Brandschutzhelfer-Ausbildung nach ASR A2.2
Ausbildung zum Brandschutzhelfer nach ASR A2.2: vorbeugender Brandschutz, Verhalten im Brandfall und praktische Löschübung am Handfeuerlöscher — ohne echten Brandherd.
Auf einen Blick
Überblick
Nach der Arbeitsstättenregel ASR A2.2 muss in jedem Betrieb eine ausreichende Zahl an Beschäftigten zu Brandschutzhelfer:innen ausgebildet sein — als grobe Orientierung gilt in der Regel ein Anteil von mindestens fünf Prozent der Belegschaft, sofern die betriebliche Gefährdungsbeurteilung nichts anderes ergibt. Diese Ausbildung vermittelt genau die dafür notwendigen Kenntnisse: von den Grundregeln des betrieblichen Brandschutzes über die Funktionsweise von Feuerlöscheinrichtungen bis zum richtigen Verhalten im Ernstfall. Den Abschluss bildet eine praktische Löschübung am Handfeuerlöscher, bei der ohne echten Brandherd und ohne Umgang mit Gefahrstoffen geübt wird, wie ein Feuerlöscher im Ernstfall tatsächlich bedient wird.
Abschluss, Voraussetzungen und verfügbare Qualifizierungsangebote
Die folgenden Angaben stammen aus den diesem Kursprofil zugeordneten Bildungsangeboten. Sie zeigen, was wir erfasst haben — nicht zwingend den gesamten Markt; konkrete Preise und Termine können je Anbieter abweichen.
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zu diesem Kurs erfasst
12
diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
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an 1 erfassten Orten
1 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Teilnahmebescheinigung als Brandschutzhelfer/in nach ASR A2.2
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Präsenzunterricht2×
Zeitmodelle
- Vollzeit2×
Dauer im Markt
- bis 3 Tage2×
Gemeldete Preisgruppen
- bis 500 €2×
Häufige Kursorte
- Cottbus2×
Bundesländer
- Brandenburg2×
Vermittelte Kompetenzen
- Vorbeugender Brandschutz
- Betriebliche Brandschutzorganisation
- Umgang mit Handfeuerlöschern
- Verhalten im Brandfall
- Evakuierung und Räumung
- Brandklassen und Löschmittel
Zugeordnete Zielberufe
- Helfer/Helferin in Naturstein- und Mineralaufbereitung, Baustoffherstellung252.165 Stellen/12 Mon.
- Helfer/Helferin in der Ver- und Entsorgung252.165 Stellen/12 Mon.
- Helfer/Helferin für Maschinenbau, Betriebstechnik2.309 Stellen/12 Mon.
- Strahlenschutzingenieur/Strahlenschutzingenieurin101 Stellen/12 Mon.
- Rettungsdiensthelfer/Rettungsdiensthelferin70 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 12 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Block 1 — Grundlagen des betrieblichen Brandschutzes Dieser Block schafft die fachliche Basis: Was zählt zum vorbeugenden Brandschutz, und wie ist Brandschutz in einem Betrieb organisatorisch verankert?
- Grundregeln des vorbeugenden Brandschutzes im Arbeitsalltag
- Aufgabenverteilung zwischen Unternehmer:in, Brandschutzbeauftragten und Brandschutzhelfer:innen
- Betriebliche Brandschutzorganisation und Zuständigkeiten
- Kennzeichnung von Flucht- und Rettungswegen
- Freihaltung von Notausgängen und Löscheinrichtungen im Arbeitsalltag
- Rolle der Brandschutzhelfer:innen im Zusammenspiel mit externen Einsatzkräften
Block 2 — Brandgefahren und Löscheinrichtungen Dieser Block widmet sich der Frage, wie Brände entstehen und mit welchen Mitteln sie sich im Anfangsstadium bekämpfen lassen.
- Typische Gefahren und Ursachen von Bränden im Betrieb
- Ablauf eines Brandes vom Entstehen bis zur Ausbreitung
- Brandklassen und die Zuordnung geeigneter Löschmittel
- Aufbau und Funktionsweise unterschiedlicher Handfeuerlöscher
- Weitere Feuerlöscheinrichtungen im Betrieb (etwa Wandhydranten)
- Grenzen der Selbsthilfe und Zeitpunkt für den Rückzug
Block 3 — Verhalten im Brandfall Im Ernstfall zählt vor allem richtiges, schnelles Verhalten. Dieser Block bereitet gezielt auf diese Situation vor.
