KI und Machine Learning für Ingenieure – Weiterbildung
Künstliche Intelligenz und Machine Learning für Ingenieure: von Datenanalyse-Grundlagen über zentrale ML-Verfahren bis zu Anwendungen wie vorausschauender Wartung und Qualitätskontrolle.
Auf einen Blick
Überblick
Künstliche Intelligenz und Machine Learning verändern zunehmend, wie in technischen Berufen mit Daten gearbeitet wird: Sensordaten aus Produktionsanlagen, Messreihen aus der Qualitätssicherung oder Betriebsdaten aus dem Anlagenbetrieb lassen sich heute automatisiert auswerten, statt sie nur manuell zu sichten. Diese Weiterbildung vermittelt Ingenieurinnen und Ingenieuren sowie technisch interessierten Quereinsteigenden die Grundlagen der Datenanalyse und des maschinellen Lernens und zeigt, wie sich diese Methoden in typischen technischen Anwendungsfeldern einsetzen lassen – etwa bei der vorausschauenden Wartung, der automatisierten Qualitätskontrolle oder der Optimierung von Produktionsprozessen. Teilnehmende lernen, große Datenmengen zu strukturieren, Muster und Trends zu erkennen und einfache Machine-Learning-Modelle für konkrete technische Fragestellungen aufzusetzen.
Kompetenzen, Lernformen und Angebote für dieses Praxistraining
Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.
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1
an 3 Standorten
24
diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
0
an 10 erfassten Orten
4 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerzertifikat, teils mit Abschlussprüfung
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Hybrid Learning100 %
Zeitmodelle
- Vollzeit100 %
Dauer im Markt
- mehr als 6 Monate bis 1 Jahr13×
Gemeldete Preisgruppen
- über 10.000 €13×
Häufige Kursorte
- Duisburg3×
- Leipzig2×
- Dortmund1×
- Hamburg1×
- Kleve1×
- Hannover1×
Bundesländer
- Nordrhein-Westfalen7×
- Sachsen3×
- Niedersachsen2×
- Hamburg1×
Vermittelte Kompetenzen
- Machine Learning
- Datenanalyse
- Python-Grundlagen
- Predictive Maintenance
- Bildbasierte Qualitätskontrolle
- Prozessoptimierung
- Künstliche Intelligenz
Zugeordnete Zielberufe
- Machine Learning Engineer1.150 Stellen/12 Mon.
- Ingenieur/Ingenieurin für technische Informatik469 Stellen/12 Mon.
- Ingenieurinformatiker/Ingenieurinformatikerin165 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 24 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Das erste Modul schafft die Grundlage für den Umgang mit technischen Daten und zeigt, wie sich Rohdaten aus Sensoren, Messreihen und Betriebsprotokollen für die weitere Analyse aufbereiten lassen.
- Herkunft und Struktur typischer technischer Datenquellen
- Bereinigung und Aufbereitung von Mess- und Sensordaten
- Deskriptive Statistik zur ersten Einordnung von Datensätzen
- Umgang mit unstrukturierten Daten aus Betriebsprotokollen
- Visualisierung technischer Daten zur Mustererkennung
- Abgrenzung von Datenanalyse, Data Science und Machine Learning
Das zweite Modul führt in die zentralen Verfahren des maschinellen Lernens ein und schafft ein Verständnis dafür, welches Verfahren für welche technische Fragestellung geeignet ist.
- Unterscheidung von überwachtem und unüberwachtem Lernen
- Regressions- und Klassifikationsmodelle im technischen Kontext
- Clusterverfahren zur Gruppierung technischer Daten
- Bewertung der Modellgüte anhand geeigneter Kennzahlen
- Vermeidung von Überanpassung bei kleinen technischen Datensätzen
- Grenzen und Fehlerquellen beim Einsatz von Machine Learning
Das dritte Modul überträgt die methodischen Grundlagen auf konkrete Anwendungsfelder, die im ingenieurtechnischen Alltag zunehmend an Bedeutung gewinnen.
- Vorausschauende Wartung auf Basis von Sensor- und Betriebsdaten
- Automatisierte Qualitätskontrolle mit bildbasierten Verfahren
- Optimierung von Produktionsprozessen durch Datenauswertung
- Digitale Zwillinge als Anwendungsfeld datenbasierter Modelle
- Auswertung von Prozess- und Anlagendaten für Entscheidungsgrundlagen
- Grenzen des Einsatzes von KI in sicherheitskritischen technischen Systemen
Das vierte Modul vermittelt die programmiertechnischen Grundlagen, um Datenanalyse und Machine Learning im technischen Arbeitsalltag praktisch umzusetzen.
