Datenschutz & Binding Corporate Rules Weiterbildung
Datenschutz-Weiterbildung mit Fokus auf DSGVO-Verarbeitungsgrundsätze und Binding Corporate Rules für Datenübermittlungen im Konzern, ergänzt um Module zu IT-Sicherheit, IT-Service-Management und Cloud/DevOps.
Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:
Kostenlos & unverbindlich anfragenAuf einen Blick
Kurzantworten zum Kurs
Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung
- Wie lange dauert der Kurs?
- Der Umfang der Weiterbildung verteilt sich auf vier inhaltlich eigenständige Themenblöcke: Datenschutz und DSGVO, IT-Sicherheit, IT-Service-Management sowie Cloud Computing und DevOps. Die konkrete zeitliche Taktung legt der Kursanbieter fest und richtet sich unter anderem danach, welche… Details
- Welcher Abschluss ist vorgesehen?
- Die Weiterbildung schließt mit dem trägerinternen Abschluss „Datenschutz mit Zusatzqualifikation IT-Sicherheit durch Cybersecurity sowie IT-Service-Management" ab. Es handelt sich um ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine Teilnahmebescheinigung, kein staatlich anerkanntes Examen und keine externe… Details
- Welche Voraussetzungen gelten?
- Vorausgesetzt werden eine abgeschlossene Ausbildung und/oder ein abgeschlossenes Studium, ersatzweise mindestens dreijährige einschlägige Berufserfahrung, insbesondere im Bereich IT-Sicherheitsmanagement. Deutschkenntnisse auf Niveau B2 sind erforderlich. Vertiefte Vorkenntnisse im… Details
Worum geht es in diesem Kurs?
Diese Weiterbildung vermittelt fundiertes Datenschutzwissen mit besonderem Blick auf Binding Corporate Rules – die internen Datenschutzregelungen, mit denen Konzerne nach Art. 47 DSGVO Datenübermittlungen in Drittländer rechtssicher gestalten. Ergänzt wird dieser Kern um drei weitere Themenfelder aus dem IT-Betrieb: IT-Sicherheit mit Schwerpunkt auf vernetzten Systemen, IT-Service-Management sowie Cloud Computing und DevOps. In Kombination entsteht ein Qualifikationsprofil für Personen, die Datenschutz nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit technischem IT-Betrieb verstehen möchten.
Was lernst du in diesem Kurs?
Der erste Modulblock bildet den fachlichen Schwerpunkt der Weiterbildung: Datenschutz und DSGVO mit besonderem Fokus auf konzerninterne Datenübermittlung.
- Gesetzgebung und Rechtslage des europäischen Datenschutzrechts
- Anwendungsbereich der Datenschutz-Grundverordnung
- Verarbeitungsgrundsätze nach Art. 5 DSGVO
- Rechtsgrundlagen für die Datenverarbeitung nach Art. 6 DSGVO
- Binding Corporate Rules als konzerninterne Garantie für Datenübermittlungen in Drittländer nach Art. 47 DSGVO
- Löschung personenbezogener Daten und Recht auf Datenübertragbarkeit
- Transparenz-, Informations- und Auskunftspflichten gegenüber Betroffenen
- Rechtsdurchsetzung und Sanktionen nach der DSGVO
Der zweite Modulblock behandelt IT-Sicherheit mit Schwerpunkt auf vernetzten, automatisierten Systemen und stellt den technischen Gegenpart zum rechtlichen Datenschutz-Wissen dar.
- Grundlagen sicherheitskritischer, vernetzter Systeme und ihrer Netzwerke und Protokolle
- Sicherheitsvorkehrungen gegen Cyberangriffe auf vernetzte Steuerungssysteme
- Systematische Sicherheitsbedrohungs- und Risikoanalyse
- Grundprinzipien der Cybersecurity in automatisierten Umgebungen
- Datensicherheit und Datenschutz im Zusammenspiel mit technischer Systemsicherheit
- Authentifizierung und Zugriffskontrolle als zentrale Schutzmechanismen
- Aktuelle Trends und Herausforderungen der IT-Sicherheit in vernetzten Systemen
Der dritte Modulblock widmet sich IT-Service-Management als organisatorischem Rahmen, in dem sowohl Datenschutz- als auch Sicherheitsanforderungen praktisch umgesetzt werden müssen.
- Hauptelemente eines strukturierten IT-Service-Managements
- Etablierung und Verankerung von ITSM-Prozessen im Unternehmen
- Service Asset and Configuration Management während Transitionsphasen
- Release Management unter Berücksichtigung von Sicherheits- und Datenschutzanforderungen
- Grundlagen des IT-Finanzmanagements
- Supplier Management bei der Einbindung externer Dienstleister
- Risikomanagement als durchgängiges ITSM-Element
Der vierte Modulblock behandelt Cloud Computing und DevOps und rundet das technische Profil um moderne Betriebs- und Automatisierungspraktiken ab.
