Projekt- & Qualitätsmanagement
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Continuous Improvement Specialist mit Six Sigma Green Belt

Weiterbildung zum Continuous Improvement Specialist mit Lean Management, Change Management und inkludierter Six-Sigma-Green-Belt-Zertifizierung.

Auf einen Blick

Dauermehrere Wochen im CombØ am Markt
Formatflexibelflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*

Überblick

Dieser Kurs qualifiziert für die Rolle des Continuous Improvement Specialist (m/w/d) und verbindet drei etablierte Disziplinen der Prozessverbesserung: die Lean-Philosophie zur Vermeidung von Verschwendung, statistikbasierte Prozessoptimierung nach der Six-Sigma-Methodik sowie Change-Management-Ansätze zur nachhaltigen Verankerung von Verbesserungen in Organisationen. Der Kurs schließt mit einer international anerkannten Zertifizierung zum Six Sigma Green Belt ab und richtet sich an alle, die kontinuierliche Verbesserungsprozesse in Unternehmen aktiv mitgestalten möchten.

Berufliche FachweiterbildungInhaltsstand 02.07.2026

Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen

Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.

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Anbieter

1

an 2 Standorten

Angebote

63

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

0

an 5 erfassten Orten

Regionen

5 Bundesländer

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

International anerkannte Six-Sigma-Green-Belt-Zertifizierung (interne Abschlussprüfung) und trägerinterne Teilnahmebescheinigung

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Lernformen

  • Combined Learning100 %

Zeitmodelle

  • Vollzeit100 %

Dauer im Markt

  • mehr als 3 Monate bis 6 Monate

Gemeldete Preisgruppen

  • 5.000–10.000 €

Häufige Kursorte

  • München
  • Bonn
  • Bremen
  • Kaiserslautern
  • Frankfurt am Main

Bundesländer

  • Bayern
  • Rheinland-Pfalz
  • Bremen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Hessen

Vermittelte Kompetenzen

  • Lean Management
  • Six Sigma Green Belt
  • DMAIC
  • Minitab
  • 5S
  • Wertstromanalyse
  • Shopfloor Management
  • Change Management

Zugeordnete Zielberufe

  • Projektingenieur/Projektingenieurin13.785 Stellen/12 Mon.
  • BIM-Manager/BIM-Managerin174 Stellen/12 Mon.
  • Nachhaltigkeitsmanagement (grundständig)171 Stellen/12 Mon.
  • Business-Continuity-Manager/Business-Continuity-Managerin61 Stellen/12 Mon.

Datenbasis: 63 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Der erste Modulblock vermittelt die Grundlagen der Lean-Philosophie als Fundament kontinuierlicher Verbesserung. Im Zentrum steht die konsequente Vermeidung von Verschwendung in allen Formen, von Wartezeiten über Überproduktion bis zu unnötigen Bewegungen.

  • Grundprinzipien der Lean-Philosophie und die klassischen Verschwendungsarten
  • Shopfloor Management als tägliches Steuerungsinstrument
  • Wertstromanalyse zur Visualisierung von Material- und Informationsflüssen
  • ABC-Analyse zur Priorisierung von Prozessen und Ressourcen
  • 5S-Methode zur Arbeitsplatzorganisation
  • Visuelles Management und Error Proofing (Poka Yoke) zur Fehlervermeidung

Der zweite Modulblock führt in die statistikorientierte Prozessverbesserung nach Six Sigma ein. Hier steht die datenbasierte Analyse im Vordergrund, die es erlaubt, Prozessschwankungen objektiv zu messen und gezielt zu reduzieren.

