Grundprinzip agiler Entwicklungsteams
- Zusammenspiel von fachlicher und technischer Perspektive im Team
Im zweiten Block geht es darum, wie sich Anforderungen technisch sauber in kurzen, iterativen Zyklen umsetzen lassen.
- Zerlegung von Anforderungen in kleine, umsetzbare Einheiten
- Schätzverfahren für die Aufwandsplanung im Sprint
- Sprintplanung aus der Perspektive des Entwicklungsteams
- Anwendung der Definition of Done als Qualitätskriterium
- Umgang mit unvollständig spezifizierten Anforderungen
- Priorisierung technischer Aufgaben innerhalb eines Sprints
Technische Qualität entsteht nicht zufällig, sondern durch bewusst eingesetzte Praktiken. Dieser Block behandelt zentrale Techniken, mit denen Scrum-Entwicklungsteams Qualität über die gesamte Projektlaufzeit sichern.
- Grundprinzipien testgetriebener Entwicklung (Test-Driven Development)
- Kontinuierliche Integration als fester Bestandteil des Entwicklungsprozesses
- Refactoring als kontinuierliche Verbesserung bestehenden Codes
- Bewusster Umgang mit technischen Schulden
- Code-Reviews als Instrument der Qualitätssicherung im Team
- Zusammenspiel von Automatisierung und manueller Prüfung
Der letzte Block widmet sich der Frage, wie sich Entwicklungsteams über mehrere Sprints hinweg kontinuierlich weiterentwickeln – fachlich wie zwischenmenschlich.
- Cross-funktionale Zusammenarbeit innerhalb des Entwicklungsteams
- Retrospektiven gezielt für technische Verbesserungen nutzen
- Umgang mit sich ändernden Anforderungen während eines laufenden Sprints
- Abstimmung mit dem Product Owner zu technischer Machbarkeit
- Kommunikation technischer Herausforderungen an nicht-technische Stakeholder
- Kontinuierliche Weiterentwicklung der eigenen Rolle im Scrum-Team
Die vier Themenblöcke verbinden damit bewusst zwei Ebenen, die in der Praxis oft getrennt betrachtet werden: das Rahmenwerk Scrum als solches und die konkreten technischen Praktiken, mit denen Entwicklungsteams dieses Rahmenwerk mit Leben füllen. Am Ende des Kurses steht ein Verständnis von Scrum, das über die reine Prozessebene hinausgeht und die technische Arbeitsrealität von Entwicklungsteams in agilen Projekten greifbar macht.
Lernziele:
- Werte, Rollen, Ereignisse und Artefakte von Scrum aus Sicht des Entwicklungsteams einordnen
- Das Zusammenspiel von Product Owner, Scrum Master und Entwicklungsteam nachvollziehen
- Anforderungen gemeinsam mit dem Product Owner in umsetzbare Einheiten zerlegen
- Sprints aus technischer Perspektive planen und realistisch einschätzen
- Die Definition of Done als verbindlichen Qualitätsmaßstab anwenden
- Grundprinzipien testgetriebener Entwicklung in der täglichen Arbeit umsetzen
- Kontinuierliche Integration als Praxis für iterative Entwicklungsteams verstehen
- Bestehenden Code gezielt und risikoarm refaktorisieren
- Mit technischen Schulden bewusst und dokumentiert umgehen
- Selbstorganisation im Entwicklungsteam aktiv mitgestalten
- Retrospektiven zur technischen Weiterentwicklung des Teams nutzen
- Auf sich ändernde Anforderungen flexibel und methodisch fundiert reagieren
Für wen ist der Kurs geeignet?
Dieser Kurs eignet sich, um bisherige Berufserfahrung mit fundiertem Scrum-Wissen aus Entwicklerperspektive zu vertiefen. Auch für Quereinsteiger:innen bietet der Kurs einen fachlich fundierten Zugang, der den Einstieg in agile Entwicklungsteams erleichtert.
- Entwickler:innen, die in Scrum-Teams arbeiten oder künftig arbeiten möchten
- Berufserfahrene, die ihr Scrum-Wissen um die technische Perspektive erweitern wollen
- Quereinsteiger:innen mit Interesse an agiler Softwareentwicklung
- Mitglieder von Entwicklungsteams, die ihre Zusammenarbeit mit Product Owner und Scrum Master verbessern möchten
Vorausgesetzt werden die Fähigkeit, selbstständig und konzeptionell zu arbeiten, sowie sehr gute Deutschkenntnisse. Da die Inhalte auf technischen Praktiken für Entwicklungsteams aufbauen, ist ein grundlegendes Verständnis von Softwareentwicklungsprozessen hilfreich.
Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?
Der Kurs vermittelt Scrum-Praktiken praxisnah anhand von Beispielen aus dem Entwicklungsalltag agiler Teams. Ergänzend zu den begleiteten Lerneinheiten stehen E-Learning-Elemente zur Verfügung, mit denen sich einzelne Themen im eigenen Tempo vertiefen lassen.
