Lean Six Sigma – Prozessverbesserung lernen – Weiterbildung
Weiterbildung in der Lean-Six-Sigma-Methodik zur systematischen Prozessverbesserung, von Grundlagen bis zur praktischen Anwendung statistischer Werkzeuge.
Auf einen Blick
Überblick
Lean Six Sigma verbindet zwei ursprünglich getrennte Managementphilosophien: die aus der Automobilindustrie stammende Lean-Methode zur Vermeidung von Verschwendung und das aus der Qualitätssicherung entwickelte Six-Sigma-Verfahren zur statistischen Reduktion von Fehlern und Prozessschwankungen. Dieser Kurs vermittelt beide Ansätze in ihrer Kombination und richtet sich an Personen, die bestehende Berufserfahrung um fundiertes Prozessverbesserungs-Wissen ergänzen oder als Quereinsteiger/innen in dieses Themenfeld einsteigen möchten.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.
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1
an 3 Standorten
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diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
0
an 5 erfassten Orten
5 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerinternes Zertifikat / Teilnahmebescheinigung in Six Sigma
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Combined Learning100 %
Zeitmodelle
- Vollzeit100 %
Dauer im Markt
- mehr als 3 Monate bis 6 Monate5×
Gemeldete Preisgruppen
- 5.000–10.000 €5×
Häufige Kursorte
- Berlin1×
- Bremen1×
- Regensburg1×
- Düsseldorf1×
- Karlsruhe1×
Bundesländer
- Bayern1×
- Baden-Württemberg1×
- Berlin1×
- Bremen1×
- Nordrhein-Westfalen1×
Vermittelte Kompetenzen
- DMAIC
- FMEA
- VOC
- SIPOC
- Minitab
- Prozessanalyse
- Lean Management
Zugeordnete Zielberufe
- Fachkraft für Arbeitssicherheit5.559 Stellen/12 Mon.
- Qualitätsmanager2.408 Stellen/12 Mon.
- Prozessmanager2.019 Stellen/12 Mon.
- Metallbauermeister/Metallbauermeisterin/Bachelor Professional im Metallbauer-Handwerk478 Stellen/12 Mon.
- Six Sigma Green Belt
Datenbasis: 40 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Grundlagen von Lean Management und Six Sigma: Der Einstieg vermittelt, warum beide Ansätze historisch getrennt entstanden sind und wie ihre Kombination in der Praxis Mehrwert schafft.
- Ursprung und Grundprinzipien der Lean-Philosophie
- Die statistische Denkweise hinter Six Sigma
- Verschwendungsarten nach Lean-Verständnis und ihre Erkennungsmerkmale
- Zusammenspiel von Prozessgeschwindigkeit und Prozessqualität
- Typische Anwendungsfelder in Produktion, Dienstleistung und Verwaltung
- Abgrenzung zu klassischem Qualitätsmanagement
Der DMAIC-Zyklus als strukturierter Verbesserungsansatz: Im Zentrum jeder Six-Sigma-Anwendung steht der DMAIC-Zyklus, der in diesem Modul Schritt für Schritt erarbeitet wird.
- Define: Zieldefinition und Projektauftrag klar formulieren
- Measure: Relevante Kennzahlen bestimmen und Ist-Daten erheben
- Analyze: Ursachen von Prozessschwankungen systematisch untersuchen
- Improve: Verbesserungsschritte entwickeln und testen
- Control: Nachhaltigkeit der Verbesserung durch Kontrollpläne sichern
- Typische Stolperfallen in jeder DMAIC-Phase vermeiden
Analysewerkzeuge und Kundenorientierung: Dieses Modul vertieft die konkreten Werkzeuge, mit denen Prozesse untersucht und Kundenanforderungen erfasst werden.
- SIPOC-Diagramme zur Abgrenzung von Prozessgrenzen und Beteiligten
- VOC-Methodik zur systematischen Erfassung von Kundenstimmen
- FMEA zur strukturierten Bewertung von Fehlerrisiken und deren Priorisierung
- Ishikawa-Diagramme zur Ursachenanalyse
- Statistische Grundauswertung von Prozessdaten, etwa mit Minitab
- Interpretation von Prozessfähigkeitskennzahlen
Praxisanwendung und Projektarbeit: Der abschließende Baustein überträgt die Methodik auf reale Fallbeispiele, damit die Teilnehmenden die Werkzeuge nicht nur kennen, sondern im betrieblichen Kontext anwenden können.
