Compliance & Managementsysteme Manager – Kurs
Qualifizierung zum Compliance & Managementsysteme Manager mit drei Bausteinen: Compliance-Management-System und Risikomanagement, betriebswirtschaftliche Grundlagen für Produktionsleitung sowie normierte Managementsysteme nach ISO-Standards.
Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:
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Kurzantworten zum Kurs
Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung
- Wie lange dauert der Kurs?
- Die Weiterbildung wird in Vollzeit durchgeführt und deckt mit ihren drei Bausteinen ein breites fachliches Spektrum ab. Die konkrete Dauer richtet sich nach dem gewählten Kursumfang und wird bei der Anmeldung festgelegt. Der modulare Aufbau ermöglicht es, Compliance-Wissen, betriebswirtschaftliche… Details
- Welcher Abschluss ist vorgesehen?
- Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung erhalten Teilnehmende das Zertifikat „Compliance & Managementsysteme Manager" mit den Schwerpunkten Compliance Management, Betriebswirtschaftslehre und Managementsysteme. Der Nachweis dokumentiert die Qualifikation in allen drei Bausteinen der… Details
- Welche Voraussetzungen gelten?
- Für die Teilnahme wird eine abgeschlossene Ausbildung mit Berufserfahrung oder ein abgeschlossenes Studium vorausgesetzt. Sichere Deutschkenntnisse in Wort und Schrift sind erforderlich, da rechtliche und normative Inhalte präzise Sprachkompetenz verlangen. Zudem werden soziale Kompetenzen für die… Details
Worum geht es in diesem Kurs?
Unternehmen stehen zunehmend unter dem Druck, gesetzliche Vorgaben, branchenspezifische Regularien und internationale Normen gleichzeitig zu erfüllen. Der Compliance & Managementsysteme Manager verantwortet genau diese Schnittstelle: die Einhaltung rechtlicher Vorschriften, den Aufbau wirksamer Kontrollstrukturen und die Steuerung normierter Managementsysteme. Diese Weiterbildung gliedert sich in drei klar abgegrenzte Bausteine. Der erste widmet sich dem Compliance Management im engeren Sinn, von Risikomanagement über Korruptionsprävention bis Hinweisgeberschutz. Der zweite vermittelt betriebswirtschaftliche Grundlagen für Produktionsleitung und operative Führungskräfte, etwa Unternehmensführung, Portfolio-Management und Supply Chain Management. Der dritte Baustein behandelt die strukturierte Steuerung normierter Managementsysteme nach ISO-Standards, darunter Qualität, Informationssicherheit, Risiko, Umwelt und Arbeitsschutz. Der Kurs schließt mit dem Zertifikat „Compliance & Managementsysteme Manager" des Anbieters ab.
Was lernst du in diesem Kurs?
Modul 1 — Compliance Management: Strategien für rechtliche und unternehmerische Integrität: Dieser Baustein behandelt die Kernfunktionen professionellen Compliance Managements, von der strategischen Bedeutung im Unternehmen bis zu konkreten Präventions- und Kontrollmechanismen.
- Compliance Management in der Unternehmenspraxis: Bedeutung, Nutzen und digitale Entwicklungen
- Gesetzliche, branchenspezifische und internationale Compliance-Anforderungen
- Struktur und Kernelemente eines wirksamen Compliance-Management-Systems (CMS)
- Compliance-Risikomanagement und Aufbau interner Kontrollsysteme (IKS)
- Korruptionsprävention, Unternehmensethik und Hinweisgeberschutz
- Lieferkettenverantwortung, ESG-Compliance, Compliance-Kultur sowie Audit und Erfolgsmessung
Modul 2 — Betriebliches Wirtschaften: BWL-Grundlagen für Produktionsleitung: Der zweite Baustein vermittelt betriebswirtschaftliches Steuerungswissen, das speziell auf produktionsnahe Führungsaufgaben zugeschnitten ist. Teilnehmende lernen, strategische und operative Entscheidungen in der Produktion fundiert zu treffen.
- Unternehmensführung und strategische Ausrichtung
- Strategische Analyse- und Planungsinstrumente
- Portfolio- und Performance-Management
- Organisationsstrukturen und Prozessmanagement
- Produktionsplanung und Fertigungssteuerung
- Supply Chain Management und Materialwirtschaft nach ISO 55000ff sowie Finanzmanagement und Controlling für Produktionsleiter
Modul 3 — Strukturierte Prozessführung mit normierten Managementsystemen: Der dritte Baustein widmet sich der praktischen Steuerung unterschiedlicher ISO-Managementsysteme. Teilnehmende lernen, wie sich einzelne Normen sinnvoll zu einem integrierten Managementsystem verbinden lassen.
