Gesundheitspädagoge 360°: Präventionskurse entwickeln
Weiterbildung für Gesundheits- und Präventionsfachkräfte zur Entwicklung, ZPP-konformen Aufbereitung und Vermarktung eigener Präventionskurse nach § 20 SGB V - von der Konzeption über digitale Formate bis zur Zertifizierungseinreichung.
Auf einen Blick
Überblick
Präventionskurse nach § 20 SGB V gehören zu den am stärksten nachgefragten Angeboten im Gesundheitsmarkt, doch nur Kurskonzepte, die den Anforderungen der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) entsprechen, werden von den Krankenkassen anerkannt und bezuschusst. Diese Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte aus Gesundheit, Prävention und Therapie und vermittelt den vollständigen Weg von der ersten Kursidee über die fachliche und didaktische Ausarbeitung bis zur ZPP-konformen Aufbereitung, der digitalen Umsetzung nach IKT-Kriterien und der zielgruppengerechten Vermarktung. Im Zentrum steht die Entwicklung eines eigenen Präventionskurskonzepts, das die Teilnehmenden über die gesamte Weiterbildung hinweg ausarbeiten und am Ende in eine einreichungsfähige Form bringen.
Zertifikat, Kursformate und Angebote im Marktvergleich
Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.
Zu diesem Kurs ist bisher ein Anbieter erfasst. Wenn du eine Anfrage stellst, prüfen wir zusätzlich vergleichbare Kurse anderer Anbieter.
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an 2 Standorten
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diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
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an 1 erfassten Orten
1 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerinternes Zertifikat Gesundheitspädagoge 360°
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Virtuelles Klassenzimmer3×
Zeitmodelle
- Teilzeit3×
Dauer im Markt
- mehr als 1 Monat bis 3 Monate1×
Gemeldete Preisgruppen
- 1.000–5.000 €3×
Vermittelte Kompetenzen
- ZPP-Zertifizierung
- GKV-Leitfaden Prävention
- Kurskonzeption
- IKT-Kriterien
- Onlinekurs-Aufbau
- Video- und Materialproduktion
- Zielgruppenanalyse
- Datenschutz in Onlinekursen
Zugeordnete Zielberufe
- Fachkrankenpfleger/Fachkrankenpflegerin für Psychiatrie17.274 Stellen/12 Mon.
- Fachkrankenpfleger/Fachkrankenpflegerin für Onkologie5.294 Stellen/12 Mon.
- Fachkrankenpfleger/Fachkrankenpflegerin für Nephrologie1.987 Stellen/12 Mon.
- Fachkinderkrankenpfleger/Fachkinderkrankenpflegerin für Nephrologie1.987 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 30 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
Kein Anbieter kann sich bei uns eine Platzierung oder Empfehlung kaufen.
Kursinhalte & Lernziele
Das erste Modul vermittelt die rechtlichen und fachlichen Grundlagen von Präventionskursen nach § 20 SGB V und schafft damit den Bezugsrahmen für die gesamte Weiterbildung.
- Grundlagen des § 20 SGB V und Aufgaben der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP)
- Die vier Handlungsfelder der Prävention: Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung und Entspannung, Suchtmittelkonsum
- Aufbau und Logik des GKV-Leitfadens Prävention als verbindlicher Bezugsrahmen
- Abgrenzung von Präventionskursen zu anderen Gesundheits- und Freizeitangeboten
- Anforderungen an Zielsetzung, Qualitätssicherung und Wirksamkeit von Präventionskursen
- Rollenverständnis als Kursleitung im Rahmen eines zertifizierten Präventionsangebots
Im zweiten Modul entwickeln die Teilnehmenden die didaktische Grundlage ihres eigenen Kurskonzepts.
