Geschäftskontinuität im Krisenfall (BCM) – Weiterbildung
Business-Continuity-Management-Weiterbildung: Risikomanagement nach COSO ERM und ISO 31000, betriebswirtschaftliche Führungsgrundlagen und Supply-Chain-Resilienz für Verantwortliche in Krisensituationen.
Auf einen Blick
Überblick
Geschäftskontinuität im Krisenfall vermittelt die Kompetenzen, die ein Business Continuity Manager (BCM) benötigt, um kritische Unternehmensprozesse auch in Krisensituationen aufrechtzuerhalten. Die Weiterbildung verbindet systematisches Risikomanagement nach anerkannten Standards wie COSO ERM, ISO 31000 und dem KonTraG mit betriebswirtschaftlichen Führungsgrundlagen und einem vertieften Blick auf Supply Chain Management. Wer diese Weiterbildung durchläuft, lernt nicht nur, Risiken zu erkennen und zu bewerten, sondern auch, Notfallpläne zu entwickeln, Ausweichszenarien zu erproben und die unternehmensweite Kommunikation im Krisenfall zu koordinieren.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
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1
an 3 Standorten
40
diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
0
an 5 erfassten Orten
3 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerinternes Zertifikat
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Combined Learning100 %
Zeitmodelle
- Vollzeit100 %
Dauer im Markt
- mehr als 3 Monate bis 6 Monate5×
Gemeldete Preisgruppen
- 5.000–10.000 €5×
Häufige Kursorte
- Leipzig1×
- Bochum1×
- Mannheim1×
- Köln1×
- Ludwigsburg1×
Bundesländer
- Baden-Württemberg2×
- Nordrhein-Westfalen2×
- Sachsen1×
Vermittelte Kompetenzen
- COSO ERM
- ISO 31000
- KonTraG
- Risikomodelle
- Frühwarnsysteme
- Supply Chain Management
- Unternehmensführung
- Prozessmanagement nach ISO 9001
Zugeordnete Zielberufe
- Leiter/Leiterin - Lagerwirtschaft31.043 Stellen/12 Mon.
- Supply-Chain-Manager/Supply-Chain-Managerin1.360 Stellen/12 Mon.
- Business-Continuity-Manager/Business-Continuity-Managerin61 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 40 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Der erste Modulblock behandelt Risikomanagement und Krisenprävention als methodisches Fundament der gesamten Weiterbildung. Hier lernen die Teilnehmenden, Risiken systematisch statt intuitiv zu erfassen.
- Risikomanagement-Systeme nach COSO ERM, ISO 31000 und KonTraG
- strategisches Risikomanagement und Aufbau einer Risikokultur
- Risikoidentifikation und Aufbau von Frühwarnsystemen
- Risikobewertung mithilfe quantitativer Risikomodelle
- Auswahl von Risikosteuerungs- und Risikominderungsstrategien
- Aufbau der Risikoberichterstattung und Risikomanagement-Organisation
Der zweite Modulblock vermittelt betriebswirtschaftliche Grundlagen für Produktionsleitung und operative Führungskräfte, die für ein fundiertes Verständnis von Geschäftsprozessen im Krisenfall notwendig sind.
- Unternehmensführung und strategische Ausrichtung im Überblick
- strategische Analyse- und Planungsinstrumente für Führungskräfte
- Portfolio- und Performance-Management in der Praxis
- Organisationsstrukturen und Prozessmanagement im Unternehmen
- Produktionsplanung und Fertigungssteuerung als operative Grundlage
- Finanzmanagement und Controlling für Produktionsleiter/innen
Der dritte Modulblock widmet sich der Unternehmensführung 5.0 mit Fokus auf digitale, nachhaltige und rechtlich fundierte Steuerung industrieller Wertschöpfung.
- Paradigmenwechsel zu digitaler und nachhaltiger Unternehmensführung
- strategische Unternehmensplanung mit anerkannten Analysemethoden
- Controlling, Risikomanagement und Compliance nach Handelsgesetzbuch und DSGVO
- Entscheidungstechniken und agile Managementmethoden für Führungskräfte
- Prozessoptimierung und Benchmarking nach ISO 9001
- Integration von Innovation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit in die Strategieentwicklung
Der vierte Modulblock vertieft Supply Chain Management als eigenständiges Themenfeld mit direktem Bezug zur Geschäftskontinuität, da Lieferkettenausfälle zu den häufigsten Krisenauslösern zählen.
