IT-Management in der öffentlichen Verwaltung – Weiterbildung
Weiterbildung für die IT-Verwaltung im öffentlichen Sektor: betriebswirtschaftliche Grundlagen, Datenschutz und IT-Sicherheit, E-Government sowie IT-Recht in einem Curriculum.
Auf einen Blick
Überblick
IT-Management in der öffentlichen Verwaltung verbindet betriebswirtschaftliches Grundlagenwissen mit den Besonderheiten, die den öffentlichen Sektor von der freien Wirtschaft unterscheiden. Wer IT-Vorhaben in Behörden, Kommunen oder öffentlichen Einrichtungen begleiten will, braucht mehr als technisches Wissen: Er muss IT-Vertrags- und Lizenzfragen, Datenschutzvorgaben und die institutionellen Rahmenbedingungen der Verwaltungsdigitalisierung verstehen. Diese Weiterbildung führt in vier zusammenhängenden Blöcken durch genau diese Themen – von den betriebswirtschaftlichen Grundlagen über Datenschutz und IT-Sicherheit bis zu E-Government und IT-Recht.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.
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1
an 3 Standorten
1
diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
5
an 12 erfassten Orten
7 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Weiterbildungszeugnis (trägerintern)
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Blended Learning100 %
Zeitmodelle
- Vollzeit100 %
Dauer im Markt
- mehr als 3 Monate bis 6 Monate10×
Gemeldete Preisgruppen
- über 10.000 €15×
Häufige Kursorte
- Darmstadt3×
- München2×
- Dortmund1×
- Hamburg1×
- Eschborn1×
- Berlin1×
Bundesländer
- Nordrhein-Westfalen3×
- Bayern2×
- Niedersachsen2×
- Hessen2×
- Baden-Württemberg1×
- Berlin1×
Nächste erfasste Starttermine
- 31.08.2026 · 65760 EschbornBlended Learning · Vollzeit
- 31.08.2026 · BürstadtBlended Learning · Vollzeit
- 31.08.2026 · DarmstadtBlended Learning · Vollzeit
- 31.08.2026 · DarmstadtBlended Learning · Vollzeit
- 31.08.2026 · DarmstadtBlended Learning · Vollzeit
Vermittelte Kompetenzen
- E-Government
- IT-Sicherheitsmanagement
- Datenschutz
- IT-Recht
- Betriebswirtschaftliche Grundlagen
- Verwaltungsdigitalisierung
- Softwarelizenzmodelle
- Stakeholdermanagement
Zugeordnete Zielberufe
- Beamter/Beamtin im gehobenen Verwaltungsinformatikdienst3.137 Stellen/12 Mon.
- Beamter/Beamtin im Verwaltungsdienst des Bundes im Informationstechnikzentrum Bund (gehobener technischer Dienst)3.137 Stellen/12 Mon.
- IT-Manager/IT-Managerin883 Stellen/12 Mon.
- IT-Management (grundständig)57 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 40 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Der erste Block vermittelt betriebswirtschaftliche Grundlagen, die für das Verständnis von IT-Vorhaben in Verwaltungsstrukturen notwendig sind. Er schafft die konzeptionelle Basis, auf der die folgenden fachspezifischen Blöcke aufbauen.
- Gegenstand und Erkenntnisinteresse der Betriebswirtschaftslehre
- Wandel der Anforderungen an Organisationen im Zeitverlauf
- Systembeziehungen einer Organisation zu ihrem Umfeld
- Unternehmerisches beziehungsweise verwaltungsbezogenes Handeln und konstitutive Entscheidungen
- Grundbegriffe der Organisation und zentrale organisatorische Ansätze
- Wertschöpfungsprozess sowie betriebswirtschaftliche Funktionsbereiche wie Beschaffung und Absatz
- Grundzüge von Personalmanagement und Personalführung
Der zweite Block widmet sich Datenschutz und IT-Sicherheit als Kernvoraussetzung jeder Verwaltungsdigitalisierung. Da öffentliche Stellen mit besonders sensiblen Bürgerdaten arbeiten, liegt hier ein inhaltlicher Schwerpunkt der gesamten Weiterbildung.