- Entwicklung eines Kurskonzepts entlang eines gewählten Handlungsfeldes
- Erstellung eines vollständigen Stundenverlaufsplans mit klaren Kurszielen
- Auswahl didaktischer Methoden für die Erwachsenenbildung im Gesundheitskontext
- Aufbau von Teilnehmerunterlagen und Begleitmaterialien für einzelne Kurseinheiten
- Struktureller Aufbau eines Kurses von der Einführung bis zum Abschluss
- Integration von Reflexions- und Übungsanteilen in einzelne Kurseinheiten
Das dritte Modul widmet sich der digitalen Umsetzung von Präventionskursen und den dafür geltenden IKT-Kriterien.
- Anforderungen IKT-gestützter Individualmaßnahmen im Vergleich zu Präsenzkursen
- Kriterien an Interaktivität, Betreuung und Rückmeldung in Online-Präventionskursen
- Auswahl einer geeigneten technischen Plattform für die Kursdurchführung
- Grundlagen des Datenschutzes bei der Verarbeitung von Teilnehmerdaten
- Produktion von Video- und Bildmaterial für digitale Kurseinheiten
- Sicherstellung der IKT-Compliance über die gesamte Kurslaufzeit hinweg
Das vierte Modul behandelt die ZPP-Einreichung sowie die Positionierung und Vermarktung des eigenen Angebots.
- Ablauf und formale Anforderungen der ZPP-Einreichung eines Kurskonzepts
- Notwendige Nachweise und Unterlagen für die Zertifizierung
- Zielgruppenanalyse für die eigene Kursidee
- Positionierung des Angebots im regionalen und überregionalen Präventionsmarkt
- Ansprache von Einzelpersonen sowie betrieblichen Auftraggebern im Gesundheitsmanagement
- Grundlagen der Evaluation und Weiterentwicklung eines laufenden Kursangebots
Ergänzend arbeiten die Teilnehmenden durchgängig an einem eigenen Präventionskurskonzept, das die Inhalte aller vier Module praktisch zusammenführt.
- Festlegung eines Handlungsfeldes und einer Zielgruppe für das eigene Kurskonzept
- Formulierung von Kurszielen entlang der Vorgaben des GKV-Leitfadens Prävention
- Ausarbeitung eines vollständigen Stundenverlaufsplans für den eigenen Kurs
- Entwicklung einzelner Kurseinheiten inklusive Übungen und Reflexionsfragen
- Erstellung von Teilnehmerunterlagen für mindestens eine Kurseinheit
- Produktion einer Beispielsequenz für ein Videoelement des eigenen Kurses
- Konzeption eines Quiz- oder Interaktionselements zur Lernerfolgskontrolle
- Prüfung des eigenen Kurskonzepts anhand der geltenden IKT-Kriterien
- Zusammenstellung der für eine ZPP-Einreichung erforderlichen Unterlagen
- Entwicklung eines Evaluationsbogens für Teilnehmerfeedback
- Ausarbeitung eines Marktpositionierungs-Kurzkonzepts für das eigene Angebot
- Skizzierung eines Vermarktungsplans für Einzelteilnehmende oder Unternehmenskunden
Die vier Module bauen so aufeinander auf, dass am Ende der Weiterbildung ein vollständiges, einreichungsfähiges Präventionskurskonzept steht: von der rechtlichen Einordnung über die didaktische Ausarbeitung und die digitale Umsetzung bis zur Vermarktung. Diese Reihenfolge folgt bewusst dem tatsächlichen Weg, den ein Kurskonzept auf dem Weg zur ZPP-Zertifizierung durchläuft. Am Ende der Weiterbildung verfügen die Teilnehmenden über ein eigenes, ausgearbeitetes Kurskonzept sowie über das Wissen, wie dieses formal korrekt bei der ZPP eingereicht und anschließend am Markt positioniert werden kann - eine Kombination aus fachlicher, digitaler und unternehmerischer Kompetenz, die im Präventionsbereich selten in dieser Form vermittelt wird.
