Ausbildung der Ausbilder IHK + Datenschutz
IHK-Ausbildereignung nach AEVO kombiniert mit einer TÜV-zertifizierten Datenschutzbeauftragten-Qualifikation – zwei anerkannte Abschlüsse in einem Kurs.
Auf einen Blick
Überblick
Dieser Kurs verbindet zwei Qualifikationen, die in vielen Unternehmen gleichermaßen gefragt sind: die IHK-Ausbildereignung nach AEVO für die Anleitung von Auszubildenden sowie eine TÜV-zertifizierte Qualifikation als Datenschutzbeauftragte:r. Im ersten Teil lernen Teilnehmende, Ausbildung nach den vier gesetzlich vorgesehenen Handlungsfeldern zu planen, durchzuführen und abzuschließen. Im zweiten Teil erarbeiten sie die rechtlichen Grundlagen der DSGVO und des BDSG sowie die konkreten Aufgaben eines betrieblichen Datenschutzbeauftragten. Der Kurs eignet sich damit sowohl für Personen, die erstmals Ausbildungsverantwortung übernehmen, als auch für alle, die sich im wachsenden Feld des betrieblichen Datenschutzes qualifizieren möchten.
Abschluss, Voraussetzungen und verfügbare Qualifizierungsangebote
Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.
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an 3 Standorten
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diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
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an 1 erfassten Orten
1 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
IHK-Abschluss Ausbildung der Ausbilder (AdA) nach AEVO und TÜV-Zertifikat Datenschutzbeauftragte:r
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Online-Seminar3×
Zeitmodelle
- Vollzeit3×
Dauer im Markt
- mehr als 1 Monat bis 3 Monate3×
Gemeldete Preisgruppen
- 1.000–5.000 €3×
Vermittelte Kompetenzen
- AEVO
- DSGVO
- BDSG
- Datenschutzerklärungen
- Ausbildungsplanung
- Verarbeitungsverzeichnis
- Mitarbeiterschulung
Zugeordnete Zielberufe
- Ausbilder/in (IHK)3.891 Stellen/12 Mon.
- Personalleiter/in198 Stellen/12 Mon.
- Datenschutzbeauftragter/in88 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 24 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 – Eignung prüfen und Ausbildung planen Der erste Block behandelt das erste Handlungsfeld der AEVO: die Vorbereitung einer Ausbildung von der Eignungsprüfung bis zur Planung.
- Eignung von Ausbildungsbetrieb und Ausbilder:in nach AEVO prüfen
- Eignung von Bewerber:innen für eine Ausbildungsstelle einschätzen
- Ausbildungspläne auf Basis von Ausbildungsordnungen erstellen
- Ausbildungsinhalte zeitlich und methodisch strukturieren
- Zusammenarbeit mit Berufsschule und weiteren Lernorten einordnen
- Rechtliche Rahmenbedingungen des Ausbildungsverhältnisses verstehen
Modul 2 – Ausbildung durchführen und abschließen Der zweite Block behandelt die verbleibenden Handlungsfelder der AEVO: Einstellung, Durchführung und Abschluss der Ausbildung.
- Auszubildende bei der Einstellung fachgerecht begleiten
- Ausbildungsinhalte methodisch vermitteln und an Lernfortschritte anpassen
- Lernergebnisse regelmäßig überprüfen und Feedback geben
- Mit Konflikten und Problemen während der Ausbildung konstruktiv umgehen
- Auf die Zwischen- und Abschlussprüfung gezielt vorbereiten
- Die Ausbildung ordnungsgemäß und rechtssicher abschließen
Modul 3 – Grundlagen des Datenschutzrechts: DSGVO und BDSG Der dritte Block vermittelt die rechtlichen Grundlagen, auf denen die Tätigkeit als Datenschutzbeauftragte:r aufbaut.
- Grundprinzipien der DSGVO wie Rechtmäßigkeit, Zweckbindung und Datenminimierung
- Rechte betroffener Personen, etwa Auskunft, Berichtigung und Löschung
- Regelungen des BDSG als nationale Ergänzung zur DSGVO einordnen
- Rechtsgrundlagen für die Verarbeitung personenbezogener Daten prüfen
- Meldepflichten bei Datenschutzverletzungen verstehen
- Verarbeitungsverzeichnisse für betriebliche Prozesse aufbauen
Modul 4 – Aufgaben und Pflichten als Datenschutzbeauftragte:r Der vierte Block überträgt die rechtlichen Grundlagen auf die konkrete betriebliche Praxis der oder des Datenschutzbeauftragten.
