Kaufmännisch, HR & Vertrieb
recht compliance

Produkt- und Produzentenhaftung kompakt – Weiterbildung

Kompaktseminar zu Produkt- und Produzentenhaftung: Haftungsrecht, Beweisrecht und Produktrückruf verständlich für Führungskräfte und Qualitätsverantwortliche.

Auf einen Blick

DauerVollzeitØ am Markt
FormatOnlineflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Dieses Kompaktseminar vermittelt die rechtlichen Grundlagen der Produkt- und Produzentenhaftung – ein Themenfeld, das für Firmeninhaberinnen und -inhaber, Geschäftsführung sowie Produktionsleitung gleichermaßen relevant ist. Im Zentrum steht die Frage, wer bei fehlerhaften Produkten haftet, welche gesetzlichen Grundlagen greifen und wo die Grenzen der eigenen Haftung liegen. Das Seminar ist bewusst kompakt angelegt und schafft in kurzer Zeit einen praxisnahen Überblick über ein Rechtsgebiet, das im unternehmerischen Alltag häufig unterschätzt wird.

Berufliche FachweiterbildungInhaltsstand 03.07.2026

Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen

Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.

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Anbieter

1

zu diesem Kurs erfasst

Angebote

56

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

0

an 1 erfassten Orten

Regionen

1 Bundesländer

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

Keine Angabe zur Abschlussbezeichnung

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Lernformen

  • Online-Seminar100 %

Zeitmodelle

  • Vollzeit100 %

Dauer im Markt

  • bis 3 Tage10×

Gemeldete Preisgruppen

  • 500–1.000 €10×

Vermittelte Kompetenzen

  • Produkthaftung
  • Beweisrecht
  • Deliktrecht
  • Schadensersatz
  • Produktrückruf
  • Produzentenhaftung
  • Gewährleistungsrecht

Zugeordnete Zielberufe

  • Fachanwalt/Fachanwältin639 Stellen/12 Mon.
  • Lebensmittelkontrolleur/Lebensmittelkontrolleurin (Weiterbildung)132 Stellen/12 Mon.
  • Büroleiter/Büroleiterin im Handwerk und Mittelstand79 Stellen/12 Mon.

Datenbasis: 56 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Der erste inhaltliche Block schafft die rechtssystematische Grundlage. Die Teilnehmenden erhalten einen strukturierten Überblick über das Haftungsrecht, bevor die Besonderheiten der Produkt- und Produzentenhaftung im Detail behandelt werden.

  • Überblick über das allgemeine Haftungsrecht als Ausgangspunkt
  • Einordnung von Produkt- und Produzentenhaftungsrecht in dieses System
  • Unterscheidung zwischen Verschuldenshaftung und Gefährdungshaftung
  • Grundlagen des Deliktrechts als zivilrechtliche Basis der Produkthaftung
  • Zusammenspiel von Deliktrecht und speziellem Produkthaftungsrecht
  • Voraussetzungen für Haftungsansprüche im Überblick

Der zweite Block widmet sich der praktischen Abgrenzung und den Rechtsfolgen im Schadensfall – also der Frage, was passiert, wenn ein Produkt tatsächlich einen Schaden verursacht hat.

  • Abgrenzung der Produkthaftung zum vertraglichen Gewährleistungsrecht
  • Ansprüche auf Schadensersatz bei materiellen und immateriellen Schäden
  • Schmerzensgeld als eigenständiger Anspruch neben dem Schadensersatz
  • Pflichten von Herstellern gegenüber Endverbrauchern und gewerblichen Abnehmern
  • Pflichten von Lieferanten, Händlern und beteiligten Mitarbeitenden
  • Praktische Fallkonstellationen zur Veranschaulichung der Anspruchsgrundlagen

Der dritte Block behandelt die Verteidigungs- und Nachweisseite der Haftung: Wo enden die Pflichten eines Unternehmens, und wie lässt sich im Streitfall argumentieren?

  • Haftungsumfang und dessen rechtliche Grenzen
  • Entlastungsmöglichkeiten für Hersteller und Produktionsverantwortliche
  • Grundzüge des Beweisrechts bei Produkthaftungsfällen
  • Beweislastverteilung zwischen Geschädigten und Herstellern
  • Bedeutung von Dokumentation und Qualitätssicherung für die Beweisführung
  • Praxisrelevanz einer sauberen internen Nachweisführung

Der vierte Block erweitert den Blick auf Rückrufsituationen, strafrechtliche Aspekte und internationale Bezüge, die im Unternehmensalltag zunehmend an Bedeutung gewinnen.