Lernziele:
- Die rechtlichen Grundlagen des § 20 SGB V und die Systematik der Zentralen Prüfstelle Prävention einordnen
- Die vier Handlungsfelder der Prävention voneinander unterscheiden und einem eigenen Kurskonzept zuordnen
- Ein Präventionskurskonzept entlang der Vorgaben des GKV-Leitfadens Prävention entwickeln
- Einen vollständigen Stundenverlaufsplan mit nachvollziehbaren Kurszielen erstellen
- Didaktische Methoden auswählen, die für Erwachsenenbildung im Gesundheitskontext geeignet sind
- Digitale Kursformate nach den Anforderungen IKT-gestützter Individualmaßnahmen gestalten
- Eine geeignete technische Plattform für die Durchführung eines Onlinekurses auswählen
- Datenschutzanforderungen bei der Verarbeitung von Teilnehmerdaten berücksichtigen
- Video- und Begleitmaterial für digitale Kurseinheiten planen und produzieren
- Quiz- und Interaktionselemente zur Lernerfolgskontrolle in einen Onlinekurs integrieren
- Die Unterlagen für eine ZPP-Einreichung strukturiert zusammenstellen
- Ein eigenes Präventionsangebot zielgruppengerecht positionieren und vermarkten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte mit beruflicher Erfahrung im Gesundheits-, Präventions- oder Therapiebereich, die eigene Präventionskurse entwickeln, zertifizieren lassen und vermarkten möchten.
- Gesundheitsmanager/innen mit Aufgaben im betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM/BGF)
- Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten sowie andere therapeutische Fachkräfte
- Selbstständige Sportwissenschaftlerinnen und Sportwissenschaftler
- Ernährungsberater/innen und Gesundheitscoaches
- Präventions- und Gesundheitsberater/innen sowie Koordinator/innen für Prävention und BGF in Unternehmen
Vorausgesetzt wird eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Hochschulstudium im Gesundheits-, Sport-, Erziehungs- oder Pflegebereich; alternativ werden mindestens zwei Jahre Berufserfahrung im Präventions-, BGM- oder Therapieumfeld anerkannt. Hinzu kommen Deutschkenntnisse auf mindestens B2-Niveau sowie digitale Grundkompetenzen im Umgang mit Videokonferenzsystemen, Lernplattformen und gängiger Office-Software. Für die Teilnahme am virtuellen Klassenzimmer wird eine entsprechende technische Ausstattung benötigt, bestehend aus PC oder Laptop, Kamera, Headset und einer stabilen Internetverbindung.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht findet im virtuellen Klassenzimmer statt und ist in Teilzeit organisiert, sodass sich die Weiterbildung neben einer bestehenden beruflichen Tätigkeit im Gesundheits- oder Präventionsbereich absolvieren lässt. Fachliche Inhalte zu § 20 SGB V, ZPP-Kriterien und IKT-Anforderungen werden in Onlineeinheiten vermittelt und unmittelbar auf das eigene Kurskonzept angewendet, das sich über die gesamte Weiterbildung hinweg entwickelt. Der wiederkehrende Wechsel zwischen fachlichem Input und der Arbeit am eigenen Konzept sorgt dafür, dass am Ende kein abstraktes Theoriewissen, sondern ein konkretes, einreichungsfähiges Ergebnis steht.
Die Weiterbildung ist in Teilzeit angelegt und erstreckt sich über mehrere Einheiten im virtuellen Klassenzimmer, die aufeinander aufbauen. Der zeitliche Umfang ist so bemessen, dass neben den vier fachlichen Modulen ausreichend Raum für die praktische Ausarbeitung des eigenen Kurskonzepts bleibt. Die Teilzeitstruktur ermöglicht es, die Arbeit am eigenen Konzept zwischen den Terminen fortzusetzen und schrittweise zu vertiefen.
Die Weiterbildung schließt mit dem trägerinternen Zertifikat Gesundheitspädagoge 360° ab, das die erworbenen Kompetenzen in der Entwicklung, Aufbereitung und Vermarktung von Präventionskursen dokumentiert. Es handelt sich um eine anbieterseitige Bestätigung der Kursteilnahme, nicht um eine staatliche Prüfung oder eine Zertifizierung durch die ZPP selbst; das im Kurs erarbeitete Kurskonzept kann jedoch im Anschluss eigenständig zur ZPP-Einreichung genutzt werden.