  • Grundlagen der Statistik: Verteilungen, Streuung, Prozessfähigkeit
  • Statistische Analysemethoden zur Bewertung von Prozessqualität
  • Das DMAIC-Verfahren: Define, Measure, Analyze, Improve, Control
  • Werkzeuge zur Ursachenanalyse wie Ishikawa-Diagramm und Fehlerbaumanalyse
  • Praktische Anwendung der Statistiksoftware Minitab® an realen Datensätzen
  • Kennzahlensysteme zur Bewertung von Projekt- und Prozesserfolg

Der dritte Modulblock behandelt Change Management als notwendige Ergänzung zu technischer Prozessverbesserung. Denn selbst die beste statistische Analyse bleibt wirkungslos, wenn Verbesserungen in der Organisation nicht mitgetragen werden.

  • Interne und externe Auslöser von Unternehmenswandel
  • Typische Widerstände in Veränderungsprozessen und Strategien zu ihrer Überwindung
  • Führung und Kommunikation in Phasen des Umbruchs
  • Partizipation, Integration und Personalentwicklung als Erfolgsfaktoren von Veränderung
  • Interkulturelle Zusammenarbeit in international aufgestellten Teams
  • Merkmale erfolgreich lernender Organisationen

Im Praxisteil werden die drei Themenfelder an durchgängigen Fallbeispielen aus der betrieblichen Praxis zusammengeführt. Die Teilnehmenden bearbeiten reale Prozessprobleme von der ersten Datenerhebung bis zur nachhaltigen Verankerung der Lösung im Unternehmen.

  • Durchführung einer vollständigen Wertstromanalyse für einen Beispielprozess
  • Anwendung der 5S-Methode auf einen simulierten Arbeitsbereich
  • Erhebung und statistische Auswertung von Prozessdaten in Minitab®
  • Durchlaufen eines kompletten DMAIC-Zyklus an einem Fallbeispiel
  • Erstellung eines Ishikawa-Diagramms zur Ursachenanalyse eines Prozessfehlers
  • Entwicklung eines Kennzahlensystems zur Prozessüberwachung
  • Aufbau eines Shopfloor-Boards für die tägliche Prozesssteuerung
  • Erarbeitung eines Kommunikationsplans für ein Verbesserungsvorhaben
  • Identifikation von Widerständen in einem Rollenspiel und Erarbeitung von Gegenstrategien
  • Präsentation eines vollständigen Verbesserungsprojekts vor der Gruppe
  • Diskussion realer Praxisfälle aus unterschiedlichen Branchen
  • Rückschau der eigenen Rolle als Continuous Improvement Specialist im Unternehmenskontext

Die drei Modulblöcke sind bewusst aufeinander abgestimmt: Lean-Methoden liefern den Blick für Verschwendung und Prozessschwächen, Six Sigma liefert das statistische Handwerkszeug zur Quantifizierung und gezielten Optimierung, und Change Management sorgt dafür, dass die erarbeiteten Lösungen im Unternehmen auch tatsächlich Bestand haben. Diese Kombination spiegelt wider, wie kontinuierliche Verbesserung in der betrieblichen Praxis tatsächlich funktioniert. Am Ende der Weiterbildung steht ein zusammenfassendes Projekt, in dem die Teilnehmenden einen vollständigen Verbesserungszyklus von der Problemdefinition über die statistische Analyse bis zur organisatorischen Umsetzung selbstständig durchlaufen. Dieses Vorgehen bereitet unmittelbar auf die Rolle im betrieblichen Alltag vor, in der Prozessverbesserung selten linear, sondern meist iterativ und interdisziplinär abläuft.

Lernziele:

Nach Abschluss der Weiterbildung sind die Teilnehmenden in der Lage, Prozesse systematisch zu analysieren, Verschwendung zu identifizieren und mit statistischen Methoden gezielt zu optimieren. Im Einzelnen werden folgende Fähigkeiten aufgebaut