Der Kurs ist modular aufgebaut und behandelt die vier zentralen Themenblöcke von den Scrum-Grundlagen bis zu qualitätssichernden Entwicklungspraktiken. Der zeitliche Rahmen wird individuell mit dem Anbieter abgestimmt.
Der Kurs bereitet auf ein extern anerkanntes Scrum-Zertifikat vor beziehungsweise schließt mit einer qualifizierten Teilnahmebescheinigung ab. Ergänzend werden E-Learning-Kompetenzen sowie weitere Scrum-bezogene Soft Skills bescheinigt, die im Kursverlauf erworben wurden.
Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?
Wer diesen Kurs abschließt, verfügt über ein Scrum-Verständnis, das über die reine Prozesskenntnis hinausgeht und die technische Realität von Entwicklungsteams berücksichtigt. Das unterscheidet die Qualifikation von Kursen, die Scrum ausschließlich aus Management- oder Organisationsperspektive vermitteln. Für den beruflichen Alltag bedeutet das: Wer als Entwickler:in in einem Scrum-Team arbeitet, kann technische Praktiken wie testgetriebene Entwicklung, kontinuierliche Integration und Refactoring gezielt einsetzen und dabei die Anforderungen des agilen Rahmenwerks im Blick behalten. Das erleichtert die Zusammenarbeit mit Product Owner und Scrum Master spürbar. Nicht zuletzt eröffnet der Kurs eine Perspektive für alle, die sich langfristig in Richtung agiler Rollen weiterentwickeln möchten: Ein fundiertes Verständnis der Entwicklerperspektive in Scrum bildet eine solide Grundlage, um später auch Aufgaben als Scrum Master oder in der agilen Prozessbegleitung zu übernehmen. Die vermittelten technischen Praktiken sind zudem nicht auf ein bestimmtes Projekt oder eine bestimmte Programmiersprache beschränkt: Wer testgetriebene Entwicklung, kontinuierliche Integration und diszipliniertes Refactoring einmal als zusammenhängendes Vorgehen verinnerlicht hat, kann diese Prinzipien in praktisch jedem technischen Umfeld anwenden, unabhängig vom konkreten Tech-Stack. Das macht die im Kurs erworbene Kompetenz besonders langlebig, da sich Werkzeuge und Frameworks häufiger ändern als die zugrunde liegenden Prinzipien guter iterativer Entwicklungsarbeit. Für Teams, die neu auf Scrum umstellen, ist zudem wertvoll, dass Entwickler:innen mit fundiertem Rollenverständnis typische Reibungspunkte zwischen fachlicher Priorisierung und technischer Machbarkeit frühzeitig erkennen und konstruktiv ansprechen können, statt sie erst spät im Sprint sichtbar werden zu lassen. Das trägt spürbar zu einer reiferen, selbstorganisierten Arbeitsweise im gesamten Team bei. Wer diese Reife mitbringt, wird in agilen Organisationen häufig auch informell zur Ansprechperson für technische Qualitätsfragen, unabhängig von der formalen Rollenbezeichnung. Nicht zuletzt erleichtert ein belastbares technisches Scrum-Verständnis den Wechsel zwischen unterschiedlichen Projekten und Arbeitgebern, weil sich die erlernten Arbeitsweisen unabhängig vom jeweiligen Produktkontext bewähren.
Welche Förderung passt zu dir?
Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Berufswege prüfen
Zugeordnete Zielberufe
Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.
- Software-Entwickler/in (agil)
- Scrum-Entwickler/in
- Mitglied agiler Entwicklungsteams
- Agile Coach
Vor der Kurswahl klären
- Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
- Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
- Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?
Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.
Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Unterscheidet sich dieser Kurs von einem klassischen Scrum-Master-Kurs?
Ja. Der Fokus liegt auf der Entwicklerperspektive und technischen Praktiken wie testgetriebener Entwicklung und kontinuierlicher Integration, nicht auf Prozessmoderation oder Teamcoaching.
Brauche ich Erfahrung in der Softwareentwicklung?
Ein grundlegendes Verständnis von Softwareentwicklungsprozessen ist hilfreich, da die Inhalte auf technischen Praktiken für Entwicklungsteams aufbauen. Vorausgesetzt werden zudem selbstständiges Arbeiten und sehr gute Deutschkenntnisse.
Welche technischen Praktiken werden vermittelt?
Behandelt werden unter anderem testgetriebene Entwicklung, kontinuierliche Integration, Refactoring und der Umgang mit technischen Schulden – jeweils eingebettet in den Scrum-Rahmen.
Welchen Abschluss erhalte ich?
Der Kurs bereitet auf ein extern anerkanntes Scrum-Zertifikat vor beziehungsweise schließt mit einer qualifizierten Teilnahmebescheinigung ab.
Eignet sich der Kurs auch für Quereinsteiger:innen?
Ja, sofern die Bereitschaft zu selbstständigem, konzeptionellem Arbeiten und sehr gute Deutschkenntnisse mitgebracht werden.