- Grundlagen der IT-Sicherheit und typische Bedrohungsszenarien für Verwaltungssysteme
- Datenschutzrechtliche Grundprinzipien bei der Verarbeitung personenbezogener Daten
- Aufbau und Aufgaben eines IT-Sicherheitsmanagements
- Netzwerk- und Kommunikationssicherheit in heterogenen Verwaltungsnetzen
- Zusammenspiel von organisatorischen und technischen Sicherheitsvorkehrungen
- Dokumentations- und Nachweispflichten im Umgang mit sensiblen Daten
Der dritte Block behandelt E-Government als eigenständiges Themenfeld zwischen Digitalisierung, Recht und Organisation. Er zeigt, wie digitale Verwaltungsleistungen entstehen und welche Stakeholder dabei zusammenwirken müssen.
- Zentrale Instrumente des E-Governments im Überblick
- Rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen digitaler Verwaltungsleistungen
- Implementierung von E-Government-Vorhaben auf Basis projektmanagement-basierter Vorgehensweisen
- Einsatz von E-Government auf kommunaler, nationaler und europäischer Ebene
- Auswirkungen auf das Beziehungsgeflecht zwischen Behörden, Bürgerinnen und Bürgern sowie Wirtschaft
- Stakeholder-individuelle Evaluierung von Chancen und Risiken einer E-Government-Einführung
Der vierte Block schließt mit IT-Recht als rechtlichem Rahmen, in dem sich IT-Vorhaben der öffentlichen Hand bewegen. Er verknüpft die zuvor behandelten fachlichen Inhalte mit den relevanten rechtlichen Grundlagen.
- Einbettung des IT-Rechts in das allgemeine Rechtssystem
- Vertragstypen bei Beschaffung und Betrieb von IT-Leistungen
- Softwarelizenzmodelle und deren praktische Bedeutung für Verwaltungen
- Schutz- und Informationsrechte im IT-Kontext
- Grundzüge des Internet- und Telekommunikationsrechts
- Datenschutzrechtliche Anknüpfungspunkte zum IT-Recht
Diese Verzahnung aus Betriebswirtschaft, Sicherheit, E-Government und Recht spiegelt wider, wie IT-Vorhaben in Behörden tatsächlich ablaufen: Kein Digitalisierungsprojekt der öffentlichen Hand kommt ohne Kenntnis der Vergabe- und Lizenzregeln, der Datenschutzanforderungen und der institutionellen Besonderheiten aus. Wer diese vier Bereiche zusammen denken kann, ist in der Lage, IT-Vorhaben nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch und rechtlich sauber zu begleiten. Besonders der BSI-Grundschutz und die Vorgaben rund um das Onlinezugangsgesetz prägen den Arbeitsalltag im öffentlichen IT-Management maßgeblich; die Weiterbildung schafft dafür das notwendige Grundverständnis, ohne sich in Spezialdetails einzelner Bundesländer zu verlieren. Wer die Zusammenhänge zwischen betriebswirtschaftlicher Planung, IT-Sicherheitsvorgaben und den rechtlichen Rahmenbedingungen der Verwaltungsdigitalisierung durchdringt, kann Digitalisierungsvorhaben realistischer einschätzen als jemand, der nur einen dieser Aspekte isoliert betrachtet.
Lernziele:
Nach Abschluss der Weiterbildung können die Teilnehmenden folgende Kompetenzen im Verwaltungsalltag einsetzen.
- Grundbegriffe der Betriebswirtschaftslehre auf IT-Vorhaben der öffentlichen Hand übertragen
- Organisationsformen und -strukturen einer Verwaltungseinheit einordnen
- den Wertschöpfungsprozess einer Organisation nachvollziehen und auf IT-Projekte beziehen
- Grundzüge des Personalmanagements in IT-nahen Verwaltungsbereichen verstehen
- die Grundprinzipien der IT-Sicherheit auf Verwaltungssysteme anwenden
- Datenschutzanforderungen bei der Verarbeitung sensibler Bürgerdaten einhalten
- ein IT-Sicherheitsmanagement für eine Behörde oder Kommune mitgestalten
- Netzwerk- und Kommunikationssicherheit in Verwaltungsnetzen beurteilen
- E-Government-Instrumente und deren rechtliche sowie institutionelle Rahmenbedingungen einordnen
- E-Government-Vorhaben mit Methoden des Projektmanagements begleiten
- die Auswirkungen von E-Government auf verschiedenen Verwaltungsebenen einschließlich der EU-Ebene einschätzen
- Chancen und Risiken von E-Government-Einführungen aus Sicht unterschiedlicher Stakeholdergruppen bewerten
- IT-Recht in das allgemeine Rechtssystem einordnen und einschlägige Vertrags- sowie Lizenzmodelle unterscheiden
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung richtet sich an Interessierte, die ihre beruflichen Chancen im IT- und Technikumfeld der öffentlichen Verwaltung durch gezieltes Fachwissen und praxisnahe Fertigkeiten verbessern möchten.
