Azure Data Factory: Ladeprozesse für ETL-Entwickler – Kurs
Praxisorientierter Kurs zu Ladeprozessen mit Azure Data Factory: Volllast- und Delta-Last-Strategien, Steuerung des Ladeflusses sowie Kontrollmechanismen für stabile ETL-Pipelines.
Auf einen Blick
Überblick
Ladeprozesse entscheiden darüber, ob Daten zuverlässig und nachvollziehbar von einer Quelle in ihr Zielsystem gelangen - von der ersten Übernahme in einen Stage-Bereich bis zur endgültigen Schreibfreigabe. Dieser Kurs vermittelt, wie sich solche Ladeprozesse mit Azure Data Factory strukturiert planen, steuern und kontrollieren lassen. Im Mittelpunkt stehen die gängigen Ladearten Volllast und Delta-Last, der Aufbau von Stage- und Zielbereichen, die Steuerung abhängiger Ladeschritte über Lookup- und If-Aktivitäten sowie Kontrollmechanismen wie Konsistenzprüfungen und Protokollierung. Wer diesen Kurs abschließt, versteht Ladeprozesse nicht als einzelne Kopiervorgänge, sondern als zusammenhängendes System mit klaren Verantwortlichkeiten - eine Kernkompetenz für ETL-Entwickler:innen und Data Engineers, die produktive Datenflüsse in der Cloud verantworten.
Kompetenzen, Lernformen und Angebote für dieses Praxistraining
Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.
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1
an 3 Standorten
30
diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
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an 9 erfassten Orten
8 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerzertifikat mit Abschlussprüfung
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Combined Learning86 %
- Virtuelles Klassenzimmer14 %
Zeitmodelle
- Vollzeit100 %
Dauer im Markt
- mehr als 6 Monate bis 1 Jahr14×
Gemeldete Preisgruppen
- über 10.000 €14×
Häufige Kursorte
- Hamburg2×
- Berlin2×
- Köln2×
- Wiesbaden2×
- Kleve1×
- Dresden1×
Bundesländer
- Nordrhein-Westfalen3×
- Berlin2×
- Hamburg2×
- Hessen2×
- Baden-Württemberg1×
- Niedersachsen1×
Vermittelte Kompetenzen
- Azure Data Factory
- ETL-Ladeprozesse
- Delta-Last-Strategien
- Pipeline-Steuerung
- Lookup- und If-Aktivitäten
- Datenkonsistenzprüfung
- Stage- und Zielbereiche
- Protokollierung von Ladeläufen
Zugeordnete Zielberufe
- Entwicklungstechniker/Entwicklungstechnikerin320 Stellen/12 Mon.
- Data-Warehouse-Analyst/Data-Warehouse-Analystin155 Stellen/12 Mon.
- IoT-Entwickler/IoT-Entwicklerin30 Stellen/12 Mon.
- Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Umweltschutztechnik und regenerative Energien/Bachelor Professional in Technik6 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 30 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Der erste Themenblock verschafft einen Überblick über die gängigen Ladearten und ihre Einsatzgebiete. Er bildet die gedankliche Grundlage für alle weiteren Entscheidungen im Ladeprozess, denn die Wahl der Ladeart bestimmt maßgeblich Aufwand und Aktualität der Zieldaten.
- Volllast als vollständige Neuübertragung des Datenbestands
- Delta-Last zur Verarbeitung ausschließlich neuer oder geänderter Datensätze
- Append-Strategie zum reinen Anhängen neuer Datensätze
- Merge-Strategie zum kombinierten Einfügen und Aktualisieren bestehender Datensätze
- Replace-Strategie zum vollständigen Überschreiben von Zielobjekten
- Auswahlkriterien für die passende Ladeart in Abhängigkeit von Datenvolumen und Zielsystem
Der zweite Themenblock behandelt den Aufbau von Stage- und Zielbereichen. Da Rohdaten selten unmittelbar in ihre endgültige Struktur überführt werden können, kommt der sauberen Trennung einzelner Verarbeitungsschichten eine zentrale Bedeutung zu.