  • Anwendung der Lean-Philosophie zur Identifikation und Vermeidung von Verschwendung in Prozessen
  • Durchführung eines strukturierten Shopfloor Managements zur täglichen Prozesssteuerung
  • Erstellung und Interpretation von Wertstromanalysen sowie ABC-Analysen
  • Einsatz von Lean-Manufacturing-Methoden wie 5S, visuellem Management und Error Proofing
  • Auswahl und Anwendung geeigneter Werkzeuge zur Prozessanalyse und -optimierung
  • Ableitung und Interpretation von Kennzahlen zur Projekt- und Prozessbewertung
  • Anwendung statistischer Grundlagen und Analysemethoden auf reale Prozessdaten
  • Durchführung des DMAIC-Optimierungsverfahrens von der Definitions- bis zur Kontrollphase
  • Nutzung der Statistiksoftware Minitab® für datenbasierte Prozessentscheidungen
  • Einordnung interner und externer Auslöser von Unternehmenswandel
  • Überwindung von Widerständen im Rahmen von Veränderungsprozessen
  • Vorbereitung und erfolgreicher Abschluss der internen Six-Sigma-Prüfung zum Green Belt

Zielgruppe & Voraussetzungen

Der Kurs richtet sich an Personen mit Berufserfahrung im Bereich Projektmanagement, Produktion oder Qualitätswesen, die ihre bisherigen Kenntnisse um fundierte Methoden der Prozessverbesserung erweitern möchten. Die erworbenen Fähigkeiten werden durch die international anerkannte Six-Sigma-Green-Belt-Zertifizierung belegt.

  • Qualitätsmanagerinnen und Qualitätsmanager, die Verbesserungsprozesse methodisch fundieren möchten
  • Prozessverantwortliche in Produktion und Fertigung
  • Projektmanagerinnen und Projektmanager mit Interesse an datenbasierter Prozessoptimierung
  • Fach- und Führungskräfte, die Lean- und Six-Sigma-Methoden in ihrem Verantwortungsbereich einführen wollen
  • Quereinsteigende mit analytischem Interesse, die sich Richtung Prozessmanagement orientieren
Voraussetzungen:

Für die Teilnahme werden die Fähigkeit zu selbstständigem, konzeptionellem Arbeiten sowie sehr gute Deutschkenntnisse vorausgesetzt, da die statistischen Inhalte ein sicheres Verständnis komplexer Zusammenhänge erfordern. Mathematische Grundkenntnisse sind hilfreich, da im Kurs mit Kennzahlen, Verteilungen und statistischer Software gearbeitet wird; ein vertieftes Statistikstudium wird jedoch nicht vorausgesetzt, da die Grundlagen im zweiten Modulblock systematisch aufgebaut werden.

Ablauf & Abschluss

Der Unterricht findet auf Deutsch statt und verbindet theoretische Grundlagenvermittlung mit durchgängiger praktischer Arbeit an Fallbeispielen. Lean-Methoden werden zunächst konzeptionell eingeführt und anschließend an simulierten Arbeitsbereichen erprobt, während die Six-Sigma-Inhalte in engem Bezug zur Statistiksoftware Minitab® vermittelt werden. Change-Management-Aspekte fließen als durchgängiges Querschnittsthema in die Fallbeispiele ein, sodass Methodik und praktische Umsetzung nicht getrennt, sondern integriert erlebt werden.

Der Kurs findet im Combined-Learning-Format statt, überwiegend in Vollzeit mit ergänzenden Teilzeitoptionen, und erstreckt sich über mehrere Wochen. Der zeitliche Schwerpunkt liegt auf den Six-Sigma-Inhalten, da diese sowohl methodisch als auch im Hinblick auf die abschließende Prüfung den größten Vorbereitungsaufwand erfordern.

Nach Bestehen der internen Six-Sigma-Abschlussprüfung erhalten die Teilnehmenden eine international anerkannte Zertifizierung zum Six Sigma Green Belt. Ergänzend wird eine trägerinterne Teilnahmebescheinigung ausgestellt, die die vermittelten Kompetenzen in Lean Management und Change Management dokumentiert. Eine bundesweit einheitliche, gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung „Continuous Improvement Specialist" existiert nicht; der Titel beschreibt die im Kurs erworbene Funktionsrolle.

