Design for Six Sigma Black Belt Ausbildung
Design for Six Sigma Black Belt: Produkte und Prozesse von Anfang an auf höchste Qualität auslegen, entlang der fünf DMADV-Phasen mit international anerkanntem Zertifikat.
Auf einen Blick
Überblick
Design for Six Sigma (DFSS) unterscheidet sich von klassischem Six Sigma dadurch, dass Qualität nicht nachträglich in bestehende Prozesse hineinoptimiert, sondern von Beginn an in die Entwicklung neuer Produkte und Prozesse eingebaut wird. Diese Ausbildung zum Design for Six Sigma Black Belt vermittelt die dafür nötigen datenbasierten Methoden entlang der fünf Phasen Define, Measure, Analyse, Design und Verify. Das Guided E-Learning umfasst rund 180 Lernstunden, kombiniert Online-Module mit Lehrbriefen, Checklisten und Übungen und schließt mit einer international anerkannten Zertifizierung ab.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
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an 2 Standorten
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diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
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an 1 erfassten Orten
1 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Internationales Zertifikat als Design for Six Sigma Black Belt
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Fernunterricht2×
Zeitmodelle
- Vollzeit1×
- Teilzeit1×
Gemeldete Preisgruppen
- 1.000–5.000 €2×
Vermittelte Kompetenzen
- Six Sigma
- Design for Six Sigma (DFSS)
- Quality Function Deployment
- Kanoanalyse
- AHP (Analytisch-Hierarchischer Prozess)
- Design FMEA
- DOE (Design of Experiments)
- Statistische Prozessregelung (SPC)
Zugeordnete Zielberufe
- Leiter/Leiterin in der Qualitätssicherung243.481 Stellen/12 Mon.
- Qualitätssicherungstechniker/Qualitätssicherungstechnikerin780 Stellen/12 Mon.
- Industriemeister/Industriemeisterin Fachrichtung Flugzeugbau/Luftfahrttechnik/Bachelor Professional in Luftfahrttechnik63 Stellen/12 Mon.
- Schweißwerkmeister/Schweißwerkmeisterin52 Stellen/12 Mon.
- Industriemeister/Industriemeisterin Fachrichtung Textilwirtschaft13 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 48 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Die Define Phase bildet den Ausgangspunkt der Ausbildung und macht Kundenanforderungen messbar, bevor eine einzige technische Lösung entworfen wird.
- Systematische Ermittlung von Kundenanforderungen als Projektgrundlage
- Strukturierung und Gewichtung der Anforderungen mit der Kanoanalyse
- Priorisierung konkurrierender Anforderungen mit dem Analytisch-Hierarchischen Prozess
- Überführung von Kundenanforderungen in technische Zielgrößen über Quality Function Deployment
- Abgrenzung des Projektumfangs auf Basis der definierten Anforderungen
- Grundlegende Rollen- und Projektstruktur eines DFSS-Vorhabens
Die Measure Phase widmet sich der Konzeptentwicklung und der ersten objektiven Bewertung möglicher Lösungswege.
- Erarbeitung von Lösungskonzepten mit Funktionsanalyse und Systemanalyse
- Strukturierte Konzeptfindung über den Morphologischen Kasten
- Bewertung konkurrierender Konzepte mit der Pugh Matrix
- Einbindung von Kundenpräferenzen über die Conjoint Analyse
- Kreative Lösungsfindung mit der Erfindungsmethodik TRIZ
- Objektive Datenauswertung mittels Design of Experiments und statistischer Prozessregelung
Die Analyse Phase prüft die entwickelten Konzepte im Detail und deckt Risiken auf, bevor sie in die Umsetzung gehen.
- Systematische Risikoanalyse mit Design FMEA
- Identifikation von Fehlerursachen mittels Fehlerbaumanalyse
- Wirkkettenbetrachtung zur Analyse von Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen
- Technischer Vergleich alternativer Lösungsansätze
- Anwendung strukturierter Problemlösungsstrategien
- Präventive Ableitung von Handlungsschritten zur Schwachstellenbeseitigung
Die Design Phase überführt die geprüften Konzepte in konkrete, erprobte Lösungen.
- Systematische Anforderungserfassung mittels Requirements Engineering
- Berechnung von Toleranzketten für sicherheitsrelevante Bauteile und Prozesse
- Zuverlässigkeitsbewertung mit der Weibull Analyse
- Prozessoptimierung über die RSM-Methode und EVOP-Design
- Belastungstests mit HASS- und HALT-Verfahren
- Qualitätsplanung über Advanced Product Quality Planning (APQP)
Der Praxisteil verzahnt die Verify Phase mit der durchgängigen Anwendung des gesamten DMADV-Zyklus an einem zusammenhängenden Projektbeispiel.