- Technische und organisatorische Handlungsschritte zum Datenschutz bewerten
- Datenschutz-Folgenabschätzungen für risikoreiche Verarbeitungen durchführen
- Beratung von Fachabteilungen zu datenschutzkonformen Prozessen
- Schulung von Mitarbeitenden zu Datenschutzthemen vorbereiten
- Zusammenarbeit mit Aufsichtsbehörden einordnen
- Eigene Rolle als unabhängige, weisungsfreie Kontrollinstanz im Unternehmen einordnen
- Datenschutzvorfälle strukturiert dokumentieren und an die Geschäftsleitung kommunizieren
- Datenschutzkonzepte regelmäßig überprüfen und an neue Prozesse anpassen
Praxisteil – Von der Ausbildungsplanung zum Datenschutzkonzept
- Erstellung eines Ausbildungsplans für einen Beispielausbildungsberuf
- Durchführung eines simulierten Vorgesprächs mit einer Bewerberperson
- Planung einer methodischen Unterweisung zu einem Ausbildungsinhalt
- Entwicklung eines Beurteilungsbogens für Ausbildungsleistungen
- Bearbeitung eines Fallbeispiels zu einem Konflikt während der Ausbildung
- Prüfung eines betrieblichen Prozesses auf DSGVO-Konformität
- Erstellung eines Eintrags für ein Verarbeitungsverzeichnis
- Durchführung einer vereinfachten Datenschutz-Folgenabschätzung
- Bewertung technischer und organisatorischer Handlungsschritte für ein Beispielunternehmen
- Vorbereitung einer kurzen Datenschutzschulung für Mitarbeitende
- Bearbeitung einer Anfrage einer betroffenen Person zu ihren Rechten
- Präsentation eines vollständigen Ausbildungs- und Datenschutzkonzepts
Die vier Module bauen aufeinander auf: von der Planung und Durchführung der Ausbildung nach AEVO über die rechtlichen Grundlagen der DSGVO und des BDSG bis zu den konkreten Aufgaben als Datenschutzbeauftragte:r. Im Praxisteil wenden Teilnehmende beide Qualifikationsbereiche auf durchgehende Beispielfälle an, sodass am Ende sowohl ein vollständiger Ausbildungsplan als auch ein grundlegendes Datenschutzkonzept stehen.
Lernziele:
- Eignung von Auszubildenden nach den Vorgaben der AEVO prüfen
- Ausbildungspläne strukturiert erstellen und mit betrieblichen Anforderungen abstimmen
- Auszubildende bei der Einstellung fachgerecht begleiten
- Ausbildungsinhalte methodisch sinnvoll vermitteln und Lernfortschritte begleiten
- Leistungen von Auszubildenden nachvollziehbar beurteilen
- Die Ausbildung ordnungsgemäß abschließen und auf die Abschlussprüfung vorbereiten
- Grundprinzipien der DSGVO wie Zweckbindung und Datenminimierung anwenden
- Regelungen des BDSG als nationale Ergänzung zur DSGVO einordnen
- Rechte betroffener Personen im Datenschutz kennen und umsetzen
- Ein Verarbeitungsverzeichnis für betriebliche Prozesse führen
- Technische und organisatorische Handlungsschritte zum Datenschutz bewerten
- Aufgaben und Pflichten als betriebliche:r Datenschutzbeauftragte:r wahrnehmen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen, die Verantwortung als Ausbilder:in übernehmen oder sich im Bereich Datenschutz beruflich qualifizieren möchten.
- Arbeitsuchende Fachkräfte, die künftig im Bereich Datenschutz tätig werden möchten
- Arbeitsuchende Führungskräfte, die sich in Datenschutz und Datensicherheit weiterbilden möchten
- Fachkräfte, die künftig Verantwortung als Ausbilder:in übernehmen möchten
- Quer- und Wiedereinsteiger:innen sowie Hochschulabgänger:innen, die eine anerkannte Zusatzqualifikation suchen
Vorausgesetzt werden gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift sowie gute PC-Kenntnisse. IT-Kenntnisse und gute Englischkenntnisse sind von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich. Fachliche Vorkenntnisse in Ausbildung oder Datenschutz werden nicht vorausgesetzt, da beide Bereiche im Kurs von Grund auf vermittelt werden.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs verbindet die strukturierte Vermittlung der AEVO-Handlungsfelder mit praxisnahen Übungen zu typischen Ausbildungssituationen sowie die rechtlichen Datenschutzgrundlagen mit Fallbeispielen aus dem betrieblichen Alltag. Beide Themenbereiche werden jeweils an konkreten Beispielen erarbeitet, statt nur theoretisch vermittelt zu werden. Simulierte Gespräche und Fallbearbeitungen wechseln sich mit kompakten Rechtsgrundlagen ab, damit juristische Inhalte nicht abstrakt bleiben.