- Funktion klassischer Staging-Schichten als Zwischenablage vor der eigentlichen Zielstruktur
- Umgang mit Rohdaten, bevor sie ihre endgültige Form erhalten
- Übergabepunkte zwischen Stage-Bereich und klassischem Data Warehouse
- Übergabepunkte zwischen Stage-Bereich und Lakehouse-Architekturen
- Klare Trennung von Transformationslogik und reinem Ladeschritt
- Auswirkungen der Bereichstrennung auf Nachvollziehbarkeit und Fehlersuche
Der dritte Themenblock widmet sich der Steuerung des Ladeflusses selbst. Da einzelne Ladeschritte häufig voneinander abhängen, reicht es nicht, sie isoliert zu betrachten - sie müssen als zusammenhängender Ablauf geplant werden.
- Festlegung der Reihenfolge voneinander abhängiger Ladeschritte
- Einsatz von Lookup-Aktivitäten zur Prüfung von Referenzwerten vor dem eigentlichen Laden
- Einsatz von If-Aktivitäten zur bedingten Steuerung einzelner Pipeline-Zweige
- Verkettung mehrerer Aktivitäten zu einem zusammenhängenden Ladefluss
- Abbruchlogik für den Fall fehlgeschlagener Teilschritte
- Rücksetzlogik, um Zielsysteme nach einem Abbruch in einen konsistenten Zustand zurückzuführen
Der vierte Themenblock behandelt Kontrollmechanismen, die einen Ladeprozess erst betriebssicher machen. Ohne systematische Kontrolle bleiben Fehler in großen Datenmengen oft lange unbemerkt.
- Konsistenzprüfungen unmittelbar nach dem Schreibvorgang
- Systematischer Umgang mit Duplikaten im Zielbestand
- Protokollierung einzelner Ladeschritte für spätere Nachvollziehbarkeit
- Auswertung von Lauf-Protokollen zur Eingrenzung von Fehlerursachen
- Definition von Kontrollpunkten innerhalb längerer Ladepipelines
- Dokumentation der Ladeergebnisse für nachgelagerte Analyseteams
Im Praxisteil setzen die Teilnehmenden die vier Themenblöcke in eigenen Pipelines direkt in Azure Data Factory um.
- Aufbau eigener Pipelines in Azure Data Factory
- Konfiguration von Datasets und Linked Services für unterschiedliche Quell- und Zielsysteme
- Umsetzung einer Volllast-Pipeline für ein Beispielszenario
- Umsetzung einer Delta-Last-Pipeline mit einfacher Änderungserkennung
- Einrichtung einer Merge-Aktivität für ein Upsert-Szenario
- Konfiguration von Lookup-Aktivitäten zur Steuerung nachfolgender Schritte
- Einbau von If-Aktivitäten zur bedingten Verzweigung im Ladefluss
- Anlage eines Stage-Bereichs als Zwischenschicht vor dem Zielsystem
- Übergabe von Daten aus dem Stage-Bereich in eine Warehouse-Zielstruktur
- Umsetzung einfacher Konsistenzprüfungen nach dem Ladevorgang
- Erkennung und Behandlung doppelter Datensätze in einer Übungspipeline
- Einrichtung einer Protokollierung für einzelne Pipeline-Läufe
Die vier Themenblöcke bauen bewusst aufeinander auf: Wer die Ladearten aus Block eins verstanden hat, kann in Block zwei nachvollziehen, warum Stage-Bereiche überhaupt notwendig sind; wer die Steuerungsmechanismen aus Block drei beherrscht, kann die Kontrollmechanismen aus Block vier gezielt dort platzieren, wo sie den größten Nutzen bringen. Am Ende steht kein isoliertes Werkzeugwissen, sondern ein zusammenhängendes Bild davon, wie ein Ladeprozess von der Quelle bis zum kontrollierten Zielzustand durchläuft. Dieses Zusammenspiel spiegelt die tägliche Arbeit von ETL-Entwickler:innen und Data Engineers wider, die in der Praxis selten nur einzelne Kopiervorgänge einrichten, sondern für den gesamten Ladeverlauf verantwortlich sind - inklusive der Frage, was bei einem fehlgeschlagenen Lauf passiert und wie sich das betroffene Zielsystem wieder in einen sauberen Zustand bringen lässt.