- Alarmierung und Meldewege im eigenen Betrieb
- Eigenschutz vor Löschversuchen im Ernstfall
- Veranlassung der Räumung des eigenen Zuständigkeitsbereichs
- Begleitung von Mitarbeitenden zum festgelegten Sammelplatz
- Kommunikation mit Einsatzkräften bei deren Eintreffen
- Nachbereitung und Meldung eines Brandereignisses im Betrieb
Praxisblock — Löschübung und praktische Anwendung Den Abschluss bildet eine praktische Übung, in der die theoretischen Inhalte unmittelbar am Gerät angewendet werden — ohne dass dabei ein echter Brandherd entsteht oder mit Gefahrstoffen umgegangen wird.
- Handhabung eines Handfeuerlöschers im praktischen Übungseinsatz
- Richtige Körperhaltung und Abstand beim Löschversuch
- Löschtechnik je nach Brandklasse und Löschmitteltyp
- Zusammenspiel von Alarmierung, Löschversuch und Räumung in einer Übungssituation
- Verhalten bei mehreren gleichzeitig betroffenen Bereichen
- Rückschau der eigenen Reaktionsfähigkeit in der simulierten Situation
Die Ausbildung ist bewusst kompakt und alltagsnah aufgebaut: Brandschutzhelfer:innen sollen im Ernstfall nicht lange überlegen müssen, sondern über eingeübte, klare Handlungsschritte verfügen — von der Alarmierung über den kontrollierten Löschversuch bis zur geordneten Räumung. Damit unterscheidet sich die Rolle der Brandschutzhelfer:innen deutlich von der professioneller Einsatzkräfte: Es geht nicht um die Bekämpfung größerer Brände, sondern um schnelles, richtiges Handeln in der Anfangsphase sowie um die Unterstützung von Unternehmer:in und Brandschutzbeauftragten im betrieblichen Alltag.
Lernziele:
- Die Aufgaben von Brandschutzhelfer:innen im betrieblichen Kontext benennen
- Grundregeln des vorbeugenden Brandschutzes im eigenen Arbeitsbereich anwenden
- Die betriebliche Brandschutzorganisation und ihre Zuständigkeiten einordnen
- Funktion und Wirkungsweise unterschiedlicher Feuerlöscheinrichtungen erklären
- Typische Brandursachen und Brandgefahren im eigenen Arbeitsbereich erkennen
- Die unterschiedlichen Brandklassen und passende Löschmittel zuordnen
- Sich im Brandfall selbst sicher verhalten und andere Personen warnen
- Die Räumung des eigenen Zuständigkeitsbereichs im Ernstfall veranlassen
- Mitarbeitende geordnet zum festgelegten Sammelplatz begleiten
- Die Zusammenarbeit mit Unternehmer:in und Brandschutzbeauftragten einordnen
- Einen Handfeuerlöscher im Ernstfall korrekt bedienen
- Die eigene Rolle als Brandschutzhelfer:in von der der Feuerwehr klar abgrenzen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Ausbildung richtet sich an Beschäftigte, die im Betrieb die nach ASR A2.2 vorgeschriebene Funktion der Brandschutzhelfer:innen übernehmen sollen. Da die Regelung praktisch jeden Betrieb ab einer gewissen Größe betrifft, ist der Teilnehmendenkreis entsprechend breit gefächert und reicht von gewerblichen Tätigkeiten bis zur Verwaltung.
- Mitarbeitende, die von ihrem Betrieb zu Brandschutzhelfer:innen benannt werden
- Personen mit organisatorischer Verantwortung, die den betrieblichen Brandschutz mit aufbauen möchten
- Neu eingestellte Fach- und Führungskräfte, die diese Zusatzfunktion übernehmen
- Beschäftigte, die sich für Aufgaben im Bereich Arbeitssicherheit interessieren
- Betriebe, die ihre Pflichtquote an ausgebildeten Brandschutzhelfer:innen erstmals aufbauen oder auffrischen
Besondere fachliche Vorkenntnisse sind für die Ausbildung nicht erforderlich. Vorausgesetzt wird lediglich die körperliche Fähigkeit, an der praktischen Löschübung mit dem Handfeuerlöscher teilzunehmen, sowie die Bereitschaft, im Ernstfall organisatorische Verantwortung für den eigenen Zuständigkeitsbereich zu übernehmen. Da die Rolle im Alltag meist zusätzlich zur eigentlichen Tätigkeit ausgeübt wird, ist außerdem die Bereitschaft wichtig, die erlernten Handlungsschritte auch nach der Ausbildung gedanklich präsent zu halten.