Nutzen & Perspektiven
Der Markt für zertifizierte Präventionskurse wächst kontinuierlich, da Krankenkassen Kurse nach § 20 SGB V aktiv bezuschussen und Unternehmen ihr betriebliches Gesundheitsmanagement ausbauen. Wer über ein ZPP-konformes Kurskonzept verfügt, kann dieses sowohl direkt an Privatpersonen als auch über Kooperationen mit Krankenkassen oder Unternehmen anbieten. Der besondere Mehrwert dieser Weiterbildung liegt in der Verbindung dreier Kompetenzfelder, die üblicherweise getrennt erworben werden: fachliche Kurskonzeption, digitale Umsetzung nach IKT-Kriterien und Vermarktung. Statt nur Wissen über Präventionsarbeit zu vermitteln, führt die Weiterbildung Schritt für Schritt zu einem eigenen, marktfähigen Angebot. Für die berufliche Praxis eröffnet dies die Möglichkeit, ein eigenes Kursangebot als zusätzliches Standbein neben einer bestehenden Tätigkeit in Therapie, Beratung oder Gesundheitsmanagement aufzubauen oder ein bestehendes Leistungsspektrum um zertifizierte Präventionskurse zu erweitern. Gerade für selbstständig Tätige und Fachkräfte mit Kundenkontakt im Gesundheitsbereich entsteht so eine zusätzliche, planbare Einnahmequelle auf Basis eines anerkannten Kurskonzepts.
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Arbeitsmarkt-Report
Pflege- und Gesundheits-Fachkräfte sind seit 2018 durchgehend als Engpassberuf gelistet. Demografische Entwicklung treibt die Nachfrage; höhere Tarife in Pflege und Reform der Pflegeausbildung verbessern Einstiegsbedingungen 2025/26 weiter.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Fachkrankenpfleger/Fachkrankenpflegerin für Psychiatrie17.274 Stellen
- Fachkrankenpfleger/Fachkrankenpflegerin für Onkologie5.294 Stellen
- Fachkrankenpfleger/Fachkrankenpflegerin für Nephrologie1.987 Stellen
- Fachkinderkrankenpfleger/Fachkinderkrankenpflegerin für Nephrologie1.987 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche beruflichen Voraussetzungen benötige ich für die Teilnahme?
Vorausgesetzt wird eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Studium im Gesundheits-, Sport-, Erziehungs- oder Pflegebereich, alternativ mindestens zwei Jahre einschlägige Berufserfahrung. Hinzu kommen Deutschkenntnisse auf B2-Niveau sowie digitale Grundkompetenzen.
Muss ich am Ende ein eigenes Kurskonzept entwickelt haben?
Ja, die Entwicklung eines eigenen Präventionskurskonzepts zieht sich als roter Faden durch die Weiterbildung und mündet in ein ausgearbeitetes Konzept, das die Grundlage für eine spätere ZPP-Einreichung bilden kann.
Was bedeutet ZPP-konform in diesem Zusammenhang?
Die Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP) prüft Präventionskurskonzepte nach § 20 SGB V auf ihre Förderfähigkeit durch Krankenkassen. Die Weiterbildung vermittelt, wie ein Kurskonzept inhaltlich und formal so aufbereitet wird, dass es den Anforderungen des GKV-Leitfadens Prävention entspricht.
In welcher Form findet die Weiterbildung statt?
Der Unterricht findet im virtuellen Klassenzimmer in Teilzeit statt, sodass sich die Weiterbildung neben einer bestehenden beruflichen Tätigkeit organisieren lässt.
Für wen eignet sich diese Weiterbildung besonders?
Sie richtet sich an Fachkräfte aus Gesundheit, Prävention und Therapie, etwa aus dem betrieblichen Gesundheitsmanagement, der Physio- oder Ergotherapie oder dem Bereich Ernährungsberatung und Gesundheitscoaching, die eigene Präventionsangebote aufbauen möchten.