Lernziele:
- Unterschiede zwischen Volllast und Delta-Last in ETL-Ladeprozessen einordnen
- Append-, Merge- und Replace-Strategien situationsgerecht auswählen
- Auswahlkriterien für die passende Ladeart je Zielsystem anwenden
- Rolle klassischer Staging-Schichten im Ladeprozess erklären
- Übergabepunkte zwischen Stage-Bereich und Data Warehouse gestalten
- Übergabepunkte zwischen Stage-Bereich und Lakehouse-Strukturen einordnen
- Transformation und eigentlichen Ladeschritt sauber voneinander trennen
- Reihenfolge abhängiger Ladeschritte in Azure Data Factory planen
- Lookup- und If-Aktivitäten zur Steuerung des Ladeflusses einsetzen
- Abbruch- und Rücksetzlogik für fehlerhafte Ladeläufe konzipieren
- Konsistenzprüfungen nach dem Schreibvorgang durchführen
- Ladeschritte nachvollziehbar protokollieren und Duplikate erkennen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an Personen, die in der Cloud-Datenverarbeitung Verantwortung für zuverlässige Ladeprozesse übernehmen wollen. Da Azure Data Factory branchenübergreifend für die Anbindung unterschiedlichster Quell- und Zielsysteme eingesetzt wird, eignet sich der Kurs sowohl für den Einstieg in die ETL-Entwicklung als auch für die gezielte Vertiefung bestehender Kenntnisse in der Ladeprozess-Steuerung.
- ETL-Entwickler:innen, die Ladeprozesse in Azure Data Factory strukturiert und nachvollziehbar gestalten möchten
- Data Engineers, die Verantwortung für stabile Ladepipelines in Cloud-Umgebungen übernehmen
- Datenbankentwickler:innen, die ihre Kenntnisse um cloudbasierte ETL-Steuerung erweitern wollen
- Data-Warehouse-Entwickler:innen, die Übergabepunkte zwischen Stage-Bereich und Zielsystem gestalten
- angehende Azure Data Engineers, die sich systematisch in Ladeprozesse mit Azure Data Factory einarbeiten
Für die Teilnahme wird eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes Studium vorausgesetzt. Ein sicherer Umgang mit dem Computer ist notwendig, da die praktischen Übungen direkt in Azure Data Factory stattfinden. Englischkenntnisse sind von Vorteil, da technische Dokumentationen und Oberflächenelemente der Plattform teilweise auf Englisch vorliegen. Tiefergehende Vorkenntnisse in Azure Data Factory selbst werden nicht vorausgesetzt, da die Grundlagen der Ladeprozess-Steuerung im Kurs systematisch aufgebaut werden.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs ist konsequent praxisorientiert aufgebaut: Auf die Einordnung eines Konzepts folgt jeweils die unmittelbare Umsetzung in Azure Data Factory, sodass Ladearten, Steuerungsmechanismen und Kontrollpunkte nicht nur besprochen, sondern selbst konfiguriert werden. Fallbeispiele mit unterschiedlichen Zielsystemen - vom klassischen Warehouse bis zum Lakehouse - verdeutlichen, dass es die eine richtige Ladestrategie nicht gibt, sondern die Wahl vom jeweiligen Szenario abhängt. Der Aufbau folgt dabei der Logik eines echten Ladeprozesses: von der Ladeart über Stage- und Zielbereiche bis zur Steuerung und Kontrolle, sodass am Ende ein vollständiges Bild entsteht statt einzelner, unverbundener Werkzeugkenntnisse.
Der Kurs gliedert sich in die vier beschriebenen Themenblöcke Ladearten, Stage- und Zielbereiche, Steuerung des Ladeflusses sowie Kontrollmechanismen, ergänzt um einen umfangreichen Praxisteil direkt in Azure Data Factory. Der Umfang ist so bemessen, dass für jeden Themenblock ausreichend Zeit für eigene Konfigurationsübungen bleibt, bevor der nächste Block darauf aufbaut. Konkrete Termin- und Taktungsangaben sind beim jeweiligen Anbieter zu erfragen.
Der Kurs schließt mit einer trägerinternen Abschlussprüfung ab, die mit einem Trägerzertifikat bestätigt wird. Eine gesonderte Bezeichnung für die Prüfung oder eine herstellerseitige Zertifizierung ist nicht hinterlegt; im Vordergrund steht der Nachweis, dass die vermittelten Ladeprozess-Kompetenzen in Azure Data Factory praktisch beherrscht werden.
