Kontinuitätsmanagement (BCM): Programm von A bis Z aufbauen
Business Continuity Management (BCM) systematisch aufbauen: von der Auswirkungsanalyse über Risikobewertung bis zu Kontinuitätsplanung, Training und Revision.
Auf einen Blick
Überblick
Kontinuitätsmanagement, im Fachjargon auch Business Continuity Management (BCM) genannt, befasst sich mit der systematischen Vorbereitung von Unternehmen auf unvorhersehbare betriebliche Unterbrechungen. Der Kurs vermittelt das vollständige Instrumentarium eines BCM-Programms, von der Projektinitiierung über Auswirkungsanalyse und Risikobewertung bis zur konkreten Kontinuitätsplanung, dem Training der Belegschaft sowie der regelmäßigen Prüfung und Revision des Programms. Anders als ein reaktiver Krisenplan zielt Kontinuitätsmanagement auf einen dauerhaft institutionalisierten Prozess, der Personal, Prozesse und Projekte strukturell vor Ausfällen schützt.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
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zu diesem Kurs erfasst
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diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
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an 1 erfassten Orten
1 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Keine Angabe zur Abschlussbezeichnung (kombinierbar zum IFM-Diplom)
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Online-Seminar100 %
Zeitmodelle
- Vollzeit100 %
Dauer im Markt
- bis 3 Tage10×
Gemeldete Preisgruppen
- 1.000–5.000 €10×
Vermittelte Kompetenzen
- Business Continuity Management
- Auswirkungsanalyse
- Risikobewertung
- Kontinuitätsplanung
- Projektmanagement
- Bewusstseinsbildung und Training
- Test und Wartung
- Programmrevision
Zugeordnete Zielberufe
- Sozialversicherung (grundständig)2.054 Stellen/12 Mon.
- Office-Manager/Office-Managerin663 Stellen/12 Mon.
- Innovationsmanagement (grundständig)160 Stellen/12 Mon.
- Business-Continuity-Manager/Business-Continuity-Managerin61 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 40 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Der Kurs folgt dem klassischen Lebenszyklus eines Kontinuitätsmanagement-Programms und behandelt dessen einzelne Phasen in ihrer praktischen Anwendung. Der erste Themenblock behandelt den organisatorischen Auftakt eines BCM-Programms.
- Projektinitiierung und Aufsetzen des Kontinuitätsmanagement-Programms
- Festlegung von Zielen, Geltungsbereich und Governance-Struktur des Programms
- Einbindung von Führungskräften und relevanten Fachabteilungen von Beginn an
- Ressourcenplanung für den Auf- und Ausbau des Programms
- Abgrenzung des Kontinuitätsmanagements von punktuellen Notfallschritte
- Verankerung des Programms als dauerhafte Managementaufgabe
Der zweite Themenblock widmet sich der Analyse- und Bewertungsphase, die die fachliche Grundlage für alle weiteren Schritte liefert.
- Folgeschäden- und Auswirkungsanalyse für kritische Geschäftsprozesse
- Risikobewertung systematisch durchführen und dokumentieren
- Priorisierung von Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotenzial
- Identifikation kritischer Ressourcen, Systeme und Abhängigkeiten
- Ableitung von Handlungsbedarf aus den Analyseergebnissen
- Einordnung der Analyseergebnisse in die Gesamtstrategie des Unternehmens
Der dritte Themenblock führt von der Analyse zur konkreten Planung und Umsetzung.
- Entwicklung geeigneter Strategien für unterschiedliche Ausfallszenarien
- Detaillierte Kontinuitätsplanung für einzelne Geschäftsbereiche
- Festlegung alternativer Prozesse und Ressourcen für den Ernstfall
- Abstimmung der Kontinuitätspläne mit bestehenden betrieblichen Abläufen
- Dokumentation der Pläne in einer für den Ernstfall handhabbaren Form
- Verknüpfung der Kontinuitätsplanung mit angrenzenden Managementsystemen
Der vierte Themenblock behandelt die Verankerung, Überprüfung und kontinuierliche Weiterentwicklung des Programms.
- Bewusstseinsbildung und Training der Belegschaft für den Ernstfall
- Aufbau von Trainingsformaten für unterschiedliche Zielgruppen im Unternehmen
- Test- und Wartungsprozesse für bestehende Kontinuitätspläne etablieren
- Regelmäßige Prüfung und Revision des gesamten BCM-Programms
- Anpassung der Pläne an veränderte Geschäftsprozesse und neue Risiken
- Projektmanagement im Kontinuitätsmanagement als durchgängige Steuerungsaufgabe
- Aufbau von Kennzahlen zur Bewertung der Programmreife
- Kommunikation von Testergebnissen an Geschäftsleitung und Fachabteilungen
- Einbindung externer Partner und Lieferanten in die Kontinuitätsplanung
- Umgang mit sich ändernden regulatorischen Anforderungen an Kontinuitätsmanagement
- Aufbau einer Lessons-Learned-Kultur nach durchgeführten Tests oder realen Vorfällen
- Langfristige Weiterentwicklung des Programms als Teil der Unternehmensstrategie
Die vier Themenblöcke bilden zusammen den vollständigen Lebenszyklus eines Kontinuitätsmanagement-Programms ab: von der Initiierung über die Analyse und Planung bis zur dauerhaften Verankerung durch Training, Test und Revision. Wer diesen Zyklus einmal durchlaufen hat, kann ihn im eigenen Unternehmen eigenständig anstoßen, steuern und kontinuierlich weiterentwickeln.
