GPM/IPMA und PRINCE2 Agile lernen – Zertifizierung
Kombinierte Projektmanagement-Weiterbildung: klassische GPM/IPMA-Grundlagen (Level D) treffen auf PRINCE2 Agile mit Elementen aus Scrum und Kanban.
Auf einen Blick
Überblick
Diese Weiterbildung verbindet zwei unterschiedliche Projektmanagement-Traditionen in einem Curriculum: die klassische, kompetenzbasierte Systematik der GPM/IPMA mit dem prozessorientierten PRINCE2-Rahmenwerk in seiner agilen Erweiterung. Teilnehmende lernen dadurch nicht nur zwei Methodenwelten kennen, sondern auch, wie sich strukturierte Steuerung mit agilen Arbeitsweisen wie Scrum und Kanban sinnvoll verbinden lässt.
Zertifikat, Kursformate und Angebote im Marktvergleich
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an 2 Standorten
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diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
0
an 4 erfassten Orten
4 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerinterne Teilnahmebescheinigung, Vorbereitung auf PM-ZERT-Zertifizierung
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Combined Learning100 %
Zeitmodelle
- Vollzeit100 %
Dauer im Markt
- mehr als 3 Monate bis 6 Monate5×
Gemeldete Preisgruppen
- 5.000–10.000 €5×
Häufige Kursorte
- Düsseldorf2×
- Hamburg1×
- München1×
- Frankfurt am Main1×
Bundesländer
- Nordrhein-Westfalen2×
- Bayern1×
- Hamburg1×
- Hessen1×
Vermittelte Kompetenzen
- GPM/IPMA
- IPMA Level D
- PRINCE2
- PRINCE2 Agile
- Scrum
- Kanban
- Risikomanagement
- Projektplanung
Zugeordnete Zielberufe
- Projektleiter/in50.106 Stellen/12 Mon.
- Projektmanager/in24.092 Stellen/12 Mon.
- Prozessmanager/Prozessmanagerin für RPA2.019 Stellen/12 Mon.
- Scrum Master1.583 Stellen/12 Mon.
- Office-Manager/Office-Managerin663 Stellen/12 Mon.
- Geprüfter Betriebswirt/Geprüfte Betriebswirtin nach dem Berufsbildungsgesetz - Master Professional in Business Management nach dem Berufsbildungsgesetz55 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 40 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Modul GPM/IPMA Grundlagen Der erste Block führt in die Systematik der GPM/IPMA ein, die Projektmanagement als Zusammenspiel von Kontext-, Verhaltens- und Methodenkompetenz begreift und nicht allein auf Werkzeuge reduziert.
- Grundstruktur der ICB (Individual Competence Baseline) und ihre drei Kompetenzbereiche
- Rollen und Verantwortlichkeiten im klassischen Projektumfeld
- Projektphasen von der Initiierung bis zum Abschluss nach GPM-Logik
- Anforderungen und Ablauf der IPMA-Level-D-Zertifizierung als Einstiegsstufe
- Abgrenzung der IPMA-Level D bis A und deren unterschiedliche Anforderungsprofile
- Dokumentation und Berichtswesen im klassischen Projektmanagement
Modul PRINCE2 Grundlagen Im zweiten Block steht das PRINCE2-Rahmenwerk von Axelos im Mittelpunkt, das Projekte über sieben Prinzipien, definierte Themenfelder und Prozesse strukturiert.
- Die sieben PRINCE2-Prinzipien und ihre Bedeutung für die Projektsteuerung
- PRINCE2-Themenfelder wie Organisation, Qualität, Risiko und Fortschritt
- Prozessmodell von der Vorbereitung bis zum Projektabschluss
- Rollen der Lenkungsgruppe, des Projektleiters und des Teams
- Managementprodukte und deren Funktion im Projektverlauf
- Einordnung der PRINCE2-Zertifizierungsstufen Foundation und Practitioner
Modul PRINCE2 Agile und agile Arbeitsweisen Aufbauend auf den klassischen Grundlagen zeigt dieser Block, wie PRINCE2 Agile die etablierte Steuerungslogik von PRINCE2 mit agilen Konzepten kombiniert, statt sie zu ersetzen.
- Verhältnis von PRINCE2 Agile zur klassischen PRINCE2-Methodik
- Grundprinzipien von Scrum als iteratives Rahmenwerk mit Sprints und Rollen
- Einsatz von Kanban zur Visualisierung laufender Arbeit und zur Engpasssteuerung
- Anpassung klassischer Steuerungselemente an agile Arbeitszyklen
- Toleranzen und Delegation als Bindeglied zwischen Steuerung und Selbstorganisation
- Typische Stolpersteine beim Kombinieren klassischer und agiler Elemente
Modul Methodenintegration im Projektalltag Der letzte inhaltliche Block bringt beide Methodenwelten zusammen und fragt, wann welche Kombination sinnvoll ist.