- Supply Chain Management als Wertschöpfungsnetzwerk: Grundlagen, Archetypen, Standards
- strategische Ausrichtung der Supply Chain: Sourcing-Strategien und Entscheidungsmodelle
- Risikomanagement, Resilienzstrategien und Compliance in globalen Lieferketten
- Digitalisierung und KI-basierte Optimierung von Lieferketten und Netzwerken
- Green Supply Chain: Nachhaltigkeitsstrategien und ESG-orientierte Optimierung
- strategische Gestaltung und KI-gestützte Optimierung von Supply-Chain-Netzwerken
- Aufbau strategischer KPIs und Monitoring-Systeme für die Lieferkette
Die vier Modulblöcke greifen bewusst ineinander: Ohne fundiertes Risikomanagement bleibt jede Notfallplanung Stückwerk, ohne betriebswirtschaftliches Grundverständnis fehlt der Blick für die tatsächlichen Auswirkungen einer Krise auf Produktion und Finanzen, und ohne vertieftes Supply-Chain-Wissen lässt sich eine der häufigsten Krisenursachen – der Ausfall von Lieferketten – nicht angemessen beurteilen. Die Weiterbildung verbindet diese drei Perspektiven zu einem Gesamtbild dessen, was Business Continuity Management in der Praxis leisten muss. Am Ende steht die Fähigkeit, präventive Strategien zur Aufrechterhaltung kritischer Unternehmensprozesse zu entwickeln, Notfallpläne zu erstellen und regelmäßig zu testen sowie im Krisenfall die unternehmensweite Kommunikation zu koordinieren – immer unter Berücksichtigung regulatorischer Anforderungen. Dabei wird deutlich, dass Geschäftskontinuität kein isoliertes Fachthema einer einzelnen Abteilung ist, sondern eine Querschnittsaufgabe, die Risikomanagement, Unternehmensführung und operative Lieferkettensteuerung gleichermaßen betrifft. Ein zentraler Aspekt der Weiterbildung ist deshalb die Fähigkeit, zwischen unterschiedlichen Krisentypen zu unterscheiden: Ein IT-Ausfall erfordert andere Sofortschritte als ein Lieferantenausfall oder eine regulatorische Beanstandung, auch wenn die zugrunde liegende Methodik – Risiko erkennen, bewerten, steuern, kommunizieren – in allen Fällen dieselbe bleibt. Wer diesen methodischen Kern einmal verinnerlicht hat, kann ihn auf ganz unterschiedliche Krisenszenarien übertragen, ohne für jeden Einzelfall ein neues Vorgehen entwickeln zu müssen.
Lernziele:
Nach Abschluss der Weiterbildung sind die Teilnehmenden in der Lage, folgende Kompetenzen in der beruflichen Praxis einzusetzen.
- Risikomanagement-Systeme nach COSO ERM, ISO 31000 und KonTraG anwenden
- eine Risikokultur im Unternehmen mitgestalten und strategisch verankern
- Risiken frühzeitig identifizieren und Frühwarnsysteme aufbauen
- Risiken mithilfe quantitativer Risikomodelle bewerten und einordnen
- geeignete Risikosteuerungs- und Risikominderungsstrategien auswählen
- Risikoberichte erstellen und die Risikomanagement-Organisation strukturieren
- strategische Analyse- und Planungsinstrumente für die Unternehmensführung einsetzen
- Produktionsplanung und Fertigungssteuerung mit Risikoaspekten verzahnen
- Supply Chain Management und Materialwirtschaft nach ISO 55000ff einordnen
- Notfallpläne für kritische Geschäftsprozesse entwickeln und regelmäßig testen
- die unternehmensweite Kommunikation im Krisenfall koordinieren
- Resilienzstrategien für globale Lieferketten beurteilen und anwenden
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung eignet sich für Personen, die Verantwortung für die Aufrechterhaltung kritischer Geschäftsprozesse in Krisensituationen übernehmen oder sich auf eine solche Rolle vorbereiten möchten.
- angehende Business Continuity Manager/innen mit Interesse an präventivem Risikomanagement
- Risikomanager/innen, die ihr Methodenspektrum um BCM-Ansätze erweitern möchten
- Supply-Chain-Risikomanager/innen mit Fokus auf Lieferkettenresilienz
- Qualitätsmanager/innen mit Bezug zu Compliance und Prozesssicherheit
Für die Teilnahme werden eine abgeschlossene Ausbildung mit Berufserfahrung oder ein abgeschlossenes Studium vorausgesetzt. Erforderlich sind zudem sichere Deutschkenntnisse in Wort und Schrift, soziale Kompetenzen sowie grundlegende IT-Kompetenz, da die Weiterbildung mit digitalen Tools und Analysemethoden arbeitet.
Ablauf & Abschluss
Die Weiterbildung verbindet die Vermittlung anerkannter Risikomanagement-Standards mit betriebswirtschaftlichen Führungsinhalten und einem vertieften Supply-Chain-Modul. Der inhaltliche Aufbau folgt einer klaren Logik von der Risikomethodik über die betriebswirtschaftliche Einordnung bis zur konkreten Anwendung auf Lieferketten, sodass theoretische Standards und praktische Führungsfragen durchgehend miteinander verknüpft werden.
