Versandlogistik, Routenplanung & Lagerkennzahlen – Lehrgang
Weiterbildung für Logistikdienstleister: Datenanalyse in der Logistik, Robotersystem-Programmierung mit ROS sowie Lagerkennzahlen zur Optimierung von Versand und Routenplanung.
Auf einen Blick
Überblick
Versand- und Lagerlogistik werden zunehmend datengetrieben gesteuert, gleichzeitig übernehmen Robotersysteme immer mehr operative Aufgaben in Lagerhallen und auf innerbetrieblichen Transportwegen. Diese Weiterbildung verbindet beide Entwicklungen mit einem dritten, klassischen Baustein: der systematischen Messung und Interpretation von Lagerkennzahlen. Die Teilnehmenden lernen, logistische Daten auszuwerten, Robotersysteme mit ROS grundlegend zu programmieren und Lagerperformance anhand aussagekräftiger Kennzahlen zu steuern, drei Kompetenzfelder, die bei modernen Logistikdienstleistern zunehmend zusammen gefragt sind.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.
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1
an 2 Standorten
48
diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
0
an 5 erfassten Orten
4 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerzertifikat
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Combined Learning100 %
Zeitmodelle
- Vollzeit100 %
Dauer im Markt
- mehr als 1 Monat bis 3 Monate5×
Gemeldete Preisgruppen
- 1.000–5.000 €5×
Häufige Kursorte
- Köln1×
- Regensburg1×
- Nürnberg1×
- Frankfurt am Main1×
- Freiburg im Breisgau1×
Bundesländer
- Bayern2×
- Baden-Württemberg1×
- Nordrhein-Westfalen1×
- Hessen1×
Vermittelte Kompetenzen
- ROS
- Gazebo
- Rviz
- BI-Systeme
- Data-Warehouse
- Lagerkennzahlen
- Dashboard-Erstellung
- Predictive Analytics
Zugeordnete Zielberufe
- Fachlagerist/Fachlageristin19.603 Stellen/12 Mon.
- Lager- und Transportarbeiter/Lager- und Transportarbeiterin17.902 Stellen/12 Mon.
- Fachkraft - Logistik/Materialwirtschaft1.490 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 48 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Der erste Modulblock behandelt die Grundlagen der Datenanalyse in der Logistik. Bevor Routen optimiert oder Bestände gesteuert werden können, braucht es ein Verständnis dafür, welche Daten in logistischen Prozessen anfallen und wie sie systematisch ausgewertet werden.
- Datenarten, -quellen und -strukturen entlang der logistischen Wertschöpfungskette
- Unterscheidung deskriptiver und prädiktiver Analysemethoden
- Einsatz von BI-Systemen und Data-Warehouse-Lösungen zur Datenhaltung
- Aufbau aussagekräftiger Dashboards für logistische Kennzahlen
- Anwendung der Datenanalyse auf Bestandsoptimierung und Forecasting
- praktischer Bezug zur Optimierung von Versandrouten anhand vorliegender Daten
Der zweite Modulblock führt in die Programmierung von Robotersystemen mit ROS ein, einem Bereich, der in modernen Logistikzentren zunehmend an Bedeutung gewinnt, etwa bei automatisierten Transportfahrzeugen oder Greifsystemen im Lager.
- Aufbau und Kommunikationsmechanismen von ROS als Middleware
- Erstellung und Verwaltung von Nodes, Topics und Services
- Einsatz von Gazebo zur Simulation von Robotik-Anwendungen
- Einsatz von Rviz zur Visualisierung robotischer Prozesse
- konzeptionelle Steuerung autonomer Fahrzeuge in logistischen Szenarien
- Anwendungsfälle für Greifsysteme im Lager- und Versandkontext
Der dritte Modulblock widmet sich Lagerkennzahlen und Performance-Messung als klassischem, aber weiterhin zentralem Steuerungsinstrument der Logistik. Hier wird das Datenverständnis aus dem ersten Block auf konkrete betriebswirtschaftliche Kennzahlen angewendet.
- Berechnung und Interpretation der Umschlagshäufigkeit
- Bewertung der Bestandsgenauigkeit als Qualitätsindikator
- Analyse von Lagerkosten im Verhältnis zu Leistung und Servicegrad
- Einsatz digitaler Systeme zur laufenden Erhebung von Lagerleistungsdaten
- Ableitung konkreter Verbesserungsschritte aus Kennzahlenauswertungen
- Aufbau von Dashboards und Berichten zur operativen Steuerung des Lagers
Der vierte, verbindende Modulblock führt Datenanalyse, Robotersystem-Programmierung und Lagerkennzahlen in praxisnahen Anwendungsszenarien zusammen und stellt damit den Bezug zur Versandlogistik und Routenplanung her, der die drei Einzelthemen zu einem stimmigen Gesamtbild ergänzt.