- Grundlagen der Programmierung für die Datenanalyse
- Einsatz gängiger Bibliotheken zur Datenverarbeitung
- Aufbau einfacher, wiederholbarer Analyse-Workflows
- Automatisierung wiederkehrender Auswertungsschritte
- Dokumentation von Analyseschritten für Nachvollziehbarkeit
- Zusammenarbeit mit Fachabteilungen bei der Umsetzung datenbasierter Optimierungen
Der Praxisblock führt die vier Themenfelder in konkreten Übungen an technischen Beispieldatensätzen zusammen.
- Aufbereitung eines Beispieldatensatzes aus einer technischen Anlage
- Deskriptive Analyse und Visualisierung von Sensordaten
- Aufbau eines einfachen Regressionsmodells zur Vorhersage eines technischen Werts
- Entwicklung eines Klassifikationsmodells zur Fehlererkennung
- Clusteranalyse zur Gruppierung ähnlicher Betriebszustände
- Simulation eines Anwendungsfalls zur vorausschauenden Wartung
- Bewertung eines bildbasierten Verfahrens zur Qualitätskontrolle
- Analyse von Prozessdaten zur Identifikation von Optimierungspotenzial
- Automatisierung eines wiederkehrenden Auswertungsschritts
- Dokumentation eines vollständigen Analyseprojekts
- Aufbereitung der Ergebnisse für eine fachfremde Zielgruppe
- Präsentation eines technischen Optimierungsvorschlags auf Datenbasis
Die vier Module sind so aufgebaut, dass technisches Grundverständnis, methodisches Wissen und konkrete Anwendungsfälle ineinandergreifen: Wer die Grundlagen der Datenanalyse beherrscht, kann die im zweiten Modul vermittelten ML-Verfahren gezielter einsetzen und deren Ergebnisse im dritten Modul realistisch einordnen. Am Ende der Weiterbildung können Teilnehmende technische Datensätze eigenständig aufbereiten, geeignete Machine-Learning-Verfahren auswählen und deren Ergebnisse für typische ingenieurtechnische Fragestellungen wie Wartung, Qualitätskontrolle und Prozessoptimierung nutzbar machen.
Lernziele:
- Große und teils unstrukturierte Datenmengen aus technischen Prozessen systematisch aufbereiten
- Grundlegende Verfahren der explorativen Datenanalyse anwenden
- Muster und Trends in Mess- und Sensordaten erkennen
- Grundprinzipien überwachten und unüberwachten Lernens unterscheiden und einordnen
- Einfache Machine-Learning-Modelle für technische Fragestellungen aufsetzen
- Einsatzmöglichkeiten von KI und ML bei der vorausschauenden Wartung einordnen
- Grundlagen der automatisierten Qualitätskontrolle mit Bilddaten verstehen
- Prozessdaten zur Optimierung von Produktionsabläufen nutzen
- Programmiergrundlagen für die Datenanalyse in technischen Projekten anwenden
- Wiederkehrende Analyseaufgaben mit einfachen Automatisierungen unterstützen
- Ergebnisse von ML-Modellen fachlich einordnen und für Entscheidungen aufbereiten
- In der Zusammenarbeit mit angrenzenden Fachabteilungen datenbasierte Optimierungsvorschläge einbringen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung richtet sich an Ingenieurinnen und Ingenieure sowie an Quereinsteigende und Fachkräfte aus angrenzenden technischen Bereichen, die künftig mit Daten, Machine Learning und KI-gestützten Verfahren arbeiten möchten.
- Ingenieurinnen und Ingenieure mit Interesse an datenbasierten Arbeitsweisen
- Quereinsteigende aus technischen oder naturwissenschaftlichen Berufen
- Fachkräfte aus Produktion, Qualitätssicherung oder Instandhaltung
- Personen, die Machine Learning erstmals praxisnah kennenlernen möchten
Formale Abschlüsse sind für die Teilnahme nicht erforderlich. Hilfreich sind Interesse an Daten, analytischem Denken und digitalen Anwendungen sowie eine gewisse technische Affinität. Erste Erfahrungen mit Datenanalyse oder der Programmiersprache Python erleichtern den Einstieg, werden aber ebenso wenig vorausgesetzt wie vertiefte Mathematik- oder Machine-Learning-Kenntnisse, da beide Themenfelder im Kurs von Grund auf aufgebaut werden.
