GMP-Qualitätsmanagement für Arzneimittel – Weiterbildung
GMP-Weiterbildung zum Qualitätsmanagement bei Herstellung, Verpackung und Prüfung von Arzneimitteln – von den regulatorischen Grundlagen bis zur Überwachung und Abweichungsbearbeitung.
Auf einen Blick
Überblick
Dieser Kurs vermittelt die Grundlagen der Good Manufacturing Practice (GMP) für die pharmazeutische Herstellung, Verpackung und Prüfung von Arzneimitteln. Ausgehend vom regulatorischen Rahmen des Qualitätsmanagements zeigt die Weiterbildung, wie sich GMP-Anforderungen in der täglichen Praxis von Produktion und Qualitätskontrolle umsetzen lassen und wie Abweichungen, Audits und behördliche Überwachung strukturiert gehandhabt werden.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.
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an 3 Standorten
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diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
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an 2 erfassten Orten
1 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerinternes Zertifikat nach interner Prüfung
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Präsenzunterricht2×
Zeitmodelle
- Vollzeit2×
Dauer im Markt
- mehr als 1 Woche bis 1 Monat2×
Gemeldete Preisgruppen
- 1.000–5.000 €2×
Häufige Kursorte
- Erfurt1×
- Nordhausen1×
Bundesländer
- Thüringen2×
Vermittelte Kompetenzen
- Good Manufacturing Practice
- Qualitätsmanagement
- Chargendokumentation
- Abweichungsmanagement
- CAPA
- Auditvorbereitung
- Regulatorische Anforderungen Pharma
Zugeordnete Zielberufe
- Qualitätsmanager/Qualitätsmanagerin2.408 Stellen/12 Mon.
- Fachkraft für Medizinprodukteaufbereitung423 Stellen/12 Mon.
- Geprüfter Prozessmanager/Geprüfte Prozessmanagerin - Produktionstechnologie272 Stellen/12 Mon.
- Industriemeister/Industriemeisterin Fachrichtung Flugzeugbau/Luftfahrttechnik/Bachelor Professional in Luftfahrttechnik63 Stellen/12 Mon.
- Fachapotheker/Fachapothekerin14 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 18 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 – Grundlagen von GMP und Qualitätsmanagement Der Einstieg schafft das regulatorische Fundament, auf dem alle weiteren Inhalte aufbauen.
- Entstehung und Zielsetzung der Good Manufacturing Practice
- Aufbau eines pharmazeutischen Qualitätsmanagementsystems
- Zentrale Begriffe wie Qualifizierung, Validierung und Spezifikation
- Verantwortlichkeiten der sachkundigen Personen im Betrieb
- Zusammenspiel von GMP mit angrenzenden Regelwerken der Arzneimittelherstellung
- Dokumentationsgrundsätze als durchgängiges Prinzip des Qualitätsmanagements
Modul 2 – GMP in der Herstellung Dieser Block überträgt die Grundlagen auf den eigentlichen Herstellungsprozess von Arzneimitteln.
- Hygiene- und Reinraumanforderungen im Produktionsumfeld
- Anforderungen an Personal, Kleidung und Zutrittsregelungen
- Chargendokumentation und Rückverfolgbarkeit im Herstellungsprozess
- Umgang mit Ausgangsstoffen und Zwischenprodukten
- Reinigungs- und Validierungsanforderungen an Anlagen
- Typische Risikofaktoren bei der Arzneimittelherstellung
Modul 3 – GMP in Verpackung und Prüfung Im Anschluss rücken die Prozessschritte nach der eigentlichen Herstellung in den Fokus.
- Anforderungen an Primär- und Sekundärverpackung
- Kennzeichnungspflichten und Packmittelkontrolle
- Prüfmethoden der Qualitätskontrolle für Wirk- und Hilfsstoffe
- Freigabeprozesse vor der Marktfreigabe eines Arzneimittels
- Umgang mit Retention- und Rückstellmustern
- Schnittstellen zwischen Verpackung, Prüfung und Qualitätssicherung
Modul 4 – Überwachung, Audits und Abweichungsmanagement Der letzte inhaltliche Block behandelt die kontinuierliche Überwachung der GMP-Konformität.