- Anwendung von Datenanalysemethoden auf konkrete Routenplanungsszenarien
- Verknüpfung von Lagerkennzahlen mit den Ergebnissen automatisierter Lagerprozesse
- Bewertung, wo Robotersysteme sinnvoll zur Entlastung manueller Versandprozesse beitragen können
- Aufbau eines Dashboards, das Daten aus Logistikanalyse und Lagerkennzahlen gemeinsam abbildet
- Diskussion von Praxisbeispielen aus der Versandlogistik und Routenoptimierung
- Bewertung der Wirtschaftlichkeit von Automatisierung anhand der zuvor erlernten Kennzahlen
- Erstellung eines Konzepts zur Verbesserung eines fiktiven logistischen Ablaufs
- Einordnung technischer, datenbasierter und kennzahlengestützter Ansätze im Vergleich
- Präsentation der erarbeiteten Verbesserungsvorschläge innerhalb der Lerngruppe
- Rückschau, welche der drei Kompetenzfelder für die eigene berufliche Praxis am relevantesten sind
- Übertragung der Kennzahlenlogik auf unterschiedliche Lagertypen und Versandprozesse
- Abschließende Zusammenführung von Datenanalyse, Robotik-Grundlagen und Kennzahlensteuerung in einem gemeinsamen Fallbeispiel
Die drei fachlichen Schwerpunkte, Datenanalyse, Robotersystem-Programmierung und Lagerkennzahlen, stehen damit nicht isoliert nebeneinander, sondern werden im vierten Block explizit auf gemeinsame Anwendungsfälle aus Versandlogistik und Routenplanung bezogen. Wer alle drei Bereiche versteht, kann logistische Verbesserungspotenziale sowohl datenanalytisch als auch technisch und kennzahlenbasiert einschätzen. Am Ende der Weiterbildung verfügen die Teilnehmenden über ein Kompetenzprofil, das analytisches Verständnis, technisches Grundwissen zu Robotersystemen und die Fähigkeit zur kennzahlenbasierten Steuerung von Lagerprozessen miteinander verbindet, ein Profil, das bei Logistikdienstleistern mit wachsendem Automatisierungs- und Digitalisierungsgrad zunehmend gefragt ist.
Lernziele:
- unterschiedliche Datenarten, -quellen und -strukturen in logistischen Prozessen einordnen
- deskriptive und prädiktive Analysemethoden zur Entscheidungsunterstützung in der Logistik anwenden
- BI-Systeme, Dashboards und Data-Warehouse-Lösungen im Logistikkontext einsetzen
- logistische Daten auf konkrete Fragestellungen wie Bestandsoptimierung, Routenplanung und Forecasts anwenden
- Aufbau und Middleware-Funktionalität von ROS als Grundlage der Robotersystem-Programmierung verstehen
- Nodes, Topics und Services in ROS eigenständig erstellen und verwalten
- Robotik-Anwendungen mit Gazebo und Rviz simulieren und visualisieren
- autonome Fahrzeuge und Greifsysteme für logistische Anwendungsfälle konzeptionell steuern
- zentrale Lagerkennzahlen wie Umschlagshäufigkeit, Bestandsgenauigkeit, Lagerkosten und Servicegrad berechnen und einordnen
- digitale Systeme zur Erhebung von Lagerleistungsdaten einsetzen
- aus Kennzahlenauswertungen konkrete logistische Verbesserungsschritte ableiten
- Dashboards und Berichte zur operativen Steuerung und Planung von Lagerprozessen erstellen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung eignet sich für Personen, die sich grundlegende oder vertiefende Kenntnisse im Bereich Logistik aneignen oder sich für eine Tätigkeit bei Logistikdienstleistern qualifizieren möchten, unabhängig von bisherigen Vorkenntnissen oder beruflichem Hintergrund.
- Angehende Logistikplaner und Logistik-Fachkräfte
- Personen mit Interesse an der Schnittstelle von Datenanalyse und Logistik
- Fachkräfte, die sich in Richtung Supply-Chain-Analyst weiterentwickeln möchten
- Mitarbeitende in Lagerlogistik, die Kennzahlen künftig selbst auswerten sollen
- Quereinsteigende mit Interesse an Robotik-Grundlagen im Logistikumfeld
Für die Teilnahme werden gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift vorausgesetzt. Fachliche Vorkenntnisse in Logistik, Datenanalyse oder Robotik sind nicht erforderlich, da alle drei Themenfelder von den Grundlagen an aufgebaut werden. Sinnvoll ist eine grundsätzliche Bereitschaft, sich sowohl mit analytischen als auch mit technischen Inhalten auseinanderzusetzen.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht findet im Combined-Learning-Format in Vollzeit statt und verbindet angeleitete Einheiten zu den drei Themenfeldern mit praktischen Übungen an Dashboards, Kennzahlen und Simulationsumgebungen wie Gazebo und Rviz. Die Robotik-Inhalte werden dabei bewusst simulationsbasiert vermittelt, sodass ROS-Grundlagen ohne physische Roboterhardware praktisch erprobt werden können.