- Managementsysteme verstehen: Normen, Struktur und Wechselwirkungen im Überblick
- Integriertes Managementsystem (IMS): Umsetzung und Best Practices nach ISO-Standards
- Qualitätsmanagement (ISO 9001) und Informationssicherheitsmanagement (ISO 27001)
- Risikomanagement (ISO 31000), Umweltmanagement (ISO 14001) und Arbeitsschutzmanagement (ISO 45001)
- Energiemanagement (ISO 50001), Datenschutz-Managementsystem (ISO/IEC 27701) und KI-Managementsystem (ISO/IEC 42001)
- Compliance-Managementsystem (ISO 37301) und gesellschaftliche Verantwortung (ISO 26000)
Praxis-Block — Anwendungsübungen über alle drei Bausteine
- Aufbau eines Compliance-Management-Systems für ein fiktives mittelständisches Unternehmen skizzieren
- Risikoregister für Compliance-relevante Geschäftsprozesse erstellen
- Meldeprozess für Hinweisgeberschutz nach aktuellen Anforderungen entwerfen
- ESG-Bewertung einer Lieferkette anhand vorgegebener Kriterien durchführen
- Strategische Planungsmatrix für eine Produktionsabteilung erarbeiten
- Produktionsplan mit Kapazitäts- und Materialbedarf kalkulieren
- Controlling-Kennzahlen für ein Produktionsbudget auswerten
- Normvergleich zwischen ISO 9001 und ISO 27001 in einem Beispielunternehmen erarbeiten
- Integriertes Managementsystem aus Qualitäts- und Umweltmanagement konzipieren
- Auditplan für ein Compliance-Managementsystem nach ISO 37301 erstellen
- Gefährdungsbeurteilung nach ISO 45001 für einen Produktionsbereich durchführen
- Abschlusspräsentation eines integrierten Compliance- und Managementsystemkonzepts
Die drei Bausteine bauen bewusst nicht linear, sondern komplementär aufeinander auf: Compliance-Wissen, betriebswirtschaftliche Steuerungskompetenz und normierte Managementsysteme greifen in der Unternehmenspraxis eng ineinander und werden in dieser Weiterbildung entsprechend gemeinsam vermittelt.
Lernziele:
- Struktur und Kernelemente eines wirksamen Compliance-Management-Systems (CMS) beschreiben
- Gesetzliche, branchenspezifische und internationale Compliance-Anforderungen einordnen
- Compliance-Risikomanagement systematisch durchführen und interne Kontrollsysteme (IKS) aufbauen
- Instrumente zur Korruptionsprävention und Unternehmensethik in die Praxis übertragen
- Hinweisgeberschutz als Bestandteil einer wirksamen Compliance-Kultur umsetzen
- Lieferkettenverantwortung und ESG-Anforderungen im Compliance-Kontext berücksichtigen
- Strategische Analyse- und Planungsinstrumente der Unternehmensführung anwenden
- Produktionsplanung, Fertigungssteuerung und Materialwirtschaft betriebswirtschaftlich einordnen
- Finanzmanagement und Controlling für Produktionsleitung praxisnah anwenden
- Anforderungen und Wechselwirkungen normierter Managementsysteme (ISO 9001, 27001, 31000 u. a.) einordnen
- Ein integriertes Managementsystem (IMS) auf Basis mehrerer ISO-Normen konzipieren
- Audits, Monitoring und Erfolgsmessung in Compliance- und Managementsystemen durchführen
Für wen ist der Kurs geeignet?
Die Weiterbildung richtet sich an Personen, die Verantwortung für Compliance-Strukturen, Risikomanagement oder normierte Managementsysteme übernehmen oder ausbauen möchten, sowie an Führungskräfte mit Bezug zur Produktion, die ihr betriebswirtschaftliches Steuerungswissen vertiefen wollen.
- Angehende Compliance-Manager/innen und Compliance-Officer
- Risikomanager/innen und Internal Auditors
- Produktionsleiter/innen und operative Führungskräfte mit Interesse an BWL-Vertiefung
- Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitsschutzbeauftragte, die sich in Richtung integrierter Managementsysteme weiterentwickeln möchten
- Fach- und Führungskräfte, die Compliance- und Managementsystem-Aufgaben in Personalunion übernehmen
Für die Teilnahme wird eine abgeschlossene Ausbildung mit Berufserfahrung oder ein abgeschlossenes Studium vorausgesetzt. Sichere Deutschkenntnisse in Wort und Schrift sind erforderlich, da rechtliche und normative Inhalte präzise Sprachkompetenz verlangen. Zudem werden soziale Kompetenzen für die Beratung von Führungskräften sowie grundlegende IT-Kompetenz für die Arbeit mit Compliance- und Dokumentationssystemen vorausgesetzt.
Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format in Vollzeit durchgeführt und verbindet fachliche Inputs zu allen drei Bausteinen mit anwendungsbezogenen Übungen und Fallbeispielen. Rechtliche und normative Inhalte werden zunächst systematisch aufgearbeitet und anschließend anhand konkreter Unternehmensszenarien vertieft, etwa bei der Konzeption eines Compliance-Management-Systems oder der Verzahnung mehrerer ISO-Normen in einem integrierten Managementsystem.