Der Kurs gliedert sich in vier aufeinander aufbauende Module – Eignung prüfen und Ausbildung planen, Ausbildung durchführen und abschließen, Grundlagen des Datenschutzrechts sowie Aufgaben als Datenschutzbeauftragte:r – ergänzt um einen Praxisteil.
Der Kurs führt zu zwei eigenständigen Abschlüssen: dem IHK-Abschluss Ausbildung der Ausbilder (AdA) nach AEVO und dem anerkannten TÜV-Zertifikat Datenschutzbeauftragte:r.
Nutzen & Perspektiven
Der besondere Mehrwert dieses Kurses liegt in der Kombination zweier Qualifikationen, die in vielen Unternehmen tatsächlich zusammen gefragt sind: Wer Ausbildungsverantwortung übernimmt, kommt zunehmend auch mit Datenschutzfragen in Berührung, etwa bei der Verarbeitung von Bewerber- und Auszubildendendaten. Die Kombination aus IHK- und TÜV-Zertifizierung ist zudem doppelt wertvoll, weil beide Abschlüsse unabhängig voneinander anerkannt sind und sich einzeln im Lebenslauf nachweisen lassen, auch wenn sie im Berufsalltag oft zusammen gebraucht werden. Auch die praktische Dokumentation kommt im Kurs nicht zu kurz: Wer lernt, Datenschutzvorfälle strukturiert zu dokumentieren und Datenschutzkonzepte an veränderte Prozesse anzupassen, ist auf die tatsächliche Alltagsarbeit einer:s Datenschutzbeauftragten besser vorbereitet als durch reine Rechtstheorie. Ebenso profitiert die Ausbildertätigkeit von dieser Praxisnähe: Simulierte Vorgespräche und Fallbeispiele zu Ausbildungskonflikten bereiten gezielt auf Situationen vor, die im späteren Ausbildungsalltag tatsächlich auftreten. Für den beruflichen Alltag bedeutet das: Teilnehmende verlassen den Kurs mit zwei eigenständigen, anerkannten Qualifikationen, die sich sowohl einzeln als auch in Kombination einsetzen lassen – ein klarer Vorteil gegenüber Weiterbildungen, die nur eines der beiden Themen abdecken.
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Arbeitsmarkt-Report
Kaufmännische Sachbearbeitung verlagert sich Richtung digitale Prozesse (DATEV-, SAP-, Salesforce-Kenntnisse). Wer klassische Buchhaltung mit ERP/Tool-Wissen kombiniert, ist überdurchschnittlich gefragt; Reine Routine-Sachbearbeitung verliert.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Ausbilder/in (IHK)3.891 Stellen
- Personalleiter/in198 Stellen
- Datenschutzbeauftragter/in88 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Erhalte ich zwei separate Abschlüsse?
Ja, der Kurs führt zu zwei eigenständigen Qualifikationen: dem IHK-Abschluss Ausbildung der Ausbilder (AdA) nach AEVO und dem anerkannten TÜV-Zertifikat Datenschutzbeauftragte:r.
Brauche ich Vorerfahrung in Ausbildung oder Datenschutz?
Nein, beide Bereiche werden im Kurs von Grund auf vermittelt. Vorausgesetzt werden gute Deutsch- und PC-Kenntnisse.
Welche Handlungsfelder deckt der AEVO-Teil ab?
Der Kurs behandelt alle vier gesetzlich vorgesehenen Handlungsfelder: Eignung prüfen und Ausbildung planen, bei der Einstellung mitwirken, Ausbildung durchführen und die Ausbildung abschließen.
Was lerne ich im Datenschutz-Teil konkret?
Dazu zählen die Grundprinzipien der DSGVO und des BDSG, Rechte betroffener Personen, das Führen eines Verarbeitungsverzeichnisses sowie die konkreten Aufgaben einer:s Datenschutzbeauftragten.
Für wen eignet sich dieser Kurs?
Er richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die Ausbildungsverantwortung übernehmen oder sich im Bereich Datenschutz qualifizieren möchten, sowie an Quer- und Wiedereinsteiger:innen mit Interesse an einer anerkannten Doppelqualifikation.