- Auswahl und Abgrenzung eines geeigneten Verbesserungsprojekts
- Erhebung und Aufbereitung realer Prozessdaten
- Anwendung von DMAIC auf ein selbst gewähltes Fallbeispiel
- Präsentation von Zwischenständen und Ergebnissen
- Diskussion typischer Umsetzungshindernisse in Unternehmen
- Übertragung der Methodik auf unterschiedliche Branchenkontexte
- Einordnung der eigenen Projektarbeit in die Belt-Systematik von Six Sigma
- Rückschau über den Einsatz statistischer Software im Arbeitsalltag
- Erarbeitung eines persönlichen Vorgehensplans für künftige Verbesserungsprojekte
- Vertiefung ausgewählter statistischer Auswertungsmethoden
- Diskussion von Erfolgsfaktoren für die Akzeptanz von Verbesserungsprojekten im Team
- Abschließende Zusammenfassung der DMAIC-Anwendung am eigenen Fallbeispiel
Da Lean Six Sigma in unterschiedlichen Vertiefungsstufen existiert, die üblicherweise als Yellow, Green und Black Belt bezeichnet werden, ordnet der Kurs die vermittelten Inhalte in diese Systematik ein: Yellow Belt vermittelt die Grundbegriffe, Green Belt vertieft die eigenständige Projektleitung mit statistischen Werkzeugen, und Black Belt baut auf komplexeren statistischen Verfahren sowie der Führung mehrerer Projektteams auf. Die Teilnehmenden erarbeiten sich damit ein Fundament, das je nach Vorerfahrung und Zielsetzung als Einstieg oder als Vertiefung genutzt werden kann.
Lernziele:
- Die Grundphilosophie von Lean Management und Six Sigma erklären und ihre Kombination begründen können
- Den DMAIC-Zyklus (Define, Measure, Analyze, Improve, Control) als strukturiertes Vorgehen für Prozessverbesserungen anwenden
- Prozesse mittels SIPOC-Diagrammen abgrenzen und die relevanten Stakeholder identifizieren
- Kundenanforderungen mit der VOC-Methode (Voice of the Customer) systematisch erfassen
- Fehlermöglichkeiten und ihre Auswirkungen mit einer FMEA-Analyse bewerten
- Statistische Grundwerkzeuge zur Prozessdatenanalyse anwenden, etwa mit Software wie Minitab
- Verschwendungsarten im Sinne der Lean-Philosophie in realen Arbeitsabläufen erkennen
- Prozessfähigkeit und Streuung mithilfe statistischer Kennzahlen bewerten
- Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge mit Werkzeugen wie Ishikawa-Diagrammen strukturiert analysieren
- Verbesserungsschritte planen, umsetzen und deren Wirkung nachhalten
- Prozesse nach erfolgter Verbesserung durch Kontrollmechanismen stabil halten
- Die Rolle und Verantwortlichkeiten innerhalb eines Six-Sigma-Projektteams einordnen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs eignet sich, um bisherige Berufserfahrung mit fundiertem Six-Sigma-Wissen zu vertiefen, ebenso wie für Quereinsteiger/innen, die einen strukturierten Einstieg in die Methodik suchen.
- Fachkräfte aus Produktion oder Fertigung mit Interesse an Prozessoptimierung
- Mitarbeitende im Qualitätsmanagement, die ihr Methodenrepertoire erweitern möchten
- Projektleiter/innen, die Prozessverbesserungen strukturiert angehen wollen
- Quereinsteiger/innen, die sich neu im Bereich Prozessmanagement orientieren
Erwartet wird die Fähigkeit, selbstständig und konzeptionell zu arbeiten, sowie sehr gute Deutschkenntnisse, da die Methodik ein hohes Maß an eigenständiger Analyse verlangt. Ein statistisches oder mathematisches Vorwissen ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich, da die relevanten Grundlagen im Kurs selbst aufgebaut werden. Berufserfahrung in produktions- oder prozessnahen Tätigkeiten erleichtert den Praxistransfer, ist jedoch keine formale Bedingung für die Teilnahme.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs kombiniert theoretischen Input zur Lean-Six-Sigma-Methodik mit E-Learning-Anteilen und praktischer Projektarbeit an realitätsnahen Fallbeispielen. Statt reiner Wissensvermittlung steht die eigenständige Anwendung des DMAIC-Zyklus auf ein konkretes Verbesserungsprojekt im Mittelpunkt, sodass die Teilnehmenden die Methodik direkt an einem selbst gewählten Beispiel erproben.
Die Weiterbildung ist modular aufgebaut und deckt sowohl die methodischen Grundlagen als auch deren praktische Anwendung ab. Der zeitliche Umfang richtet sich nach dem gebuchten Kurstermin; durch die Kombination aus Theorie, Werkzeugvertiefung und Projektarbeit ist ausreichend Zeit für den eigenständigen Praxistransfer eingeplant.