Ablauf & Abschluss
Die Weiterbildung verbindet die Vermittlung methodischer Grundlagen mit der direkten Anwendung an technischen Beispieldaten, sodass abstrakte ML-Konzepte unmittelbar an konkreten Ingenieurfragestellungen nachvollzogen werden. Programmierübungen und Auswertungsaufgaben wechseln sich mit der fachlichen Einordnung der Ergebnisse ab, damit Teilnehmende nicht nur Modelle aufsetzen, sondern deren Aussagekraft für technische Entscheidungen realistisch einschätzen lernen.
Das Curriculum ist modular aufgebaut und deckt die vier Themenfelder Datenanalyse, Machine-Learning-Grundlagen, technische Anwendungsfelder und Programmierung in einem zusammenhängenden Ablauf ab. Der genaue zeitliche Umfang variiert je nach Anbieter.
Die Weiterbildung schließt mit einem trägerinternen Zertifikat zu Künstliche Intelligenz und Machine Learning für Ingenieure ab, bei einigen Anbietern ergänzt um eine Abschlussprüfung. Eine staatliche Prüfung oder Kammerzertifizierung ist damit nicht verbunden; bestätigt werden die im Kurs erworbenen Kenntnisse aus Sicht des Anbieters.
Nutzen & Perspektiven
Diese Weiterbildung verbindet Data-Science-Grundlagen gezielt mit konkreten ingenieurtechnischen Anwendungsfeldern. Statt Machine Learning nur abstrakt zu vermitteln, wird der Bezug zu Sensordaten, Wartungsprozessen und Qualitätskontrolle durchgehend hergestellt, sodass die erlernten Methoden im technischen Berufsalltag unmittelbar einordbar sind. Für Ingenieurinnen und Ingenieure eröffnet sich damit ein Zugang zu einem Themenfeld, das in produzierenden Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnt: Predictive Maintenance, automatisierte Qualitätskontrolle und datenbasierte Prozessoptimierung setzen technisches Verständnis und methodisches Datenwissen gleichermaßen voraus. Wer beides verbindet, kann in interdisziplinären Projekten zwischen IT, Data Science und klassischer Ingenieurpraxis vermitteln. Für den weiteren beruflichen Weg eröffnet die Weiterbildung Perspektiven in Richtung Data Scientist, Machine Learning Engineer oder spezialisierter KI-Ingenieur, ohne dass ein separates Studium der Informatik notwendig wird. Besonders gefragt ist die Fähigkeit, technisches Fachwissen mit einer datenbasierten Arbeitsweise zu verbinden und daraus konkrete Verbesserungen für Produktion, Wartung und Qualität abzuleiten.
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Arbeitsmarkt-Report
Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Machine Learning Engineer1.150 Stellen
- Ingenieur/Ingenieurin für technische Informatik469 Stellen
- Ingenieurinformatiker/Ingenieurinformatikerin165 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Programmiervorkenntnisse für den Kurs?
Nein, Programmiergrundlagen für die Datenanalyse werden im vierten Modul vermittelt. Erste Erfahrungen mit Python erleichtern den Einstieg, sind aber keine Voraussetzung.
Welche technischen Anwendungsfelder werden behandelt?
Der Kurs behandelt unter anderem vorausschauende Wartung, automatisierte Qualitätskontrolle mit Bilddaten und die datenbasierte Optimierung von Produktionsprozessen.
Richtet sich die Weiterbildung nur an ausgebildete Ingenieurinnen und Ingenieure?
Nein, auch Quereinsteigende und Fachkräfte aus angrenzenden technischen Bereichen wie Produktion oder Qualitätssicherung können teilnehmen, formale Abschlüsse sind nicht erforderlich.
Was ist der Unterschied zwischen Datenanalyse und Machine Learning im Kurs?
Die Datenanalyse liefert die Grundlage für die Aufbereitung und Auswertung technischer Daten, während Machine Learning darauf aufbauend Muster erkennt und Vorhersagemodelle für technische Fragestellungen entwickelt.
Welchen Abschluss erhalte ich?
Sie erhalten ein trägerinternes Zertifikat, bei einigen Anbietern ergänzt um eine Abschlussprüfung.