  • Ablauf und rechtliche Rahmenbedingungen eines Produktrückrufs
  • Kommunikations- und Meldepflichten im Rückruffall
  • Grundzüge der strafrechtlichen Produkthaftung neben der zivilrechtlichen Seite
  • Verantwortlichkeit von Geschäftsführung und Produktionsleitung im Strafrecht
  • Bezüge der Produkthaftung im Ausland und deren Relevanz für exportierende Unternehmen
  • Unterschiede zwischen deutschem und internationalem Produkthaftungsrecht im Überblick

Ergänzend zu den vier fachlichen Blöcken bietet das Seminar durchgehend Raum für die Übertragung der rechtlichen Inhalte auf den eigenen unternehmerischen Kontext.

  • Diskussion typischer Haftungsfälle aus Produktion und Vertrieb
  • Einordnung eigener Produkte und Prozesse anhand der vermittelten Kriterien
  • Erarbeitung einer Checkliste zu Herstellerpflichten für den betrieblichen Alltag
  • Rückschau, wo im eigenen Unternehmen Haftungsrisiken bestehen könnten
  • Austausch zu Erfahrungen mit Reklamationen und Gewährleistungsfällen
  • Einordnung, wann ein Produktrückruf rechtlich geboten sein kann
  • Diskussion der Rolle von Qualitätsmanagement bei der Haftungsvermeidung
  • Einschätzung, welche Dokumentation im Streitfall entscheidend sein kann
  • Klärung offener Fragen zu Entlastungsmöglichkeiten anhand von Praxisbeispielen
  • Kurzer Ausblick auf internationale Besonderheiten bei Exportgeschäften
  • Zusammenfassung der wichtigsten Handlungsempfehlungen für die Praxis
  • Hinweis auf die Möglichkeit, das Seminar mit weiteren Weiterbildungen zu einem IFM-Diplom zu kombinieren

Das Seminar ist als Kompaktformat konzipiert und verzichtet bewusst auf eine umfassende akademische Vertiefung. Stattdessen liegt der Schwerpunkt auf einer klaren, verständlichen Aufbereitung der wichtigsten Haftungstatbestände, wie sie im unternehmerischen Alltag tatsächlich relevant werden. Durch die kompakte Struktur eignet sich das Format besonders für Personen, die schnell einen belastbaren Überblick benötigen, ohne sich in juristische Detailfragen zu vertiefen, die für die eigene Tätigkeit nicht unmittelbar relevant sind.

Lernziele:

  • Den Unterschied zwischen Produkthaftung und Produzentenhaftung klar benennen können
  • Die wesentlichen Grundlagen des allgemeinen Haftungsrechts einordnen
  • Verschuldenshaftung und Gefährdungshaftung voneinander unterscheiden
  • Ansprüche auf Schadensersatz und Schmerzensgeld rechtlich einordnen
  • Deliktrecht und Produkthaftungsrecht in ihrem Zusammenspiel verstehen
  • Die Abgrenzung zum Gewährleistungsrecht sicher vornehmen
  • Pflichten von Herstellern, Lieferanten, Händlern und Mitarbeitenden benennen
  • Den Haftungsumfang sowie mögliche Entlastungsmöglichkeiten einschätzen
  • Grundzüge des Beweisrechts im Haftungsfall nachvollziehen
  • Ablauf und rechtliche Anforderungen eines Produktrückrufs verstehen
  • Grundzüge der strafrechtlichen Produkthaftung einordnen
  • Besonderheiten der Produkthaftung im internationalen Kontext erkennen

Zielgruppe & Voraussetzungen

Das Seminar richtet sich an Personen mit unternehmerischer oder operativer Verantwortung, die im Alltag mit Produkthaftungsfragen konfrontiert sein können – sei es bei der Entwicklung, Herstellung oder dem Vertrieb von Produkten. Auch als Endverbraucherinnen und Endverbraucher betreffen die Themen Garantie, Gewährleistung und Produkthaftung nahezu jeden.

  • Firmeninhaberinnen und Firmeninhaber mit Verantwortung für das Produktportfolio
  • Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer produzierender oder handelnder Unternehmen
  • Leitende Angestellte mit Berührungspunkten zu Produktentwicklung oder Vertrieb
  • Produktionsleiterinnen und Produktionsleiter, die Haftungsrisiken einschätzen müssen
  • Qualitäts- und Compliance-Verantwortliche, die rechtliche Grundlagen benötigen
Voraussetzungen:

Für die Teilnahme sind keine juristischen Vorkenntnisse erforderlich. Das Seminar richtet sich explizit an Personen ohne rechtswissenschaftlichen Hintergrund und bereitet die Inhalte entsprechend zugänglich auf. Sinnvoll ist ein grundlegendes Verständnis unternehmerischer Abläufe in Produktion, Entwicklung oder Vertrieb, da die rechtlichen Inhalte durchgehend an praxisnahen Beispielen erläutert werden.