- Grundbegriffe und Terminologie des Cloud Computing
- Kostenkalkulation von Cloud-Ressourcen
- Zusammenspiel von DevOps-Praktiken und Cloud-Infrastruktur
- Grundlagen und praktischer Einsatz von Docker
- Container-Orchestrierung mit Kubernetes
- Überwachung von Cloud-Umgebungen mit Prometheus
- Auswahl geeigneter IaaS-Anbieter nach fachlichen Kriterien
- Automatisierte Bereitstellung von Cloud-Infrastruktur mit Ansible
Die vier Modulblöcke sind bewusst so angelegt, dass der rechtliche Datenschutz-Schwerpunkt – insbesondere die Binding Corporate Rules für konzerninterne Datenübermittlungen – durch drei technisch-organisatorische Themenfelder ergänzt wird, die in der Praxis eng mit Datenschutzfragen verbunden sind: Ohne funktionierende IT-Sicherheit, geordnetes Service-Management und sauber verwaltete Cloud-Infrastruktur lassen sich Datenschutzanforderungen im Unternehmensalltag kaum konsistent umsetzen. Wer diese Kombination durchläuft, versteht Datenschutz nicht als isoliertes Rechtsgebiet, sondern als Anforderung, die technische, organisatorische und infrastrukturelle Handlungsschritte (technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) (TOM) im Sinne von Art. 32 DSGVO) im Zusammenspiel voraussetzt – eine Perspektive, die besonders für Rollen an der Schnittstelle von Recht, IT-Sicherheit und Betrieb relevant ist.
Lernziele:
Nach Abschluss der Weiterbildung sind die Teilnehmenden in der Lage, folgende Kompetenzen anzuwenden.
- den Anwendungsbereich der DSGVO auf konkrete Verarbeitungssituationen übertragen
- Verarbeitungsgrundsätze nach Art. 5 DSGVO in der betrieblichen Praxis beurteilen
- Rechtsgrundlagen für die Datenverarbeitung nach Art. 6 DSGVO unterscheiden
- Binding Corporate Rules als Instrument für konzerninterne Drittlandtransfers nach Art. 47 DSGVO einordnen
- Löschkonzepte und das Recht auf Datenübertragbarkeit datenschutzkonform umsetzen
- Transparenz-, Informations- und Auskunftspflichten gegenüber Betroffenen erfüllen
- Sanktionsrisiken und Rechtsdurchsetzung nach der DSGVO einschätzen
- Sicherheitsrisiken vernetzter, automatisierter Systeme identifizieren und bewerten
- Authentifizierungs- und Zugriffskontrollkonzepte für sicherheitskritische Systeme anwenden
- zentrale Elemente und Prozesse des IT-Service-Managements einordnen
- Cloud-Bereitstellungsmodelle sowie Docker- und Kubernetes-Grundlagen im DevOps-Kontext einordnen
- Datenschutz- und Sicherheitsaspekte über alle vier Themenfelder hinweg konsistent mitdenken
Für wen ist der Kurs geeignet?
Die Weiterbildung richtet sich an Personen, die eine Tätigkeit im Bereich IT-Sicherheit, Datenschutzmanagement oder der Verwaltung von Cloud-Services anstreben oder ihre bestehenden Fachkenntnisse in diesem Umfeld erweitern möchten.
- Angehende Datenschutzbeauftragte mit Interesse an internationalen Datenübermittlungen
- IT-Sicherheitsbeauftragte, die ihr Profil um Datenschutz-Compliance ergänzen möchten
- Compliance-Manager:innen mit Schnittstellenfunktion zu IT und technischem Betrieb
- Personen, die von einer rein rechtlichen in eine technisch-organisatorische Datenschutzrolle wechseln möchten
- Fachkräfte, die Datenschutz, IT-Sicherheit und Cloud-Betrieb als zusammenhängendes Kompetenzfeld aufbauen wollen
Vorausgesetzt werden eine abgeschlossene Ausbildung und/oder ein abgeschlossenes Studium, ersatzweise mindestens dreijährige einschlägige Berufserfahrung, insbesondere im Bereich IT-Sicherheitsmanagement. Deutschkenntnisse auf Niveau B2 sind erforderlich. Vertiefte Vorkenntnisse im Datenschutzrecht sind nicht zwingend, ein grundlegendes Verständnis für IT-Systeme und rechtliche Zusammenhänge erleichtert den Einstieg in die vier Themenblöcke.
Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?