Nutzen & Perspektiven

Wer diesen Kurs abschließt, verfügt über eine der internationalen Standardzertifizierungen im Qualitäts- und Prozessmanagement. Six Sigma Green Belt gilt branchenübergreifend als Nachweis dafür, dass jemand Prozesse nicht nur intuitiv, sondern datenbasiert und methodisch fundiert verbessern kann — eine Kompetenz, die in Produktion, Dienstleistung und Verwaltung gleichermaßen gefragt ist. Der Mehrwert liegt zudem in der Kombination der drei Disziplinen: Wo klassische Six-Sigma-Kurse häufig isoliert auf Statistik fokussieren, verbindet diese Weiterbildung die quantitative Analyse mit dem Lean-Blick für Verschwendung und dem Change-Management-Verständnis für die menschliche Seite von Veränderung. Diese Kombination erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Verbesserungsprojekte im Unternehmen nicht nur konzipiert, sondern auch erfolgreich umgesetzt werden. Nicht zuletzt eröffnet die Zertifizierung Perspektiven für den beruflichen Aufstieg in Richtung Prozess- oder Qualitätsmanagement. Wer als Continuous Improvement Specialist zeigen kann, dass er Prozesse eigenständig analysieren, mit statistischen Methoden bewerten und Verbesserungen organisatorisch verankern kann, positioniert sich für Aufgaben mit wachsender Verantwortung in produzierenden wie dienstleistenden Unternehmen.

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Arbeitsmarkt-Report

Umwelt-, Energie- und Qualitätsmanagement-Rollen wachsen über zwei Jahrzehnte hinweg überdurchschnittlich. CSRD/ESG-Berichtspflichten ab 2024 sorgen für zusätzlichen Aufbau in Mittelstand und Großindustrie; Auditor:innen sind aktuell knapp.

Einstieg (0-2 J.):36.000–46.000 €
Mittel (3-7 J.):48.000–62.000 €
Senior (8+ J.):64.000–82.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Projektingenieur/Projektingenieurin
    13.785 Stellen
  • BIM-Manager/BIM-Managerin
    174 Stellen
  • Nachhaltigkeitsmanagement (grundständig)
    171 Stellen
  • Business-Continuity-Manager/Business-Continuity-Managerin
    61 Stellen

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Werden für den Kurs vertiefte Mathematik- oder Statistikkenntnisse benötigt?

Nein, die statistischen Grundlagen werden im zweiten Modulblock systematisch aufgebaut. Hilfreich sind grundlegende mathematische Kenntnisse, ein Statistikstudium ist jedoch keine Voraussetzung.

Wie ist die Six-Sigma-Abschlussprüfung aufgebaut?

Es handelt sich um eine interne Prüfung, nach deren Bestehen eine international anerkannte Zertifizierung zum Six Sigma Green Belt ausgestellt wird. Der Kurs bereitet gezielt auf die Prüfungsinhalte vor.

Was unterscheidet diesen Kurs von reinen Six-Sigma-Schulungen?

Neben der Six-Sigma-Methodik werden Lean-Management-Werkzeuge und Change-Management-Ansätze vermittelt, sodass Prozessverbesserung nicht nur statistisch, sondern auch organisatorisch fundiert angegangen wird.

Mit welcher Statistiksoftware wird im Kurs gearbeitet?

Der Kurs vermittelt praktische Kenntnisse in Minitab®, einer in der Industrie verbreiteten Software zur statistischen Prozessanalyse und Qualitätskontrolle.

Ist der Kurs auch für Berufstätige außerhalb der Produktion geeignet?

Ja. Die vermittelten Methoden zur Prozessanalyse und -verbesserung lassen sich auch auf Dienstleistungs- und Verwaltungsprozesse übertragen, auch wenn viele Beispiele aus dem produzierenden Gewerbe stammen.