Lernziele:
- Ein Kontinuitätsmanagement-Programm im Unternehmen initiieren und organisatorisch verankern
- Folgeschäden und Auswirkungen potenzieller Betriebsunterbrechungen systematisch analysieren
- Risiken für kritische Geschäftsprozesse strukturiert bewerten und priorisieren
- Geeignete Strategien zur Absicherung unterschiedlicher Risikoszenarien entwickeln
- Eine detaillierte Kontinuitätsplanung für kritische Unternehmensbereiche erstellen
- Bewusstseinsbildung und Training für Mitarbeitende zum Umgang mit Kontinuitätsplänen organisieren
- Test- und Wartungsprozesse für bestehende Kontinuitätspläne etablieren
- Regelmäßige Prüfung und Revision des BCM-Programms als kontinuierlichen Verbesserungsprozess verstehen
- Projektmanagement-Methoden gezielt auf die Steuerung eines Kontinuitätsmanagement-Programms anwenden
- Verantwortlichkeiten für Personal, Prozesse und Projekte im Ernstfall klar zuordnen
- Die Rolle von Führungskräften und Fachabteilungen im Kontinuitätsmanagement-Prozess einordnen
- Ein institutionalisiertes, dauerhaftes Sicherungssystem von einem einmaligen Notfallplan abgrenzen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen, die in ihrem Unternehmen Verantwortung für den Schutz kritischer Prozesse und Ressourcen tragen oder übernehmen sollen. Da Kontinuitätsmanagement sowohl strategische als auch operative Aspekte umfasst, profitieren sowohl Führungskräfte als auch operativ tätige Verantwortliche von den vermittelten Inhalten. Angesprochen sind ebenso Personen, die bereits mit einzelnen Bausteinen wie Risikoanalyse oder Notfallplanung befasst sind, ihr Vorgehen aber erstmals in ein zusammenhängendes Programm überführen wollen, wie auch jene, die ein bestehendes BCM-Programm übernehmen und dessen Reifegrad einschätzen und weiterentwickeln müssen.
- Führungskräfte mit Verantwortung für die Betriebssicherheit
- Business Continuity Manager/innen, die ein Programm auf- oder ausbauen
- Projektmanager/innen, die BCM-Programme organisatorisch steuern
- Risikomanager/innen mit Schnittstelle zum Kontinuitätsmanagement
- Beauftragte Personen und verantwortliche Mitarbeitende der Fachabteilungen
Formale Vorkenntnisse werden für die Teilnahme nicht vorausgesetzt. Hilfreich ist ein grundlegendes Verständnis betrieblicher Prozesse und Strukturen, da die Analyse- und Planungsmethoden direkt auf reale Geschäftsprozesse angewendet werden. Erfahrung im Projekt- oder Risikomanagement erleichtert den Zugang zu den methodischen Inhalten, ist aber keine zwingende Bedingung. Da im Seminar mit konkreten Unternehmensszenarien gearbeitet wird, ist es von Vorteil, wenn Teilnehmende bereits einen Überblick über kritische Prozesse in ihrem eigenen Arbeitsumfeld mitbringen, auch wenn dieser im Kurs selbst vertieft und systematisiert wird.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird als Online-Seminar in Vollzeit durchgeführt und vermittelt die einzelnen Phasen des BCM-Lebenszyklus anhand strukturierter Erklärungen und Praxisbeispiele. Die Inhalte folgen bewusst der Reihenfolge eines realen Programmaufbaus, sodass Teilnehmende die Methodik direkt in der Abfolge kennenlernen, in der sie später im eigenen Unternehmen zur Anwendung kommt. Da das Seminar in Vollzeit stattfindet, lässt sich der komplette Zyklus von der Initiierung bis zur Revision in einem kompakten, zusammenhängenden Zeitraum durcharbeiten, ohne dass der rote Faden zwischen den einzelnen Phasen verloren geht.
Das Seminar wird in Vollzeitform als Online-Format angeboten und deckt den vollständigen Lebenszyklus eines Kontinuitätsmanagement-Programms ab, von der Projektinitiierung bis zu Test, Prüfung und Revision. Der kompakte Vollzeitrahmen eignet sich besonders für Teilnehmende, die kurzfristig ein BCM-Programm aufsetzen oder ein bestehendes Programm einer strukturierten Überprüfung unterziehen müssen. Wer die Inhalte mit weiteren Weiterbildungen aus dem Angebot des Anbieters kombiniert, kann zusätzlich ein IFM-Diplom erwerben; nähere Informationen dazu stellt der Anbieter gesondert zur Verfügung.