- Ablauf und Zielsetzung interner Selbstinspektionen
- Vorbereitung und Begleitung externer Audits
- Systematische Erfassung und Bewertung von Abweichungen
- Ableitung und Nachverfolgung von CAPA-Handlungsschritte
- Rolle der Überwachungsbehörden in der pharmazeutischen Qualitätssicherung
- Kontinuierliche Verbesserung des Qualitätsmanagementsystems
- Umgang mit wiederkehrenden Abweichungen und deren Ursachenanalyse
- Berichtswesen gegenüber Geschäftsleitung und Überwachungsbehörden
Praxisteil – Anwendung anhand realitätsnaher GMP-Fallbeispiele
- Bearbeitung eines Fallbeispiels zur Chargendokumentation
- Erstellung einer beispielhaften Abweichungsmeldung
- Ableitung von CAPA-Handlungsschritte aus einem simulierten Vorfall
- Durchführung einer beispielhaften Selbstinspektion anhand einer Checkliste
- Prüfung eines Verpackungsprozesses auf Kennzeichnungskonformität
- Einordnung eines Prüfergebnisses aus der Qualitätskontrolle
- Erarbeitung eines Freigabeprozesses für ein Beispielprodukt
- Simulation eines externen Audit-Gesprächs
- Analyse eines Hygiene-Verstoßes im Produktionsbereich
- Erstellung einer Dokumentationsvorlage nach GMP-Grundsätzen
- Rückschau der Verantwortlichkeiten zwischen Herstellung und Qualitätssicherung
- Zusammenfassung der Kursinhalte anhand eines durchgehenden Fallszenarios
Die vier Module folgen bewusst dem Weg eines Arzneimittels durch die Produktion: von den regulatorischen Grundlagen über Herstellung und Verpackung bis zur Prüfung und der begleitenden Überwachung. Dadurch verstehen Teilnehmende GMP nicht als abstraktes Regelwerk, sondern als durchgängiges System, das jeden Produktionsschritt absichert. Der Praxisteil verknüpft die einzelnen Module anhand konkreter Fallbeispiele aus der pharmazeutischen Praxis, sodass die regulatorischen Anforderungen greifbar werden und sich unmittelbar auf reale Arbeitssituationen übertragen lassen.
Lernziele:
- Grundprinzipien der Good Manufacturing Practice einordnen
- Aufbau und Zusammenspiel von Qualitätsmanagementsystemen in der Pharmaproduktion verstehen
- Regulatorische Anforderungen an Herstellung, Verpackung und Prüfung von Arzneimitteln benennen
- Hygiene- und Reinraumanforderungen in der pharmazeutischen Produktion anwenden
- Chargendokumentation korrekt führen und nachvollziehbar gestalten
- Verpackungsprozesse auf Unversehrtheit und Kennzeichnungskonformität prüfen
- Prüfmethoden der Qualitätskontrolle im GMP-Umfeld einordnen
- Abweichungen systematisch erfassen und CAPA-Handlungsschritte ableiten
- Selbstinspektionen und interne Audits vorbereiten und begleiten
- Rolle und Ablauf behördlicher GMP-Überwachung nachvollziehen
- Verantwortlichkeiten zwischen Herstellung, Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle unterscheiden
- Dokumentationspflichten im GMP-Umfeld revisionssicher umsetzen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen, die ihre Kenntnisse im Qualitäts- und Prozessmanagement der pharmazeutischen Herstellung auffrischen oder sich fundiertes GMP-Wissen neu aneignen möchten.
- Mitarbeitende in der Qualitätssicherung pharmazeutischer Betriebe
- Personen mit Aufgaben in Herstellung, Verpackung oder Qualitätskontrolle von Arzneimitteln
- Angehende GMP-Beauftragte, die sich auf diese Verantwortung vorbereiten
- Fachkräfte, die perspektivisch interne Audits oder Selbstinspektionen begleiten wollen
Vorausgesetzt werden grundlegende Kenntnisse im Umgang mit gängiger Bürosoftware, da Dokumentation und Auswertung von Fallbeispielen digital erfolgen. Spezifische Vorerfahrung im GMP-Umfeld ist nicht erforderlich, da die regulatorischen Grundlagen im ersten Modul systematisch aufgebaut werden. Ein Grundverständnis für strukturiertes, dokumentationsgenaues Arbeiten erleichtert den Einstieg in die weiteren Module. Von Vorteil ist zudem ein grundsätzliches Interesse an regulatorischen und qualitätsbezogenen Fragestellungen, da diese den gesamten Kurs durchziehen.
Ablauf & Abschluss
Die Weiterbildung vermittelt die regulatorischen Grundlagen in aufeinander aufbauenden Lerneinheiten und verknüpft sie mit Übungen zur Dokumentation sowie Fallbeispielen aus der pharmazeutischen Praxis. Theorieblöcke zu GMP-Anforderungen wechseln sich mit der Bearbeitung konkreter Szenarien aus Herstellung, Verpackung und Qualitätskontrolle ab, damit die Inhalte nicht nur bekannt, sondern anwendbar werden. Wiederkehrende Übungen zur Dokumentation und Abweichungsbearbeitung sorgen dafür, dass die für GMP zentrale Sorgfalt im Umgang mit Nachweisen von Anfang an eingeübt wird.