- Kriterien zur Auswahl zwischen klassischer, agiler oder hybrider Vorgehensweise
- Aufbau hybrider Projektpläne mit Meilensteinen und iterativen Phasen
- Risikoerfassung und -bewertung in klassischen und agilen Kontexten
- Kommunikationsformate für gemischte Projektteams
- Stakeholder-Management über unterschiedliche Methodengrenzen hinweg
Im praktischen Teil wenden Teilnehmende beide Methodenwelten auf durchgängige Beispielprojekte an.
- Erstellung eines vollständigen Projektstrukturplans nach klassischer GPM-Logik
- Ausarbeitung eines Business Case nach PRINCE2-Vorgaben für ein Beispielprojekt
- Aufbau eines Kanban-Boards zur Visualisierung eines laufenden Arbeitsprozesses
- Simulation eines Sprint-Zyklus mit Rollenverteilung nach Scrum-Prinzipien
- Bewertung eines Beispielprojekts anhand der sieben PRINCE2-Prinzipien
- Entwicklung eines hybriden Projektplans, der Meilensteine mit Sprints kombiniert
- Rollenspiel zu Entscheidungswegen zwischen Lenkungsgruppe und Projektteam
- Risikoanalyse für ein Beispielprojekt nach klassischer und agiler Methodik im Vergleich
- Diskussion realer Projektszenarien und Auswahl einer passenden Methodenkombination
- Erarbeitung eines Kommunikationsplans für ein gemischt klassisch-agiles Team
- Präsentation eines eigenen Projektkonzepts vor der Gruppe
- Feedbackrunde zu Stärken und Schwächen der gewählten Methodenkombination
Die Weiterbildung legt durchgehend Wert darauf, GPM/IPMA und PRINCE2 nicht als konkurrierende, sondern als komplementäre Systeme zu behandeln. Während GPM/IPMA vor allem Kompetenzen von Einzelpersonen beschreibt, liefert PRINCE2 ein prozessorientiertes Rahmenwerk für das Projekt als Ganzes — und PRINCE2 Agile ergänzt dieses Rahmenwerk um iterative Arbeitsweisen, ohne die grundlegende Steuerungslogik aufzugeben. In den praktischen Übungen wechseln Teilnehmende bewusst zwischen den Perspektiven, sodass am Ende ein Verständnis dafür entsteht, welche Methode oder Methodenkombination für welches Projektumfeld tatsächlich passt, statt eine einzelne Vorgehensweise ungeprüft auf jedes Projekt zu übertragen.
Lernziele:
- Grundbegriffe des klassischen Projektmanagements nach GPM/IPMA einordnen und auf eigene Projekte anwenden
- Die IPMA-Kompetenzbereiche (Kontext, Verhalten, Methodik) unterscheiden und deren Zusammenspiel verstehen
- Anforderungen des IPMA Level D als Einstiegszertifizierung im klassischen Projektmanagement nachvollziehen
- Die sieben Prinzipien von PRINCE2 benennen und deren praktische Bedeutung erläutern
- Die PRINCE2-Themenfelder und Prozesse im Projektverlauf richtig verorten
- Den agilen Zusatz von PRINCE2 Agile von der klassischen PRINCE2-Methodik abgrenzen
- Grundprinzipien von Scrum als iteratives Rahmenwerk verstehen und von PRINCE2 abgrenzen
- Kanban als visuelles Steuerungswerkzeug für laufende Arbeitsprozesse einsetzen
- Rollen in klassischen und agilen Projektstrukturen unterscheiden und Verantwortlichkeiten zuordnen
- Projektpläne erstellen, die klassische Meilensteine mit agilen Arbeitszyklen kombinieren
- Risiken in Projekten systematisch identifizieren und nach klassischer wie agiler Logik steuern
- Eine passende Methodenkombination für ein gegebenes Projektumfeld begründet auswählen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung richtet sich an Berufstätige, die bereits Erfahrung im Projektumfeld gesammelt haben und diese um fundierte Methodenkenntnisse aus klassischem und agilem Projektmanagement erweitern möchten.