Die Weiterbildung gliedert sich in vier inhaltlich aufeinander aufbauende Themenblöcke: Risikomanagement und Krisenprävention, betriebswirtschaftliche Grundlagen, Unternehmensführung 5.0 sowie Supply Chain Management. Der Gesamtumfang ist auf eine intensive, mehrwöchige Vermittlung mit hohem konzeptionellem Anteil ausgelegt.
Die Weiterbildung schließt mit einem trägerinternen Zertifikat zum Thema Geschäftskontinuität im Krisenfall ab, das die vermittelten Inhalte aus Business Continuity Management, Betriebswirtschaftslehre, Unternehmensführung und Supply Chain Management dokumentiert. Es handelt sich um eine trägerinterne Bestätigung, keine staatliche oder verbandliche Prüfung.
Nutzen & Perspektiven
Unternehmen sehen sich zunehmend mit Krisensituationen konfrontiert, die von Lieferkettenausfällen über IT-Störungen bis zu regulatorischen Einschnitten reichen. Diese Weiterbildung vermittelt das methodische Rüstzeug, um solche Situationen nicht reaktiv, sondern präventiv zu managen – von der systematischen Risikoidentifikation bis zur Entwicklung getesteter Notfallpläne. Der praktische Mehrwert liegt in der Kombination anerkannter Standards: COSO ERM und ISO 31000 für das Risikomanagement, ISO 9001 für Prozessqualität und ISO 55000ff für das Asset- und Materialmanagement fügen sich zu einem konsistenten Rahmen, der sich direkt auf reale Unternehmensprozesse anwenden lässt. Wer diese Standards versteht, kann Risikoberichte fundiert erstellen und im Krisenfall schneller handlungsfähig sein. Darüber hinaus stärkt die Weiterbildung die Fähigkeit, Krisenkommunikation und Supply-Chain-Resilienz zusammenzudenken: Ein Großteil realer Betriebsunterbrechungen entsteht durch Störungen in der Lieferkette, weshalb das vertiefte Supply-Chain-Modul einen unmittelbaren Praxisbezug zur eigentlichen BCM-Aufgabe herstellt. Absolvent/innen sind damit in der Lage, sowohl die strategische als auch die operative Seite der Geschäftskontinuität zu verantworten. Nicht zuletzt schärft die Weiterbildung den Blick für die Wechselwirkung zwischen kurzfristiger Krisenreaktion und langfristiger Unternehmensresilienz: Wer Risikomanagement, Prozesssteuerung und Lieferkettenwissen miteinander verzahnt, kann nicht nur auf akute Störungen reagieren, sondern die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens strukturell erhöhen. Diese Verbindung aus präventivem Denken und operativer Handlungsfähigkeit macht den Unterschied zwischen einem Unternehmen, das eine Krise übersteht, und einem, das durch sie dauerhaft geschwächt wird.
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Arbeitsmarkt-Report
Berufsbild ist branchenübergreifend einsetzbar. Karrierechancen hängen stark von zusätzlicher Spezialisierung und Region ab.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Leiter/Leiterin - Lagerwirtschaft31.043 Stellen
- Supply-Chain-Manager/Supply-Chain-Managerin1.360 Stellen
- Business-Continuity-Manager/Business-Continuity-Managerin61 Stellen
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was bedeutet "Geschäftskontinuität im Krisenfall" konkret?
Es handelt sich um eine Weiterbildung im Bereich Business Continuity Management (BCM): Teilnehmende lernen, kritische Unternehmensprozesse in Krisensituationen aufrechtzuerhalten, Notfallpläne zu entwickeln und Risiken systematisch zu managen.
Welche Standards werden im Risikomanagement vermittelt?
Die Weiterbildung behandelt Risikomanagement-Systeme nach COSO ERM, ISO 31000 und dem KonTraG sowie Prozessstandards wie ISO 9001 und ISO 55000ff für Supply Chain und Materialwirtschaft.
Ist Supply Chain Management Teil der Weiterbildung?
Ja, ein eigener Modulblock vertieft Supply Chain Management mit Fokus auf Resilienzstrategien, Digitalisierung und KI-basierte Optimierung von Lieferketten, da Lieferkettenausfälle häufige Krisenauslöser sind.
Für wen eignet sich diese Weiterbildung?
Sie richtet sich an Personen, die Verantwortung für Geschäftskontinuität übernehmen möchten, etwa angehende Business Continuity Manager/innen, Risikomanager/innen oder Supply-Chain-Risikomanager/innen.
Welchen Abschluss erhalte ich am Ende?
Die Weiterbildung schließt mit einem trägerinternen Zertifikat zum Thema Geschäftskontinuität im Krisenfall ab, das die Inhalte aus BCM, Betriebswirtschaftslehre und Supply Chain Management dokumentiert.