Technik & Ingenieurwesen
elektrotechnik

EuP: Elektrotechnisch unterwiesene Person – Weiterbildung

Fachkunde zur Elektrotechnisch unterwiesenen Person (EuP) nach DGUV Vorschrift 3: Gefahrenbewusstsein und sicheres Verhalten für Beschäftigte ohne elektrotechnische Ausbildung.

Auf einen Blick

DauerKompaktes CurriculumØ am Markt
Formatflexibelflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Diese Weiterbildung qualifiziert zur Elektrotechnisch unterwiesenen Person (EuP) gemäß DGUV Vorschrift 3 – einer Fachkunde für Beschäftigte ohne elektrotechnische Ausbildung, die im Rahmen ihrer betrieblichen Aufgaben in der Nähe elektrischer Anlagen arbeiten oder von einer Elektrofachkraft angewiesene, einfache Tätigkeiten an elektrischen Betriebsmitteln ausführen. Anders als die Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten handelt eine EuP stets im Rahmen einer vorherigen Unterweisung durch eine Elektrofachkraft und übernimmt keine eigenverantwortliche Prüf- oder Freigabeverantwortung. Im Mittelpunkt stehen Gefahrenbewusstsein, sicheres Verhalten und die klare Kenntnis der eigenen Grenzen.

Berufliche FachweiterbildungInhaltsstand 10.07.2026

Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen

Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.

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Anbieter

1

zu diesem Kurs erfasst

Angebote

30

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Kommende Termine

0

an 1 erfassten Orten

Regionen

1 Bundesländer

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

Nachweis der EuP-Fachkunde gemäß DGUV Vorschrift 3

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Lernformen

  • Seminar

Zeitmodelle

  • Vollzeit

Dauer im Markt

  • bis 3 Tage

Gemeldete Preisgruppen

  • bis 500 €

Häufige Kursorte

  • Mainz am Rhein

Bundesländer

  • Rheinland-Pfalz

Vermittelte Kompetenzen

  • DGUV Vorschrift 3
  • Grundlagen der Elektrotechnik
  • DIN VDE 0105-100
  • Erste Hilfe bei Stromunfällen
  • DIN VDE 1000-10

Zugeordnete Zielberufe

  • Elektrotechnik (grundständig)61.679 Stellen/12 Mon.
  • Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten4.076 Stellen/12 Mon.
  • Wartungstechniker/in1.222 Stellen/12 Mon.
  • Servicemonteur/Servicemonteurin für Windenergieanlagentechnik465 Stellen/12 Mon.
  • Betriebsmitarbeiter/in mit Elektroaufgaben409 Stellen/12 Mon.
  • Elektrotechnisch unterwiesene Person (EuP)2 Stellen/12 Mon.

Datenbasis: 30 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Das erste Modul vermittelt elektrotechnisches Grundwissen und ein grundlegendes Gefahrenbewusstsein für Personen ohne elektrotechnische Ausbildung.

  • Grundbegriffe der Elektrotechnik wie Spannung, Strom und Stromkreis
  • Wirkungen elektrischen Stroms auf den menschlichen Körper
  • Typische Gefahrenquellen an elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln
  • Erkennen offensichtlicher äußerer Schäden an elektrischen Geräten
  • Bedeutung von Isolierung, Abdeckungen und Schutzeinrichtungen
  • Einordnung, warum bereits geringe Ströme gefährlich sein können

Das zweite Modul behandelt die rechtlich-normativen Grundlagen der EuP-Qualifikation nach DGUV Vorschrift 3, DIN VDE 0105-100 und DIN VDE 1000-10.

  • Aufbau und Zielsetzung der DGUV Vorschrift 3 für elektrotechnisch unterwiesene Personen
  • Anforderungen der DIN VDE 0105-100 an den Betrieb elektrischer Anlagen
  • Vorgaben der DIN VDE 1000-10 zur Qualifikation elektrotechnisch unterwiesener Personen
  • Klare Abgrenzung der EuP von der Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten
  • Rolle der wiederkehrenden Unterweisung durch eine Elektrofachkraft
  • Dokumentation von Unterweisungen und zugewiesenen Tätigkeiten

Das dritte Modul vermittelt sicheres Verhalten im Umgang mit elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln im betrieblichen Alltag.

  • Sicheres Verhalten in der Nähe elektrischer Anlagen und Schaltschränke
  • Zulässige und unzulässige Handgriffe an elektrischen Betriebsmitteln
  • Umgang mit beschädigten oder auffälligen elektrischen Geräten
  • Meldewege bei erkannten elektrischen Gefahren oder Mängeln
  • Verhalten bei Arbeiten in unmittelbarer Nähe unter Spannung stehender Teile
  • Grenzen der eigenen Tätigkeit gegenüber weitergehenden elektrotechnischen Arbeiten

Das vierte Modul widmet sich der Ersten Hilfe bei Stromunfällen als praktischer Handlungssicherheit im Notfall.