- Projektmitarbeitende, die in Richtung Projektleitung wechseln möchten
- Fachkräfte, die bislang nur eine der beiden Methodenwelten kennen
- Personen, die in hybriden Projektumgebungen mit klassischen und agilen Elementen arbeiten
- Quereinsteiger:innen mit erster Projekterfahrung, die eine strukturierte Methodengrundlage suchen
Vorausgesetzt werden erste praktische Erfahrungen im Projektumfeld, auf denen die Weiterbildung methodisch aufbaut. Ein systematisches Vorwissen zu GPM/IPMA oder PRINCE2 ist nicht erforderlich, da beide Systeme im Kurs von den Grundlagen an vermittelt werden. Sicherer Umgang mit gängiger Büro- und Planungssoftware wird erwartet.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wechselt zwischen Theorieblöcken zu den jeweiligen Methodenrahmen und praktischen Übungen an durchgängigen Beispielprojekten. Rollenspiele zu Sprint-Zyklen und Entscheidungswegen zwischen Lenkungsgruppe und Team machen den Unterschied zwischen klassischer und agiler Steuerung erfahrbar, statt ihn nur theoretisch zu erklären.
Die Weiterbildung ist so angelegt, dass beide Methodenwelten — die klassische GPM/IPMA-Systematik und das PRINCE2-Rahmenwerk samt agiler Erweiterung — mit ausreichend Tiefe behandelt werden können, bevor im abschließenden Block die Integration beider Ansätze im Vordergrund steht.
Die Weiterbildung schließt mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung im Projektmanagement ab. Ergänzend wird auf eine internationale Zertifizierung über PM-ZERT vorbereitet, die im Bereich der klassischen Projektmanagement-Kompetenzen ansetzt. Eine eigenständige externe IPMA- oder PRINCE2-Prüfung ist nicht automatisch Teil des Kurses.
Nutzen & Perspektiven
Wer nur eine der beiden Methodenwelten kennt, gerät in gemischten Projektumgebungen schnell an Grenzen: Wer ausschließlich klassisch denkt, tut sich mit iterativen Sprints schwer; wer nur agil arbeitet, unterschätzt oft den Wert klarer Meilensteine und Governance-Strukturen. Diese Weiterbildung schließt genau diese Lücke. Für den Berufsalltag bedeutet das, dass Absolvent:innen nicht nur einzelne Werkzeuge wie ein Kanban-Board bedienen, sondern begründen können, warum an welcher Stelle im Projekt welche Steuerungslogik greift. Diese Fähigkeit zur Methodenwahl ist in der Praxis oft wertvoller als die reine Kenntnis eines einzelnen Rahmenwerks. Langfristig profitieren Teilnehmende davon, dass sie in Organisationen einsetzbar sind, die klassische Governance-Anforderungen mit agilen Teams verbinden müssen — eine Konstellation, die in vielen Branchen inzwischen eher die Regel als die Ausnahme ist.
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Arbeitsmarkt-Report
Berufsbild ist branchenübergreifend einsetzbar. Karrierechancen hängen stark von zusätzlicher Spezialisierung und Region ab.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Projektleiter/in50.106 Stellen
- Projektmanager/in24.092 Stellen
- Prozessmanager/Prozessmanagerin für RPA2.019 Stellen
- Scrum Master1.583 Stellen
- Office-Manager/Office-Managerin663 Stellen
- Geprüfter Betriebswirt/Geprüfte Betriebswirtin nach dem Berufsbildungsgesetz - Master Professional in Business Management nach dem Berufsbildungsgesetz55 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen GPM/IPMA und PRINCE2?
GPM/IPMA beschreibt vor allem Kompetenzen von Projektmanager:innen in den Bereichen Kontext, Verhalten und Methodik, während PRINCE2 ein prozessorientiertes Rahmenwerk für das Projekt als Ganzes ist, aufgebaut auf sieben Prinzipien. Der Kurs vermittelt beide Systeme im Zusammenhang.
Werde ich in diesem Kurs bereits IPMA-zertifiziert?
Der Kurs führt in die Anforderungen des IPMA Level D als Einstiegsstufe ein und bereitet auf eine Zertifizierung über PM-ZERT vor. Eine eigenständige externe IPMA-Prüfung ist nicht automatisch Bestandteil der Weiterbildung.
Wird auch Scrum in diesem Kurs behandelt?
Ja, Scrum wird als iteratives Rahmenwerk behandelt und von der klassischen PRINCE2-Methodik sowie von PRINCE2 Agile abgegrenzt. Ergänzend lernen Teilnehmende Kanban als Werkzeug zur Visualisierung laufender Arbeit kennen.
Brauche ich bereits Erfahrung mit agilen Methoden?
Nein, Vorwissen zu agilen Methoden ist nicht erforderlich. Sowohl die klassischen Grundlagen nach GPM/IPMA als auch die agilen Konzepte in PRINCE2 Agile werden im Kurs von Beginn an aufgebaut.
Für wen lohnt sich diese kombinierte Weiterbildung besonders?
Besonders geeignet ist sie für Berufstätige, die in Projektumgebungen arbeiten, in denen klassische Steuerung und agile Teams aufeinandertreffen, sowie für alle, die von einer der beiden Methodenwelten in Richtung Methodenkombination wechseln möchten.