Lean Six Sigma Green Belt mit Design Thinking – Kurs
Lean Six Sigma Green Belt trifft Design Thinking: statistikbasierte Prozessoptimierung kombiniert mit nutzerzentrierter Innovationsarbeit.
Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:
Kostenlos & unverbindlich anfragenAuf einen Blick
Kurzantworten zum Kurs
Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung
- Wie lange dauert der Kurs?
- Die Weiterbildung wird überwiegend in Vollzeit angeboten, teilweise ist auch eine Teilzeit-Variante möglich. Der Umfang deckt sowohl die vollständige Six-Sigma-Methodik samt DMAIC-Zyklus und Statistiksoftware als auch den kompletten Design-Thinking-Prozess von der Bedürfniserhebung bis zum… Details
- Welcher Abschluss ist vorgesehen?
- Nach Bestehen der internen Six-Sigma-Abschlussprüfung erhalten die Teilnehmenden eine international anerkannte Zertifizierung zum Six Sigma Green Belt. Ergänzend dokumentiert eine trägerinterne Teilnahmebescheinigung die erworbenen Design-Thinking-Kompetenzen sowie E-Learning-Fähigkeiten und… Details
- Welche Voraussetzungen gelten?
- Erwartet werden die Fähigkeit, selbstständig und konzeptionell zu arbeiten, sowie sehr gute Deutschkenntnisse. Da sowohl statistische Auswertungen als auch offene, kreative Arbeitsformen Teil der Weiterbildung sind, profitieren Teilnehmende von einer gewissen Aufgeschlossenheit gegenüber… Details
Worum geht es in diesem Kurs?
Diese Weiterbildung verbindet zwei Denkschulen, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben: das datengetriebene, statistisch fundierte Vorgehen von Lean Six Sigma und das offene, nutzerzentrierte Arbeiten des Design Thinkings. Wer den Kurs durchläuft, lernt, Prozesse mit klassischen Lean-Werkzeugen und dem DMAIC-Zyklus systematisch zu analysieren und zu verbessern – und ergänzt dieses Handwerk um Methoden, mit denen sich Bedürfnisse von Nutzerinnen und Nutzern erst richtig verstehen und in kreative Lösungsansätze übersetzen lassen. Eine international anerkannte Six-Sigma-Green-Belt-Zertifizierung ist Teil der Weiterbildung.
Was lernst du in diesem Kurs?
Der erste Themenblock legt das Fundament der Prozessoptimierung nach Lean-Prinzipien. Im Mittelpunkt steht die Fähigkeit, Verschwendung in Abläufen zu erkennen und Prozesse konsequent auf Wertschöpfung auszurichten.
- Lean-Philosophie und systematische Verschwendungsvermeidung
- Shopfloor Management zur Prozesssteuerung direkt am Ort des Geschehens
- Wertstromanalyse und ABC-Analyse zur Priorisierung von Optimierungsschritten
- Lean-Manufacturing-Methoden: 5S, visuelles Management, Error Proofing
- Auswahl und Einsatz von Werkzeugen zur Prozessanalyse
- Definition und Interpretation von Kennzahlen zur Projekt- und Prozessbewertung
Der zweite Block vertieft die statistische Seite von Six Sigma und führt in den DMAIC-Zyklus als zentrales Optimierungsverfahren ein – das methodische Herzstück der Green-Belt-Qualifikation.
- Grundlagen der Statistik und statistischer Analysemethoden
- Der DMAIC-Zyklus: Define, Measure, Analyze, Improve, Control im Detail
- Arbeiten mit der Statistiksoftware Minitab zur Datenauswertung
- Ableitung von Optimierungsschritten aus statistischen Befunden
- Verknüpfung von Lean-Werkzeugen mit Six-Sigma-Kennzahlen
- Vorbereitung auf die interne Six-Sigma-Abschlussprüfung
Der dritte Block wendet sich dem Design-Thinking-Prozess zu und bringt damit eine nutzerzentrierte, kreative Perspektive in die sonst stark analytisch geprägte Prozessarbeit ein.
- Der Design-Thinking-Prozess von der ersten Problemdefinition bis zum Prototyp
- Needfinding, Standpunktdefinition und strukturierte Ideenfindung
- Entwicklung, Test und Rückschau von Prototypen im iterativen Vorgehen
- Empathie und Zielgruppenverständnis als methodische Grundlage
- Effiziente Innovationsprozesse für Anwendungen am Massenmarkt
- Visualisierungskonzepte zur Darstellung von Ideen und Lösungsansätzen
Der Praxisblock verzahnt beide Methodenwelten in konkreten Übungsszenarien, sodass die Teilnehmenden erleben, wie sich statistische Prozessoptimierung und nutzerzentriertes Denken gegenseitig ergänzen.