Die Weiterbildung wird in Vollzeit angeboten und gliedert sich in drei fachliche Schwerpunktblöcke, Datenanalyse, ROS-Programmierung und Lagerkennzahlen, die im abschließenden Block gemeinsam auf Anwendungsfälle aus Versandlogistik und Routenplanung bezogen werden.
Die Weiterbildung schließt mit einem Trägerzertifikat ab. Es handelt sich um eine anbieterseitige Bestätigung der erfolgreich abgeschlossenen Themenblöcke und nicht um eine staatlich anerkannte Prüfung oder ein Herstellerzertifikat im Bereich Robotik oder Business Intelligence.
Nutzen & Perspektiven
Logistikdienstleister stehen zunehmend vor der Aufgabe, Versandprozesse gleichzeitig datenbasiert zu steuern und technisch zu automatisieren, ohne dabei den Blick für klassische Kennzahlen wie Lagerkosten oder Servicegrad zu verlieren. Diese Weiterbildung bereitet genau auf diese Kombination vor, statt nur eines der drei Felder isoliert zu behandeln. Wer Datenanalyse, ROS-Grundlagen und Lagerkennzahlen gemeinsam versteht, kann logistische Verbesserungsvorschläge fundierter einschätzen: etwa ob eine Routenoptimierung eher durch bessere Datenauswertung, den Einsatz automatisierter Systeme oder eine gezieltere Kennzahlensteuerung erreicht wird. Diese Einordnungsfähigkeit unterscheidet die Weiterbildung von reinen Einzelthemen-Kursen zu Business Intelligence oder Robotik. Für die berufliche Entwicklung bei Logistikdienstleistern eröffnet die Kombination Perspektiven in Rollen wie Logistikplaner, Supply-Chain-Analyst oder Logistikdatenanalyst, die zunehmend sowohl analytisches als auch technisches Grundverständnis erwarten. Die im Kurs erworbenen Kompetenzen lassen sich zudem auf unterschiedliche Lagertypen und Versandprozesse übertragen und bilden damit eine breit einsetzbare Grundlage für den weiteren beruflichen Weg in der Logistikbranche.
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Arbeitsmarkt-Report
Transport- und Logistik-Branche meldet seit Jahren akuten Fahrer- und Disponenten-Mangel. Berufskraftfahrer-Qualifikation (BKrFQG-Module) ist Pflicht; Logistik-Disposition und Lagerlogistik wachsen mit E-Commerce-Volumen stabil.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Fachlagerist/Fachlageristin19.603 Stellen
- Lager- und Transportarbeiter/Lager- und Transportarbeiterin17.902 Stellen
- Fachkraft - Logistik/Materialwirtschaft1.490 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich technische Vorkenntnisse für die ROS-Inhalte dieser Weiterbildung?
Nein, die ROS-Grundlagen werden von Beginn an aufgebaut und simulationsbasiert mit Gazebo und Rviz vermittelt. Es sind keine Vorkenntnisse in Robotik oder Programmierung erforderlich.
Wie hängen Datenanalyse, Robotik und Lagerkennzahlen in diesem Kurs zusammen?
Im abschließenden Modulblock werden alle drei Themenfelder auf gemeinsame Anwendungsfälle aus Versandlogistik und Routenplanung bezogen, sodass analytische, technische und kennzahlenbasierte Perspektiven zusammengeführt werden.
Für wen eignet sich diese Weiterbildung besonders?
Sie eignet sich für Personen, die sich für eine Tätigkeit bei Logistikdienstleistern qualifizieren möchten, etwa als Logistikplaner, Supply-Chain-Analyst oder Logistikdatenanalyst, unabhängig von bisherigen Vorkenntnissen.
Welche Lagerkennzahlen werden konkret behandelt?
Behandelt werden unter anderem Umschlagshäufigkeit, Bestandsgenauigkeit, Lagerkosten und Servicegrad, jeweils mit Bezug zur Erhebung über digitale Systeme und zur Ableitung konkreter Verbesserungsmaßnahmen.
Welchen Abschluss erhalte ich am Ende der Weiterbildung?
Sie erhalten ein Trägerzertifikat, das die erfolgreiche Teilnahme an den drei Themenblöcken Datenanalyse, ROS-Programmierung und Lagerkennzahlen dokumentiert. Es handelt sich nicht um ein staatliches oder Hersteller-Zertifikat.