Nutzen & Perspektiven
Wer Datenpipelines in der Cloud betreut, wird früher oder später mit der Frage konfrontiert, wie ein Ladeprozess robust genug wird, um täglich zuverlässig zu laufen - auch dann, wenn Quelldaten unvollständig sind oder ein Zwischenschritt fehlschlägt. Dieser Kurs setzt genau dort an: Er vermittelt kein isoliertes Werkzeugwissen zu einzelnen Aktivitäten in Azure Data Factory, sondern ein systematisches Verständnis dafür, wie Ladearten, Bereichstrennung, Ablaufsteuerung und Kontrollmechanismen zusammenwirken. Für ETL-Entwickler:innen und Data Engineers ist dieses Zusammenspiel im Berufsalltag entscheidend: Ein Ladeprozess, der nur im Idealfall funktioniert, aber bei Störungen keine nachvollziehbare Rücksetzlogik bietet, verursacht in der Praxis deutlich mehr Aufwand als eine von Anfang an sauber konzipierte Pipeline. Die im Kurs vermittelten Konzepte - von Delta-Last-Strategien bis zur Protokollierung einzelner Schritte - lassen sich unmittelbar auf reale Datenintegrationsprojekte übertragen, unabhängig davon, ob das Zielsystem ein klassisches Data Warehouse oder eine moderne Lakehouse-Architektur ist. Da Azure Data Factory in vielen Unternehmen als zentrales Werkzeug für die Cloud-Datenintegration eingesetzt wird, erweitert der Kurs die berufliche Einsatzbreite spürbar: Absolvent:innen können nicht nur einzelne Kopiervorgänge einrichten, sondern übernehmen Verantwortung für den gesamten Ladeverlauf - von der ersten Anbindung einer Quelle bis zur kontrollierten, protokollierten Übergabe an Fach- und Analyseumgebungen.
Welche Förderung passt zu dir?
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Arbeitsmarkt-Report
Umwelt-, Energie- und Qualitätsmanagement-Rollen wachsen über zwei Jahrzehnte hinweg überdurchschnittlich. CSRD/ESG-Berichtspflichten ab 2024 sorgen für zusätzlichen Aufbau in Mittelstand und Großindustrie; Auditor:innen sind aktuell knapp.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Entwicklungstechniker/Entwicklungstechnikerin320 Stellen
- Data-Warehouse-Analyst/Data-Warehouse-Analystin155 Stellen
- IoT-Entwickler/IoT-Entwicklerin30 Stellen
- Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Umweltschutztechnik und regenerative Energien/Bachelor Professional in Technik6 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Vorerfahrung mit Azure Data Factory, um teilzunehmen?
Nein, tiefergehende Vorkenntnisse in Azure Data Factory werden nicht vorausgesetzt. Die Grundlagen der Ladeprozess-Steuerung werden im Kurs systematisch aufgebaut, vorausgesetzt werden lediglich eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Studium sowie sicherer Umgang mit dem Computer.
Was ist der Unterschied zwischen Volllast und Delta-Last?
Bei der Volllast wird der komplette Datenbestand neu in das Zielsystem geladen, bei der Delta-Last werden ausschließlich neue oder geänderte Datensätze verarbeitet. Der Kurs zeigt, nach welchen Kriterien sich die passende Ladeart für ein Zielsystem auswählen lässt.
Werden auch Lakehouse-Architekturen behandelt, oder nur klassische Data Warehouses?
Beide Zielsysteme werden behandelt. Der Kurs zeigt Übergabepunkte sowohl zu klassischen Data-Warehouse-Strukturen als auch zu Lakehouse-Architekturen und macht deutlich, wie sich die Wahl des Zielsystems auf die Ladestrategie auswirkt.
Wie wird der Kurs abgeschlossen?
Der Kurs endet mit einer trägerinternen Abschlussprüfung, die mit einem Trägerzertifikat bestätigt wird. Damit wird nachgewiesen, dass die vermittelten Ladeprozess-Kompetenzen in Azure Data Factory praktisch beherrscht werden.
Für welche Berufsrollen ist dieser Kurs besonders relevant?
Der Kurs richtet sich vor allem an ETL-Entwickler:innen, Data Engineers, Datenbankentwickler:innen sowie Data-Warehouse-Entwickler:innen, die Verantwortung für stabile, kontrollierte Ladeprozesse in der Cloud übernehmen.