- Validierung eines Produktionsprozesses mit Process FMEA
- Anwendung von Process Engineering zur Prozessabsicherung
- Statistische Analyse realer Prozessdaten zur Ergebnisbewertung
- Einordnung von DMAIC-Elementen zur kontinuierlichen Verbesserung nach dem Serienstart
- Anwendung von Lean-Management-Prinzipien zur Vermeidung von Verschwendung
- Fortlaufende statistische Prozessregelung zur Sicherstellung stabiler Qualität
- Durcharbeiten eines vollständigen Projektbeispiels von der Kundenanforderung bis zur Prozessvalidierung
- Erstellung eines Quality-Function-Deployment-Hauses für ein Beispielprodukt
- Bewertung mehrerer Konzeptvarianten mit der Pugh Matrix im Team
- Durchführung einer Design-FMEA-Sitzung zu einem Beispielbauteil
- Berechnung einer Toleranzkette für eine mehrteilige Baugruppe
- Abschließende Zusammenführung aller Phasenergebnisse zu einem freigegebenen Prozessdesign
Die fünf Phasen bauen bewusst aufeinander auf, sodass die Methoden nicht isoliert, sondern im Zusammenhang eines vollständigen Entwicklungsprojekts erlernt werden. Wer die Define Phase sauber durchläuft, profitiert in der Measure Phase von klar definierten Zielgrößen; wer in der Design Phase präzise Toleranzketten berechnet, kann in der Verify Phase gezielter validieren. Durch die Vielzahl an Werkzeugen — von der Kanoanalyse bis zum HALT-Test — entsteht ein breiter Methodenkasten, aus dem je nach Projekt und Branche gezielt ausgewählt werden kann. Genau diese Übertragbarkeit auf unterschiedliche Produkt- und Prozesskontexte unterscheidet die DFSS-Methodik von einzelnen Insellösungen.
Lernziele:
- Den Unterschied zwischen klassischem Six Sigma (DMAIC) und Design for Six Sigma (DMADV) einordnen
- Kundenanforderungen mit der Kanoanalyse strukturieren und nach Kundennutzen gewichten
- Anforderungen mithilfe des Analytisch-Hierarchischen Prozesses (AHP) priorisieren
- Kundenanforderungen über Quality Function Deployment in technische Zielgrößen überführen
- Lösungskonzepte mit Funktionsanalyse, Morphologischem Kasten, Pugh Matrix und TRIZ entwickeln und bewerten
- Design of Experiments (DOE) und statistische Prozessregelung (SPC) zur objektiven Datenauswertung einsetzen
- Risiken in neuen Produkt- und Prozesskonzepten mit Design FMEA und Fehlerbaumanalyse systematisch identifizieren
- Toleranzketten berechnen und mit Weibull-Analyse Zuverlässigkeitsdaten auswerten
- Robuste Prozesse mit RSM-Methode, EVOP-Design sowie HASS- und HALT-Tests entwickeln
- Produktionsprozesse mit Process FMEA und Process Engineering validieren
- DMAIC- und Lean-Management-Prinzipien zur Absicherung von Qualität, Kosten und Terminen anwenden
- Komplexe Entwicklungsprojekte eigenständig als Design for Six Sigma Black Belt führen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Ausbildung ist branchenübergreifend für Fach- und Führungskräfte aus Produktion, Administration, Produktentwicklung, Qualitätsmanagement, Projektmanagement und Service konzipiert.
- Qualitätsingenieur*innen und Qualitätsmanager*innen mit Interesse an vorausschauender Qualitätsplanung
- Prozessmanager*innen, die neue Prozesse von Grund auf robust gestalten möchten
- Produktentwickler*innen, die Kundenanforderungen systematisch in technische Lösungen überführen wollen
- Projektleiter*innen, die komplexe Entwicklungsprojekte datenbasiert steuern möchten
- Fach- und Führungskräfte ohne Vorkenntnisse, die sich zur zertifizierten Projektleitung qualifizieren wollen
Für die Ausbildung sind weder Vorkenntnisse in Six Sigma noch ein eigenes Projekt erforderlich, sodass ein Einstieg auch ohne methodischen Hintergrund möglich ist. Ein grundlegendes analytisches und zahlenorientiertes Denkvermögen ist hilfreich, da im Verlauf der Phasen zunehmend statistische und ingenieurwissenschaftliche Methoden zum Einsatz kommen. Interesse an Produkt- und Prozessentwicklung sowie die Bereitschaft, sich in ein umfangreiches Methodenspektrum einzuarbeiten, werden vorausgesetzt.