Die Weiterbildung gliedert sich in vier klar getrennte Themenblöcke, die jeweils eigenständig, aber mit erkennbaren inhaltlichen Bezügen zueinander vermittelt werden. Der rechtliche Datenschutz-Block wird anhand von Fallbeispielen zu Verarbeitungsvorgängen und Drittlandtransfers erarbeitet, während die technischen Blöcke zu IT-Sicherheit, Service-Management und Cloud/DevOps stärker konzeptionell und anhand von Werkzeugbeispielen vermittelt werden. Der Wechsel zwischen rechtlicher und technischer Perspektive ist bewusst Teil der Didaktik, da beide Sichtweisen im Berufsalltag zusammengehören.
Der Umfang der Weiterbildung verteilt sich auf vier inhaltlich eigenständige Themenblöcke: Datenschutz und DSGVO, IT-Sicherheit, IT-Service-Management sowie Cloud Computing und DevOps. Die konkrete zeitliche Taktung legt der Kursanbieter fest und richtet sich unter anderem danach, welche Vorkenntnisse aus den einzelnen Themenfeldern bereits vorhanden sind.
Die Weiterbildung schließt mit dem trägerinternen Abschluss „Datenschutz mit Zusatzqualifikation IT-Sicherheit durch Cybersecurity sowie IT-Service-Management" ab. Es handelt sich um ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine Teilnahmebescheinigung, kein staatlich anerkanntes Examen und keine externe Zertifizierung eines Herstellers oder Verbands.
Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?
Der besondere Wert dieser Weiterbildung liegt in der Verbindung eines rechtlich fundierten Datenschutz-Schwerpunkts mit drei technisch-organisatorischen Themenfeldern, die in der betrieblichen Praxis selten getrennt vorkommen. Wer Binding Corporate Rules und DSGVO-Verarbeitungsgrundsätze versteht, aber die technische Seite von IT-Sicherheit und Cloud-Betrieb nicht kennt, bleibt in vielen Compliance-Rollen unvollständig aufgestellt. Besonders der Fokus auf Binding Corporate Rules setzt einen Akzent, der über allgemeines DSGVO-Grundlagenwissen hinausgeht: Konzerninterne Datenübermittlungen in Drittländer gehören zu den komplexeren Fragestellungen des Datenschutzrechts und sind für Unternehmen mit internationalen Konzernstrukturen von unmittelbarer praktischer Bedeutung. Durch die zusätzlichen Module zu IT-Sicherheit, Service-Management und Cloud/DevOps entsteht ein Qualifikationsprofil, das an der Schnittstelle zwischen Recht, IT-Sicherheit und technischem Betrieb einsetzbar ist – eine Kombination, die insbesondere in Unternehmen mit gewachsenen, heterogenen IT-Landschaften und internationalen Datenflüssen gefragt ist.
Welche Förderung passt zu dir?
Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Berufswege prüfen
Zugeordnete Zielberufe
Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.
- Datenschutzbeauftragter
- IT-Sicherheitsbeauftragter
- Compliance Manager
- Datenschutzberater
Vor der Kurswahl klären
- Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
- Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
- Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?
Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.
Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was sind Binding Corporate Rules und warum stehen sie im Mittelpunkt dieses Kurses?
Binding Corporate Rules sind konzerninterne Datenschutzregelungen nach Art. 47 DSGVO, mit denen international tätige Unternehmen Datenübermittlungen in Drittländer rechtssicher gestalten. Der Kurs behandelt sie als vertieftes Thema innerhalb des DSGVO-Moduls.
Ist dieser Kurs nur ein reiner Datenschutzkurs?
Nein, der Datenschutz- und BCR-Schwerpunkt wird um drei weitere Module ergänzt: IT-Sicherheit bei vernetzten Systemen, IT-Service-Management sowie Cloud Computing und DevOps.
Welche Vorkenntnisse benötige ich?
Erforderlich sind eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium, ersatzweise mindestens dreijährige Berufserfahrung, insbesondere im IT-Sicherheitsmanagement, sowie Deutschkenntnisse auf Niveau B2. Vertiefte Vorkenntnisse im Datenschutzrecht sind nicht zwingend.
Welchen Abschluss erhalte ich am Ende?
Sie erhalten den trägerinternen Abschluss „Datenschutz mit Zusatzqualifikation IT-Sicherheit durch Cybersecurity sowie IT-Service-Management" in Form eines trägerinternen Zertifikats bzw. einer Teilnahmebescheinigung.
Für wen eignet sich diese Weiterbildung besonders?
Sie eignet sich für angehende Datenschutzbeauftragte, IT-Sicherheitsbeauftragte und Compliance-Manager:innen, die an der Schnittstelle zwischen Datenschutzrecht und technischem IT-Betrieb arbeiten möchten.