Zur Abschlussbezeichnung liegt keine gesonderte Angabe vor. Die Teilnahme am Seminar kann jedoch mit weiteren Weiterbildungen des Anbieters kombiniert werden, um ein IFM-Diplom zu erwerben; Details dazu sind der Website des jeweiligen Anbieters zu entnehmen. Der Fokus des Seminars liegt weniger auf einer externen Prüfungszertifizierung als auf dem unmittelbar anwendbaren methodischen Rüstzeug für den Aufbau und Betrieb eines eigenen Kontinuitätsmanagement-Programms.
Nutzen & Perspektiven
In einer zunehmend digitalisierten Wirtschaft nehmen unvorhersehbare Risiken zu, die für Unternehmen existenzbedrohend werden können, von IT-Ausfällen über Lieferkettenunterbrechungen bis zu personellen Engpässen. Kontinuitätsmanagement begegnet dieser Unberechenbarkeit nicht mit einem einmaligen Notfallplan, sondern mit einem dauerhaft institutionalisierten Instrumentarium aus Analyse, Planung, Training und Revision. Der Mehrwert dieses Kurses liegt darin, dass er nicht nur einzelne Methoden vermittelt, sondern den gesamten Lebenszyklus eines BCM-Programms als zusammenhängenden Prozess erfahrbar macht. Wer versteht, wie Auswirkungsanalyse, Risikobewertung, Kontinuitätsplanung und Revision ineinandergreifen, kann ein Programm nicht nur einmalig aufsetzen, sondern es als lernendes System kontinuierlich an neue Risikolagen anpassen. Gerade der Umstand, dass Test, Wartung und Revision als eigene Phasen behandelt werden, unterscheidet den Kurs von Ansätzen, die nach der Planungsphase aufhören: Ein Kontinuitätsmanagement-Programm, das nie überprüft wird, verliert schnell den Bezug zu tatsächlichen Geschäftsprozessen und wird im Ernstfall zur Makulatur. Für die berufliche Praxis bedeutet dies eine Qualifikation, die branchenübergreifend gefragt ist, da praktisch jedes Unternehmen mit wachsender Komplexität und steigender Abhängigkeit von funktionierenden Prozessen konfrontiert ist. Wer Kontinuitätsmanagement-Kompetenz mitbringt, kann Personal, Prozesse und Projekte im eigenen Verantwortungsbereich strukturiert vor Ausfällen schützen und wird damit zu einer zentralen Ansprechperson für Geschäftsleitung und Fachabteilungen in Fragen der Betriebssicherheit. Die Verzahnung mit Projektmanagement-Methoden sorgt zusätzlich dafür, dass sich das erlernte Vorgehen nicht nur konzeptionell, sondern auch organisatorisch in bestehende Unternehmensstrukturen einfügen lässt, von der Ressourcenplanung bis zur Kommunikation mit der Geschäftsleitung.
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Arbeitsmarkt-Report
Erzieher:innen, Sozialarbeiter:innen und Coaches sind in vielen Bundesländern Engpassberuf. Bedarf in Kitas, Schulsozialarbeit und Erwachsenenbildung wächst kontinuierlich, bezahlung bleibt unter IT, dafür hohe Job-Sicherheit.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Sozialversicherung (grundständig)2.054 Stellen
- Office-Manager/Office-Managerin663 Stellen
- Innovationsmanagement (grundständig)160 Stellen
- Business-Continuity-Manager/Business-Continuity-Managerin61 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was unterscheidet Kontinuitätsmanagement von einem einfachen Notfallplan?
Kontinuitätsmanagement ist ein dauerhaft institutionalisierter Prozess mit Analyse, Planung, Training, Test und Revision, während ein Notfallplan meist ein einmaliges, statisches Dokument ist. Ziel ist ein lernendes System, das sich fortlaufend an neue Risiken anpasst.
Brauche ich Vorkenntnisse im Risikomanagement für diesen Kurs?
Nein, formale Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Ein grundlegendes Verständnis betrieblicher Prozesse ist hilfreich, ebenso Erfahrung im Projekt- oder Risikomanagement, beides ist aber keine Bedingung für die Teilnahme.
Wie ist der Kurs organisiert?
Der Kurs wird als Online-Seminar in Vollzeitform angeboten und folgt der Reihenfolge eines realen BCM-Programmaufbaus: von der Projektinitiierung über Analyse und Planung bis zu Training, Test und Revision.
Welche Phasen umfasst ein Kontinuitätsmanagement-Programm laut diesem Kurs?
Projektinitiierung, Folgeschäden- und Auswirkungsanalyse, Risikobewertung, Strategieentwicklung, detaillierte Kontinuitätsplanung, Bewusstseinsbildung und Training sowie Test, Wartung, Prüfung und Revision.
Kann ich mit diesem Kurs einen weiterführenden Abschluss erwerben?
Zur Abschlussbezeichnung dieses Seminars liegt keine gesonderte Angabe vor. In Kombination mit weiteren Weiterbildungen des Anbieters lässt sich jedoch ein IFM-Diplom erwerben; nähere Details dazu stellt der Anbieter gesondert bereit.