Ablauf & Abschluss
Das Training wird als Guided E-Learning durchgeführt und ermöglicht dadurch zeitlich flexibles Lernen bei gleichzeitig persönlicher Begleitung durch erfahrene Trainer. Neben Online-Lernmodulen stehen Lehrbriefe, Checklisten und praxisnahe Übungen zur Verfügung, mit denen die Methoden jeder Phase direkt angewendet werden. Die Fernunterrichtsform ist überwiegend in Teilzeit, teils auch in Vollzeit organisierbar.
Das Programm umfasst insgesamt rund 180 Lernstunden, verteilt auf die fünf aufeinander aufbauenden Phasen Define, Measure, Analyse, Design und Verify. Durch die Guided-E-Learning-Struktur lässt sich der zeitliche Ablauf innerhalb dieses Gesamtumfangs flexibel an persönliche und berufliche Verpflichtungen anpassen.
Die Ausbildung schließt mit einem international anerkannten Zertifikat als Design for Six Sigma Black Belt ab. Dieses Zertifikat bestätigt die Fähigkeit, komplexe Produkt- und Prozessentwicklungen eigenständig entlang der DMADV-Methodik zu führen.
Nutzen & Perspektiven
Während klassisches Six Sigma vor allem bestehende Prozesse verbessert, setzt Design for Six Sigma bereits am Reißbrett an: Qualität wird von Beginn an in Produkte und Prozesse hineinkonstruiert, statt sie im Nachhinein aufwendig nachzubessern. Das senkt langfristig Fehlerkosten und verkürzt Entwicklungszyklen, weil Schwachstellen bereits in der Design Phase erkannt werden, statt erst in der Serienproduktion. Die Breite der vermittelten Methoden, von der Kanoanalyse über TRIZ bis zu Weibull-Analyse und APQP, ermöglicht es, das Werkzeug passend zur jeweiligen Aufgabenstellung auszuwählen. Diese methodische Flexibilität ist besonders wertvoll für Fach- und Führungskräfte, die branchenübergreifend in Produktion, Produktentwicklung oder Qualitätsmanagement mit unterschiedlichsten Projekttypen konfrontiert sind. Für die eigene Karriere schafft das international anerkannte Zertifikat als Design for Six Sigma Black Belt eine klar erkennbare Qualifikation, die branchenunabhängig für datenbasierte, vorausschauende Qualitätsarbeit steht. Wer komplexe Entwicklungsprojekte künftig eigenständig führen möchte, erhält mit dieser Ausbildung ein vollständiges methodisches Fundament dafür.
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Arbeitsmarkt-Report
Berufsbild ist branchenübergreifend einsetzbar. Karrierechancen hängen stark von zusätzlicher Spezialisierung und Region ab.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Leiter/Leiterin in der Qualitätssicherung243.481 Stellen
- Qualitätssicherungstechniker/Qualitätssicherungstechnikerin780 Stellen
- Industriemeister/Industriemeisterin Fachrichtung Flugzeugbau/Luftfahrttechnik/Bachelor Professional in Luftfahrttechnik63 Stellen
- Schweißwerkmeister/Schweißwerkmeisterin52 Stellen
- Industriemeister/Industriemeisterin Fachrichtung Textilwirtschaft13 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was unterscheidet Design for Six Sigma von klassischem Six Sigma?
Klassisches Six Sigma (DMAIC) verbessert bestehende Prozesse, während Design for Six Sigma (DMADV) neue Produkte und Prozesse von Grund auf so gestaltet, dass Qualitätsanforderungen von Anfang an erfüllt werden, statt sie nachträglich zu korrigieren.
Brauche ich Vorkenntnisse in Six Sigma für diese Ausbildung?
Nein, die Ausbildung erfordert weder Vorkenntnisse in Six Sigma noch ein eigenes laufendes Projekt. Alle Methoden werden von den Grundlagen an entlang der fünf DMADV-Phasen aufgebaut.
Wie ist das Guided E-Learning organisiert?
Das Training kombiniert Online-Lernmodule mit Lehrbriefen, Checklisten und praxisnahen Übungen und wird von erfahrenen Trainern persönlich begleitet, sodass zeitlich flexibles Lernen mit fachlicher Unterstützung möglich ist.
Welche Methoden werden in den fünf Phasen konkret vermittelt?
Von Kanoanalyse und Quality Function Deployment in der Define Phase über TRIZ und Design of Experiments in der Measure Phase bis zu Weibull-Analyse und APQP in der Design Phase deckt die Ausbildung ein breites Methodenspektrum ab, das in der Verify Phase mit Process FMEA und Lean-Management-Prinzipien abgeschlossen wird.
Wie viele Lernstunden umfasst die Ausbildung insgesamt?
Das Programm umfasst insgesamt rund 180 Lernstunden, die sich flexibel über die fünf aufeinander aufbauenden Phasen der DMADV-Methodik verteilen lassen.