Am Ende der Weiterbildung erhalten die Teilnehmenden ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine Teilnahmebescheinigung in Six Sigma, ergänzt um Nachweise zu erworbenen E-Learning-Fähigkeiten und weiteren Six-Sigma-nahen Kompetenzen.
Nutzen & Perspektiven
Lean Six Sigma gehört zu den am weitesten verbreiteten Methodiken zur Prozessverbesserung und wird branchenübergreifend eingesetzt, von der industriellen Fertigung bis zur Dienstleistungsbranche und zunehmend auch in administrativen Abläufen. Wer die Methodik beherrscht, kann Prozesse nicht nur intuitiv, sondern datenbasiert und nachvollziehbar verbessern, was Entscheidungen im Unternehmen deutlich belastbarer macht als reine Erfahrungswerte oder Bauchgefühl. Der Kurs vermittelt dafür ein strukturiertes Handwerkszeug, das über einzelne Werkzeuge wie SIPOC oder FMEA hinausgeht und den gesamten DMAIC-Zyklus als wiederholbares Vorgehen etabliert. Diese Struktur macht Verbesserungsprojekte im Berufsalltag greifbarer und nachvollziehbarer für alle Beteiligten, da jede Projektphase klar benannt und mit eigenen Werkzeugen hinterlegt ist, statt Verbesserung dem Zufall einzelner Ideen zu überlassen. Ein weiterer Vorteil liegt in der Übertragbarkeit der Methodik: Wer den DMAIC-Zyklus einmal an einem eigenen Fallbeispiel durchlaufen hat, kann das gleiche Vorgehen später auf ganz andere Prozesse anwenden, unabhängig davon, ob es sich um Fertigungsabläufe, Dienstleistungsprozesse oder interne Verwaltungsabläufe handelt. Diese Flexibilität unterscheidet Lean Six Sigma von rein branchenspezifischen Qualitätswerkzeugen. Für den beruflichen Werdegang eröffnet fundiertes Lean-Six-Sigma-Wissen Perspektiven im Prozess- und Qualitätsmanagement, da Unternehmen zunehmend nach Fachkräften suchen, die Verbesserungspotenziale eigenständig identifizieren und mit belastbaren Daten begründen können, statt Verbesserungsvorschläge nur intuitiv zu formulieren. Wer die Belt-Systematik als Einordnungsrahmen versteht, kann außerdem gezielt entscheiden, ob eine weiterführende Vertiefung in Richtung Green oder Black Belt für die eigene Karriereplanung sinnvoll ist.
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Arbeitsmarkt-Report
Bau- und Handwerksbetriebe melden seit 2021 anhaltenden Fachkräftemangel — besonders im Bereich energetische Sanierung, Wärmepumpen-Installation und Energieberatung. Wer auf Effizienz-Themen spezialisiert ist, profitiert direkt von KfW-Programmen und BEG-Förderung.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Fachkraft für Arbeitssicherheit5.559 Stellen
- Qualitätsmanager2.408 Stellen
- Prozessmanager2.019 Stellen
- Metallbauermeister/Metallbauermeisterin/Bachelor Professional im Metallbauer-Handwerk478 Stellen
- Six Sigma Green Belt0 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen Yellow, Green und Black Belt?
Yellow Belt vermittelt die methodischen Grundbegriffe, Green Belt vertieft die eigenständige Leitung von Verbesserungsprojekten mit statistischen Werkzeugen, und Black Belt baut auf komplexeren statistischen Verfahren sowie der Führung mehrerer Projektteams auf. Dieser Kurs legt das methodische Fundament für diese Stufen.
Benötige ich statistische Vorkenntnisse?
Nein, statistisches Vorwissen ist hilfreich, aber nicht zwingend. Die relevanten Grundlagen zur Prozessdatenanalyse werden im Kurs selbst aufgebaut.
Was ist der DMAIC-Zyklus?
DMAIC steht für Define, Measure, Analyze, Improve und Control und beschreibt das strukturierte Vorgehen, mit dem Prozesse in Six-Sigma-Projekten systematisch verbessert werden.
Für wen eignet sich dieser Kurs?
Der Kurs richtet sich sowohl an Berufserfahrene, die ihr Wissen vertiefen möchten, als auch an Quereinsteiger/innen, die einen strukturierten Einstieg in die Six-Sigma-Methodik suchen.
Welche Werkzeuge lerne ich konkret kennen?
Der Kurs vermittelt unter anderem SIPOC-Diagramme, die VOC-Methodik, FMEA-Analysen sowie statistische Grundauswertungen, etwa mit Software wie Minitab.