Die Weiterbildung wird in Vollzeit durchgeführt und deckt mit ihren drei Bausteinen ein breites fachliches Spektrum ab. Die konkrete Dauer richtet sich nach dem gewählten Kursumfang und wird bei der Anmeldung festgelegt. Der modulare Aufbau ermöglicht es, Compliance-Wissen, betriebswirtschaftliche Grundlagen und Managementsystem-Kompetenz in einem zusammenhängenden Programm zu erwerben.
Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung erhalten Teilnehmende das Zertifikat „Compliance & Managementsysteme Manager" mit den Schwerpunkten Compliance Management, Betriebswirtschaftslehre und Managementsysteme. Der Nachweis dokumentiert die Qualifikation in allen drei Bausteinen der Weiterbildung und wird vom durchführenden Bildungsanbieter ausgestellt.
Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?
Unternehmen suchen zunehmend Personen, die Compliance-Anforderungen nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit betriebswirtschaftlicher Steuerung und normierten Managementsystemen verstehen. Diese Weiterbildung schließt diese Lücke, indem sie rechtliche, wirtschaftliche und normative Kompetenz in einem Programm zusammenführt, statt sie getrennt zu behandeln. Die Verbindung aus Compliance-Wissen und produktionsnaher Betriebswirtschaftslehre ist besonders für Unternehmen mit Fertigungs- oder Industriebezug wertvoll, da Compliance-Anforderungen dort eng mit Produktionsprozessen, Lieferketten und Arbeitsschutz verknüpft sind. Wer beide Perspektiven beherrscht, kann Risiken realistischer einschätzen und Kontrollsysteme praxisnäher gestalten als reine Compliance-Spezialisten ohne betriebswirtschaftlichen Hintergrund. Der dritte Baustein zu normierten Managementsystemen rundet das Profil ab: Wer die Wechselwirkungen zwischen Qualitäts-, Umwelt-, Informationssicherheits- und Compliance-Normen versteht, kann ein integriertes Managementsystem konzipieren, statt einzelne Normen isoliert zu verwalten. Diese Breite macht Absolventinnen und Absolventen zu wertvollen Ansprechpartnern sowohl für die Geschäftsleitung als auch für operative Fachbereiche. Gerade in Branchen mit hoher Regulierungsdichte, etwa in der Industrie, im Finanzwesen oder in der Energiewirtschaft, wächst der Bedarf an Fachkräften, die Compliance-Anforderungen, betriebswirtschaftliche Steuerung und normierte Managementsysteme gemeinsam denken können. Diese Weiterbildung positioniert Absolventinnen und Absolventen genau an dieser Schnittstelle und schafft damit eine Grundlage für Aufgaben, die klassische Compliance-Rollen zunehmend ergänzen oder ablösen.
Welche Förderung passt zu dir?
Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Berufswege prüfen
Zugeordnete Zielberufe
Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.
- Compliance-Manager
- Compliance-Officer
- Risikomanager
- Internal Auditor
- Produktionsleiter/in mit Compliance-Verantwortung
Vor der Kurswahl klären
- Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
- Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
- Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?
Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.
Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche drei Themenbausteine umfasst diese Weiterbildung?
Die Weiterbildung gliedert sich in Compliance Management mit Risikomanagement und Hinweisgeberschutz, betriebswirtschaftliche Grundlagen für Produktionsleitung sowie die strukturierte Steuerung normierter Managementsysteme nach ISO-Standards.
Welche ISO-Normen werden im dritten Baustein behandelt?
Behandelt werden unter anderem ISO 9001 (Qualität), ISO 27001 (Informationssicherheit), ISO 31000 (Risiko), ISO 14001 (Umwelt), ISO 45001 (Arbeitsschutz), ISO 50001 (Energie) sowie ISO 37301 (Compliance) und ISO/IEC 42001 (KI-Management).
Für wen eignet sich diese Weiterbildung besonders?
Geeignet für angehende Compliance-Manager/innen und Risikomanager/innen sowie für Produktionsleiter/innen und Qualitäts-, Umwelt- oder Arbeitsschutzbeauftragte, die ihr Wissen in Richtung integrierter Managementsysteme erweitern möchten.
Welche Vorkenntnisse werden vorausgesetzt?
Vorausgesetzt werden eine abgeschlossene Ausbildung mit Berufserfahrung oder ein abgeschlossenes Studium, sichere Deutschkenntnisse in Wort und Schrift sowie soziale und grundlegende IT-Kompetenzen.
Welchen Abschluss erhalte ich nach der Weiterbildung?
Teilnehmende erhalten das Zertifikat „Compliance & Managementsysteme Manager" mit den Schwerpunkten Compliance Management, Betriebswirtschaftslehre und Managementsysteme, ausgestellt vom durchführenden Bildungsanbieter.