Der Kurs gliedert sich in vier inhaltliche Blöcke von den GMP-Grundlagen über Herstellung und Verpackung bis zur Überwachung und zum Abweichungsmanagement. Der zeitliche Umfang ist so verteilt, dass für die regulatorisch anspruchsvolleren Themen wie Dokumentation und Abweichungsbearbeitung ausreichend Übungszeit zur Verfügung steht. Der modulare Aufbau erlaubt es zudem, einzelne Themenblöcke bei Bedarf noch einmal zu vertiefen, bevor die Weiterbildung mit der internen Abschlussprüfung endet.
Der Kurs schließt mit einem trägerinternen Zertifikat nach einer internen Prüfung ab, in der die regulatorischen Grundlagen sowie die praktische Anwendung auf GMP-Fallbeispiele geprüft werden. Die Kursinhalte bereiten inhaltlich auf diese Abschlussprüfung vor, eine externe, herstellerunabhängige Zertifizierung ist nicht Teil dieser Weiterbildung.
Nutzen & Perspektiven
Der Mehrwert dieser Weiterbildung liegt darin, dass sie GMP nicht als isolierte Regelsammlung vermittelt, sondern als System, das Herstellung, Verpackung, Prüfung und Überwachung eines Arzneimittels durchgängig absichert. Wer diesen Zusammenhang versteht, kann Qualitätsanforderungen nicht nur befolgen, sondern aktiv zur Fehlervermeidung in der Produktion beitragen. Für pharmazeutische Betriebe sind Mitarbeitende mit fundiertem GMP-Wissen unverzichtbar, weil Abweichungen in der Arzneimittelherstellung unmittelbare Auswirkungen auf Patientensicherheit und Marktzulassung haben können. Wer Dokumentation, Abweichungsmanagement und Audit-Vorbereitung sicher beherrscht, reduziert dieses Risiko spürbar und trägt aktiv zur Zuverlässigkeit der gesamten Lieferkette bei. Besonders in Betrieben mit häufigen behördlichen und kundenseitigen Audits zahlt sich dieses Wissen aus: Wer die Logik von Selbstinspektion, Abweichungsmeldung und CAPA-Prozess verinnerlicht hat, kann Auditsituationen gelassener begegnen und Feststellungen zügiger in nachhaltige Verbesserungen überführen. Langfristig eröffnet die Weiterbildung Perspektiven in der Qualitätssicherung und -kontrolle pharmazeutischer Unternehmen, etwa als GMP-Beauftragte/r oder in vorbereitenden Aufgaben für interne und externe Audits, in denen belastbares regulatorisches Wissen gefragt ist.
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Arbeitsmarkt-Report
Pflege- und Gesundheits-Fachkräfte sind seit 2018 durchgehend als Engpassberuf gelistet. Demografische Entwicklung treibt die Nachfrage; höhere Tarife in Pflege und Reform der Pflegeausbildung verbessern Einstiegsbedingungen 2025/26 weiter.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Qualitätsmanager/Qualitätsmanagerin2.408 Stellen
- Fachkraft für Medizinprodukteaufbereitung423 Stellen
- Geprüfter Prozessmanager/Geprüfte Prozessmanagerin - Produktionstechnologie272 Stellen
- Industriemeister/Industriemeisterin Fachrichtung Flugzeugbau/Luftfahrttechnik/Bachelor Professional in Luftfahrttechnik63 Stellen
- Fachapotheker/Fachapothekerin14 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich bereits Erfahrung im GMP-Umfeld?
Nein, die regulatorischen Grundlagen werden im ersten Modul von Grund auf vermittelt. Vorausgesetzt werden lediglich grundlegende Kenntnisse im Umgang mit gängiger Bürosoftware.
Welche Produktionsschritte deckt der Kurs ab?
Die Weiterbildung behandelt den gesamten Weg eines Arzneimittels durch die Produktion – von der Herstellung über die Verpackung bis zur Prüfung und der begleitenden Qualitätsüberwachung.
Wie wird mit Abweichungen und Audits umgegangen?
Ein eigenes Modul behandelt Selbstinspektionen, externe Audits sowie die systematische Erfassung von Abweichungen und die Ableitung von CAPA-Maßnahmen anhand praxisnaher Fallbeispiele.
Welchen Abschluss erhalte ich?
Der Kurs endet mit einem trägerinternen Zertifikat nach einer internen Prüfung, die die regulatorischen Grundlagen und deren praktische Anwendung umfasst.
Für wen eignet sich diese Weiterbildung besonders?
Angesprochen sind Mitarbeitende in Herstellung, Verpackung, Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung pharmazeutischer Betriebe sowie angehende GMP-Beauftragte.