Ablauf & Abschluss

Das Seminar wird als Online-Seminar in Vollzeit durchgeführt und konzentriert die Inhalte auf einen kompakten Zeitraum. Die rechtlichen Grundlagen werden verständlich aufbereitet und durch Praxisbeispiele veranschaulicht, sodass auch komplexere Zusammenhänge wie die Abgrenzung zwischen Verschuldens- und Gefährdungshaftung nachvollziehbar bleiben. Der Online-Charakter ermöglicht eine ortsunabhängige Teilnahme, ohne dass Reisezeiten anfallen.

Das Format ist als kompaktes Online-Seminar in Vollzeit angelegt und deckt in kurzer Zeit die zentralen Aspekte der Produkt- und Produzentenhaftung ab. Der genaue zeitliche Umfang sowie die konkreten Termine werden vom Bildungsanbieter im Rahmen der Anmeldung mitgeteilt. Wer über das Kompaktseminar hinaus vertiefen möchte, kann es mit weiteren Weiterbildungen aus dem Angebot des Trägers kombinieren.

Zur Abschlussbezeichnung liegen keine Angaben vor; das Seminar ist primär auf den Wissenstransfer ausgelegt. Wer mehrere Weiterbildungen des Anbieters kombiniert, kann nach Angabe des Trägers ein IFM-Diplom erwerben – nähere Informationen dazu stellt der Anbieter auf Anfrage zur Verfügung.

Nutzen & Perspektiven

Wer Produkte entwickelt, herstellt oder vertreibt, trägt automatisch ein Haftungsrisiko – unabhängig davon, ob dieses Risiko bewusst wahrgenommen wird oder nicht. Das Seminar macht dieses Risiko greifbar und zeigt, an welchen Stellen im Unternehmen typischerweise Haftungsfragen entstehen und wie sich diese rechtlich einordnen lassen. Besonders wertvoll ist das kompakte Format für Personen, die schnell handlungssicher werden müssen, ohne sich monatelang in ein juristisches Fachgebiet einzuarbeiten. Die Verbindung aus rechtlichem Grundwissen und praxisnahen Beispielen erleichtert es, Haftungsfragen im eigenen Arbeitsalltag frühzeitig zu erkennen, statt erst im Schadensfall darauf zu reagieren. Langfristig trägt das erworbene Wissen dazu bei, unternehmerische Entscheidungen in Produktentwicklung, Qualitätssicherung und Vertrieb rechtssicherer zu treffen. Wer die Grundlagen der Produkt- und Produzentenhaftung kennt, kann Risiken frühzeitig ansprechen und interne Prozesse entsprechend gestalten, statt sich im Ernstfall auf externe Rechtsberatung allein verlassen zu müssen.

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Arbeitsmarkt-Report

Bau- und Handwerksbetriebe melden seit 2021 anhaltenden Fachkräftemangel — besonders im Bereich energetische Sanierung, Wärmepumpen-Installation und Energieberatung. Wer auf Effizienz-Themen spezialisiert ist, profitiert direkt von KfW-Programmen und BEG-Förderung.

Einstieg (0-2 J.):34.000–44.000 €
Mittel (3-7 J.):44.000–58.000 €
Senior (8+ J.):60.000–82.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Fachanwalt/Fachanwältin
    639 Stellen
  • Lebensmittelkontrolleur/Lebensmittelkontrolleurin (Weiterbildung)
    132 Stellen
  • Büroleiter/Büroleiterin im Handwerk und Mittelstand
    79 Stellen

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Worin liegt der Unterschied zwischen Produkthaftung und Produzentenhaftung?

Das Seminar erklärt beide Haftungsformen im Detail: Während die Produkthaftung eine verschuldensunabhängige Gefährdungshaftung ist, knüpft die Produzentenhaftung an ein Verschulden des Herstellers an. Die Abgrenzung zum vertraglichen Gewährleistungsrecht wird ebenfalls behandelt.

Für wen ist das Kompaktseminar geeignet?

Es richtet sich an Firmeninhaberinnen und -inhaber, Geschäftsführung, leitende Angestellte sowie Produktions- und Qualitätsverantwortliche, die einen praxisnahen Überblick über Haftungsrisiken bei fehlerhaften Produkten benötigen.

Sind juristische Vorkenntnisse für die Teilnahme notwendig?

Nein, das Seminar ist explizit für Personen ohne rechtswissenschaftlichen Hintergrund konzipiert und bereitet die Inhalte entsprechend verständlich und praxisnah auf.

Welche Themen deckt das Seminar zum Produktrückruf ab?

Behandelt werden die rechtlichen Rahmenbedingungen eines Produktrückrufs, Meldepflichten sowie die Abgrenzung zur strafrechtlichen Produkthaftung, die neben der zivilrechtlichen Seite ebenfalls thematisiert wird.

In welchem Format findet das Seminar statt?

Das Seminar wird als Online-Seminar in Vollzeit und kompakter Zeitstruktur durchgeführt, sodass die zentralen Haftungsthemen in kurzer Zeit ortsunabhängig vermittelt werden.