Ablauf & Abschluss
Die Ausbildung findet in Vollzeit als Präsenzunterricht statt. Auf kompakte theoretische Einheiten zu Brandschutzorganisation, Löscheinrichtungen und Verhalten im Brandfall folgt eine praktische Löschübung, in der das Gelernte unmittelbar am Handfeuerlöscher angewendet wird. Die Gruppengröße ist bewusst überschaubar gehalten, damit jede teilnehmende Person tatsächlich selbst zum Löschgerät greift, statt der Übung nur zuzusehen.
Die Ausbildung ist als kompakte Präsenzveranstaltung in Vollzeit organisiert und bewusst so knapp gehalten, dass sie sich ohne größere Unterbrechung des Betriebsablaufs in den Arbeitsalltag einfügen lässt. Der genaue zeitliche Rahmen richtet sich nach dem gebuchten Termin.
Nach Teilnahme an Theorie und praktischer Löschübung erhalten Teilnehmende eine Teilnahmebescheinigung, die die Qualifikation als Brandschutzhelfer:in nach ASR A2.2 dokumentiert.
Nutzen & Perspektiven
Die Ausbildung zum Brandschutzhelfer bzw. zur Brandschutzhelferin erfüllt eine gesetzlich verankerte betriebliche Anforderung und ist zugleich eine der praxisnächsten Sicherheitsqualifikationen überhaupt: Wer sie durchläuft, weiß im Ernstfall tatsächlich, was zu tun ist, statt nur theoretisch davon gehört zu haben. Für Beschäftigte ist die Zusatzfunktion zudem eine sichtbare Übernahme von Verantwortung im Betrieb, die über die eigentliche Stellenbeschreibung hinausgeht — ein Aspekt, der sich auch im internen beruflichen Profil positiv bemerkbar macht, ohne dass dafür ein separates Studium oder eine lange Ausbildung nötig wäre. Da die praktische Löschübung direkt am Gerät stattfindet, bleibt das Gelernte deutlich greifbarer als reines Faktenwissen: Die Sicherheit im Umgang mit einem Handfeuerlöscher, einmal eingeübt, steht im Ernstfall unmittelbar zur Verfügung — unabhängig davon, wie lange die Ausbildung zurückliegt. Auch für den Betrieb als Ganzes zahlt sich die Ausbildung aus: Eine sichtbar aufgestellte Gruppe geschulter Brandschutzhelfer:innen erleichtert es Unternehmer:in und Brandschutzbeauftragten, die eigene Organisation im Ernstfall geordnet zu steuern, statt im Zweifel improvisieren zu müssen. Wer die Rolle einmal übernommen hat, bringt dieses Verständnis zudem in andere Bereiche der betrieblichen Sicherheitskultur ein, etwa bei der Einschätzung von Fluchtwegen oder der Diskussion um neue Löscheinrichtungen.
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Arbeitsmarkt-Report
Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Helfer/Helferin in Naturstein- und Mineralaufbereitung, Baustoffherstellung252.165 Stellen
- Helfer/Helferin in der Ver- und Entsorgung252.165 Stellen
- Helfer/Helferin für Maschinenbau, Betriebstechnik2.309 Stellen
- Strahlenschutzingenieur/Strahlenschutzingenieurin101 Stellen
- Rettungsdiensthelfer/Rettungsdiensthelferin70 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was macht ein Brandschutzhelfer im Betrieb?
Brandschutzhelfer:innen unterstützen Unternehmer:in und Brandschutzbeauftragte dabei, Brandgefahren abzuwenden. Im Brandfall veranlassen sie die Räumung ihres Zuständigkeitsbereichs und begleiten Mitarbeitende zum Sammelplatz.
Ist eine praktische Löschübung Teil der Ausbildung?
Ja, den Abschluss bildet eine praktische Übung an einem Handfeuerlöscher, bei der ohne echten Brandherd und ohne Umgang mit Gefahrstoffen geübt wird.
Brauche ich Vorkenntnisse für die Teilnahme?
Nein, besondere fachliche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Vorausgesetzt wird lediglich die körperliche Fähigkeit zur Teilnahme an der praktischen Löschübung.
Ersetzt die Ausbildung die Feuerwehr im Ernstfall?
Nein, Brandschutzhelfer:innen sind für schnelles, richtiges Handeln in der Anfangsphase eines Brandes zuständig, nicht für die Bekämpfung größerer Brände. Diese Aufgabe bleibt professionellen Einsatzkräften vorbehalten.
Welchen Nachweis erhalte ich nach der Ausbildung?
Sie erhalten eine Teilnahmebescheinigung, die Ihre Qualifikation als Brandschutzhelfer:in nach ASR A2.2 dokumentiert.