  • Erkennen typischer Symptome nach einem Stromunfall
  • Sofortschritte zur Eigen- und Fremdrettung bei Stromunfällen
  • Absicherung der Unfallstelle vor weiteren elektrischen Gefahren
  • Alarmierung von Rettungsdiensten und internen Stellen
  • Verhalten bis zum Eintreffen professioneller Hilfe
  • Vorbeugende Handlungsschritte zur Vermeidung von Stromunfällen im Arbeitsalltag

Der Praxisblock überträgt Gefahrenbewusstsein und sicheres Verhalten auf konkrete Arbeitssituationen.

  • Erkennen offensichtlicher Mängel an einem Übungsgerät
  • Einordnung eines Beispielszenarios in die Grenzen der eigenen EuP-Qualifikation
  • Simulation einer Unterweisung durch eine Elektrofachkraft vor einer zugewiesenen Tätigkeit
  • Übung sicheren Verhaltens in der Nähe eines Übungs-Schaltschranks
  • Meldung eines festgestellten Mangels über den korrekten betrieblichen Weg
  • Diskussion von Praxisbeispielen aus Haustechnik, Wartung und Reinigung
  • Übung von Erste-Hilfe-Handlungsschritte bei einem simulierten Stromunfall
  • Absicherung eines simulierten Unfallorts vor weiteren elektrischen Gefahren
  • Unterscheidung zulässiger und unzulässiger Tätigkeiten anhand von Fallbeispielen
  • Erarbeitung einer persönlichen Merkliste für den sicheren Arbeitsalltag
  • Rollenspiel zur Kommunikation mit einer Elektrofachkraft bei Unsicherheiten
  • Abschließende Lernstandskontrolle zu allen vier Themenfeldern

Die vier Module bauen bewusst aufeinander auf: elektrotechnisches Grundwissen, die normativen Grenzen der EuP-Qualifikation, sicheres Verhalten im Arbeitsalltag sowie Erste Hilfe im Ernstfall. Anders als bei der Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten liegt der Schwerpunkt durchgehend auf Gefahrenerkennung und korrektem Verhalten, nicht auf eigenverantwortlicher Prüf- oder Freigabetätigkeit. Am Ende der Weiterbildung können Teilnehmende Gefahren durch elektrischen Strom erkennen, sich in der Nähe elektrischer Anlagen sicher verhalten, nach entsprechender Unterweisung zugewiesene einfache Tätigkeiten ausführen und im Notfall angemessen reagieren.

Lernziele:

  • Grundbegriffe der Elektrotechnik für den sicheren Umgang mit elektrischen Anlagen verstehen
  • Gefahren durch elektrischen Strom für Personen und Betriebsmittel einschätzen
  • Die Anforderungen der DGUV Vorschrift 3 an elektrotechnisch unterwiesene Personen einordnen
  • Die Vorgaben der DIN VDE 0105-100 zum Betrieb elektrischer Anlagen anwenden
  • Die Anforderungen der DIN VDE 1000-10 an die EuP-Qualifikation verstehen
  • Den Status der EuP klar von einer Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten abgrenzen
  • Nur nach vorheriger Unterweisung konkret zugewiesene Tätigkeiten ausführen
  • Elektrische Betriebsmittel auf offensichtliche äußere Mängel erkennen
  • Sicheres Verhalten in der Nähe elektrischer Anlagen und Betriebsmittel zeigen
  • Erkennen, wann eine Tätigkeit die Grenzen der eigenen Unterweisung übersteigt
  • Erste-Hilfe-Handlungsschritte bei Stromunfällen sicher anwenden
  • Meldewege bei erkannten elektrischen Gefahren korrekt einhalten

Zielgruppe & Voraussetzungen

Die Weiterbildung richtet sich an Mitarbeitende ohne elektrotechnische Fachausbildung, die betriebsbedingt Arbeiten an elektrischen Betriebsmitteln durchführen oder in der Nähe elektrischer Anlagen tätig sind, etwa Haustechniker/innen, Schlosser/innen, Monteure, Mechaniker/innen, Sicherheitsbeauftragte, Facharbeiter/innen kommunaler Betriebe oder Reinigungskräfte für elektrische Anlagen und Betriebsmittel.