- Durchführung einer vollständigen Wertstromanalyse an einem Beispielprozess
- Anwendung der 5S-Methode auf ein simuliertes Arbeitsumfeld
- Datenauswertung eines Prozessbeispiels mit Minitab
- Durchlaufen eines kompletten DMAIC-Zyklus an einem Fallbeispiel
- Needfinding-Interviews zur Erhebung von Nutzerbedürfnissen
- Entwicklung von Personas auf Basis der erhobenen Bedürfnisse
- Bau eines einfachen Prototyps für eine Prozess- oder Produktidee
- Testrunde mit Feedback-Auswertung und Prototyp-Überarbeitung
- Kombination von Lean-Kennzahlen mit Design-Thinking-Ergebnissen in einem Abschlusskonzept
- Erstellung eines visuellen Konzepts zur Präsentation der Optimierungsidee
- Rückschau, welche Methode in welcher Prozesssituation den größeren Hebel bietet
- Präsentation eines kombinierten Optimierungs- und Innovationskonzepts
Diese Verzahnung ist bewusst gewählt: Klassische Lean-Six-Sigma-Programme optimieren bestehende Prozesse oft sehr gründlich, verlieren dabei aber mitunter den Blick für tatsächliche Nutzerbedürfnisse. Design Thinking wiederum liefert kreative Ansätze, bleibt aber ohne statistische Fundierung häufig auf der Ideenebene stehen. Die Kombination beider Ansätze schließt diese Lücke. Am Ende der Weiterbildung verfügen die Teilnehmenden über ein Methodenrepertoire, das sowohl die Effizienz bestehender Prozesse steigert als auch neue, nutzerzentrierte Lösungsansätze hervorbringen kann – zwei Fähigkeiten, die in modernen Projektmanagement- und Prozessrollen zunehmend gemeinsam gefragt sind.
Lernziele:
- Grundprinzipien der Lean-Philosophie verstehen und Verschwendung in Prozessen erkennen
- Shopfloor Management als Steuerungsinstrument für Produktions- und Ablaufprozesse anwenden
- Wertströme mit Wertstromanalyse und ABC-Analyse systematisch abbilden und bewerten
- Lean-Manufacturing-Methoden wie 5S, visuelles Management und Error Proofing praktisch einsetzen
- Werkzeuge zur Prozessanalyse und -optimierung zielgerichtet auswählen und anwenden
- Kennzahlen zur Projekt- und Prozessbewertung definieren und interpretieren
- Statistische Grundlagen und Analysemethoden für datenbasierte Entscheidungen nutzen
- Den DMAIC-Zyklus als strukturiertes Optimierungsverfahren eigenständig durchführen
- Die Statistiksoftware Minitab für Prozessdatenauswertung anwenden
- Den Design-Thinking-Prozess von Needfinding bis Prototyping durchlaufen
- Nutzerbedürfnisse durch Empathie und Zielgruppenverständnis präzise erfassen
- Prototypen entwickeln, testen und anhand von Nutzerfeedback iterativ verbessern
Für wen ist der Kurs geeignet?
Der Kurs eignet sich für Personen mit erster Berufserfahrung im Projekt- oder Prozessmanagement, die ihre bisherigen Erfahrungen um fundierte, international anerkannte Methodik erweitern möchten. Er passt sowohl für stark analytisch arbeitende Fachkräfte, die eine kreative Ergänzung suchen, als auch für kreativ orientierte Personen, die ihre Ideen künftig datenbasiert absichern wollen.
- Projekt- und Prozessmanager:innen mit Interesse an strukturierter Prozessoptimierung
- Qualitätsmanager:innen, die Six-Sigma-Methodik vertiefen möchten
- Personen mit Berufserfahrung, die ihre Methodenkompetenz um ein anerkanntes Zertifikat ergänzen wollen
- Fachkräfte, die Innovationsarbeit und Prozessoptimierung stärker miteinander verzahnen möchten
- Berufstätige, die selbstständig und konzeptionell arbeiten und dies methodisch untermauern wollen
Erwartet werden die Fähigkeit, selbstständig und konzeptionell zu arbeiten, sowie sehr gute Deutschkenntnisse. Da sowohl statistische Auswertungen als auch offene, kreative Arbeitsformen Teil der Weiterbildung sind, profitieren Teilnehmende von einer gewissen Aufgeschlossenheit gegenüber analytischem wie auch explorativem Arbeiten. Individuelle fachliche Voraussetzungen werden vorab im persönlichen Gespräch geklärt.
Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?
Der Unterricht findet auf Deutsch im Combined-Learning-Format statt, überwiegend in Vollzeit, in Teilen auch in Teilzeit möglich. Die Lean-Six-Sigma-Inhalte werden anhand von Prozessbeispielen und statistischer Software vermittelt, während die Design-Thinking-Module in offenen, workshopartigen Formaten mit Prototyping-Übungen erarbeitet werden. Diese Mischung aus strukturierter Methodenvermittlung und kreativer Werkstattarbeit prägt den gesamten Kursverlauf.
Die Weiterbildung wird überwiegend in Vollzeit angeboten, teilweise ist auch eine Teilzeit-Variante möglich. Der Umfang deckt sowohl die vollständige Six-Sigma-Methodik samt DMAIC-Zyklus und Statistiksoftware als auch den kompletten Design-Thinking-Prozess von der Bedürfniserhebung bis zum getesteten Prototyp ab.
Nach Bestehen der internen Six-Sigma-Abschlussprüfung erhalten die Teilnehmenden eine international anerkannte Zertifizierung zum Six Sigma Green Belt. Ergänzend dokumentiert eine trägerinterne Teilnahmebescheinigung die erworbenen Design-Thinking-Kompetenzen sowie E-Learning-Fähigkeiten und weitere Soft Skills.
Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?
Der zentrale Mehrwert dieser Weiterbildung liegt in der Kombination zweier Methodenwelten, die in der Praxis oft getrennt vermittelt werden. Wer sowohl Six-Sigma-Statistik als auch Design-Thinking-Kreativität beherrscht, kann Prozessoptimierung nicht nur technisch sauber, sondern auch am tatsächlichen Nutzerbedürfnis ausrichten – ein Vorteil, der in vielen Unternehmen bislang ungenutzt bleibt. Die international anerkannte Green-Belt-Zertifizierung macht die statistische Kompetenz zudem extern nachweisbar und damit über den eigenen Betrieb hinaus verwertbar. Gleichzeitig erweitert der Design-Thinking-Teil das Rollenprofil in Richtung Innovationsarbeit, sodass Absolvent:innen nicht nur bestehende Prozesse verbessern, sondern auch neue Lösungsansätze aktiv mitgestalten können. Für Unternehmen, die Prozessoptimierung und Produktinnovation zunehmend zusammen denken, ist diese Doppelqualifikation besonders wertvoll: Sie reduziert die Notwendigkeit, für beide Aufgabenfelder getrennte Spezialist:innen vorzuhalten, und schafft Fachkräfte, die zwischen analytischer Prozessarbeit und kreativer Lösungsfindung vermitteln können.
Welche Förderung passt zu dir?
Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Berufswege prüfen
Zugeordnete Zielberufe
Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.
- Prozessmanager
- Qualitätsmanager
- Projektmanager
- Lean Six Sigma Green Belt
- Lean Manager
Vor der Kurswahl klären
- Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
- Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
- Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?
Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.
Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was unterscheidet diesen Kurs von einer klassischen Six-Sigma-Weiterbildung?
Neben der vollständigen Six-Sigma-Methodik mit DMAIC-Zyklus und Minitab-Schulung enthält der Kurs einen eigenständigen Design-Thinking-Block, der nutzerzentrierte Innovationsmethoden vermittelt – eine Kombination, die klassische Six-Sigma-Programme meist nicht bieten.
Erhalte ich eine offizielle Six-Sigma-Zertifizierung?
Ja, nach Bestehen der internen Abschlussprüfung erhalten Sie eine international anerkannte Zertifizierung zum Six Sigma Green Belt.
Brauche ich Vorkenntnisse in Statistik?
Die statistischen Grundlagen werden im Kurs aufgebaut. Vorausgesetzt wird die Fähigkeit zu selbstständigem, konzeptionellem Arbeiten, keine vorherige Statistikausbildung.
Ist der Design-Thinking-Teil auch ohne Kreativhintergrund geeignet?
Ja, der Design-Thinking-Prozess wird von Grund auf vermittelt, von der Bedürfniserhebung über Prototyping bis zum Testing. Ein kreativer Hintergrund ist nicht erforderlich, Aufgeschlossenheit für offenes Arbeiten ist hilfreich.
Wird der Kurs in Vollzeit oder Teilzeit angeboten?
Der Kurs findet überwiegend in Vollzeit statt, teilweise ist auch eine Teilzeit-Variante verfügbar. Details werden im persönlichen Gespräch geklärt.