  • Haustechniker/innen und Facility-Mitarbeitende mit Berührungspunkten zu elektrischen Anlagen
  • Schlosser/innen, Monteure und Mechaniker/innen ohne elektrotechnische Ausbildung
  • Sicherheitsbeauftragte, die elektrische Gefahren im Betrieb einschätzen müssen
  • Facharbeiter/innen kommunaler Betriebe mit gelegentlichem Elektrobezug
  • Reinigungskräfte, die in der Nähe elektrischer Anlagen und Betriebsmittel arbeiten
Voraussetzungen:

Eine elektrotechnische Fachausbildung ist für die Teilnahme nicht erforderlich und wird durch diese Qualifizierung auch nicht ersetzt. Vorausgesetzt wird lediglich die Bereitschaft, sich mit den Grundlagen der Elektrotechnik sowie mit sicherem Verhalten in der Nähe elektrischer Anlagen auseinanderzusetzen.

Ablauf & Abschluss

Der Unterricht verbindet kompakte theoretische Einheiten zu Gefahren, Normen und Verhaltensregeln mit praktischen Übungen an Beispielgeräten und Fallszenarien aus Haustechnik, Wartung und Reinigung. Ein durchgehender Schwerpunkt liegt darauf, die eigenen Handlungsgrenzen als EuP klar zu erkennen und einzuhalten.

Die Weiterbildung vermittelt in einem kompakten Curriculum die vier Themenfelder Elektrotechnik-Grundwissen, rechtlich-normative Grundlagen, sicheres Verhalten im Arbeitsalltag sowie Erste Hilfe bei Stromunfällen.

Die Weiterbildung schließt mit einem Nachweis der EuP-Fachkunde gemäß DGUV Vorschrift 3 ab. Es handelt sich um eine anbieterseitige Qualifizierungsbestätigung für elektrotechnisch unterwiesene Personen, nicht um eine elektrotechnische Berufsausbildung und nicht um die weitergehende Qualifikation einer Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten.

Nutzen & Perspektiven

Der besondere Wert dieser Weiterbildung liegt darin, Beschäftigten ohne elektrotechnische Ausbildung genau das Gefahrenbewusstsein und Verhaltenswissen zu vermitteln, das für ihre alltäglichen Berührungspunkte mit elektrischen Anlagen tatsächlich benötigt wird – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das schützt sowohl die Beschäftigten selbst als auch den Betrieb vor Risiken durch unsachgemäßes Verhalten in der Nähe elektrischer Betriebsmittel. Die klare Abgrenzung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten sorgt dafür, dass Teilnehmende genau wissen, wann sie eine Tätigkeit selbst nach Unterweisung ausführen dürfen und wann eine Elektrofachkraft hinzugezogen werden muss. Diese Klarheit über die eigenen Grenzen ist ein zentraler Sicherheitsgewinn für den gesamten Betrieb. Für den weiteren beruflichen Weg stärkt diese Qualifizierung die Einsatzfähigkeit als Wartungstechniker/in oder Betriebsmitarbeiter/in mit Elektroaufgaben in nahezu allen gewerblichen und kommunalen Bereichen, in denen Beschäftigte regelmäßig in der Nähe elektrischer Anlagen arbeiten, ohne selbst Elektrofachkräfte zu sein.

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Arbeitsmarkt-Report

Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.

Einstieg (0-2 J.):38.000–46.000 €
Mittel (3-7 J.):50.000–65.000 €
Senior (8+ J.):68.000–88.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Elektrotechnik (grundständig)
    61.679 Stellen
  • Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten
    4.076 Stellen
  • Wartungstechniker/in
    1.222 Stellen
  • Servicemonteur/Servicemonteurin für Windenergieanlagentechnik
    465 Stellen
  • Betriebsmitarbeiter/in mit Elektroaufgaben
    409 Stellen
  • Elektrotechnisch unterwiesene Person (EuP)
    2 Stellen

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen einer EuP und einer Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten?

Eine EuP handelt stets im Rahmen einer vorherigen Unterweisung durch eine Elektrofachkraft und übernimmt keine eigenverantwortliche Prüf- oder Freigabetätigkeit, während die Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten definierte Aufgaben eigenständig ausführen darf.

Brauche ich eine elektrotechnische Ausbildung, um teilzunehmen?

Nein, eine elektrotechnische Fachausbildung ist nicht erforderlich und wird durch diese Qualifizierung auch nicht ersetzt. Die Grundlagen werden im ersten Modul von Grund auf vermittelt.

Darf ich als EuP eigenständig elektrische Geräte prüfen?

Nein, eine EuP führt ausschließlich vorab konkret zugewiesene, angeleitete Tätigkeiten aus. Eigenständige Prüfungen elektrischer Betriebsmittel sind der Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten oder einer vollqualifizierten Elektrofachkraft vorbehalten.

Für welche Berufsgruppen ist diese Qualifizierung besonders relevant?

Sie ist besonders relevant für Haustechniker/innen, Monteure, Mechaniker/innen, Sicherheitsbeauftragte und Reinigungskräfte, die regelmäßig in der Nähe elektrischer Anlagen arbeiten, ohne selbst elektrotechnisch ausgebildet zu sein.

Welchen Abschluss erhalte ich?

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