- Personen mit Interesse an einer Tätigkeit in der öffentlichen IT-Verwaltung
- Fachkräfte, die von der freien Wirtschaft in den öffentlichen Sektor wechseln möchten
- Quereinsteigende mit technischem Grundverständnis, die sich verwaltungsspezifisch weiterqualifizieren wollen
- Beschäftigte in Behörden und Kommunen, die IT-Vorhaben künftig eigenständig begleiten sollen
Erwartet wird eine mindestens zweijährige abgeschlossene Berufsausbildung oder alternativ drei Jahre einschlägige Berufserfahrung. Teilnehmende sollten sicher mit Laptop, Tablet und PC umgehen und über Grundkenntnisse in MS Office verfügen. Vertiefte Vorkenntnisse in Verwaltungsrecht oder IT-Sicherheit werden nicht vorausgesetzt, da die entsprechenden Grundlagen im Kurs selbst vermittelt werden.
Ablauf & Abschluss
Die vier Themenblöcke bauen inhaltlich aufeinander auf und werden mit E-Learning-Anteilen kombiniert, sodass Teilnehmende ihr eigenes Lerntempo an Vorwissen und Alltag anpassen können. Praxisnahe Fallbeispiele aus dem Verwaltungskontext veranschaulichen, wie sich betriebswirtschaftliche, rechtliche und sicherheitsrelevante Fragestellungen in realen IT-Vorhaben der öffentlichen Hand überschneiden. Die eigenständige Übungsphasen werden durch begleitende Lernkontrollen strukturiert, sodass der Kenntnisstand vor dem Übergang zum jeweils nächsten Themenblock überprüft werden kann.
Die Weiterbildung deckt vier inhaltlich klar abgegrenzte Themenblöcke ab, deren Bearbeitungsdauer sich am jeweiligen Lernfortschritt orientiert. Der Wechsel zwischen betriebswirtschaftlichen, sicherheitsbezogenen, digitalisierungsnahen und rechtlichen Inhalten sorgt für einen abwechslungsreichen Lernverlauf über die gesamte Kursdauer.
Die Weiterbildung schließt mit einem Weiterbildungszeugnis ab, das die erfolgreiche Teilnahme an allen vier Themenblöcken sowie die erworbenen E-Learning-Fähigkeiten dokumentiert. Es handelt sich um einen trägerinternen Nachweis und kein staatlich anerkanntes Examen, der aber die spezifische Kombination aus BWL, IT-Sicherheit, E-Government und IT-Recht belegt.
Nutzen & Perspektiven
Die öffentliche Verwaltung steht vor der Aufgabe, ihre Prozesse in den kommenden Jahren spürbar zu digitalisieren, ohne dabei Datenschutz und Rechtssicherheit zu vernachlässigen. Fachkräfte, die betriebswirtschaftliches Denken, IT-Sicherheitsbewusstsein und Rechtskenntnisse miteinander verbinden können, sind in Behörden und Kommunen entsprechend gefragt. Der Mehrwert dieser Weiterbildung liegt in genau dieser Kombination: Statt sich nur mit Technik oder nur mit Recht zu beschäftigen, lernen Teilnehmende, IT-Vorhaben der öffentlichen Hand ganzheitlich einzuordnen – von der betriebswirtschaftlichen Kalkulation über die Sicherheitsanforderungen bis zur rechtlichen Absicherung. Für den beruflichen Einstieg oder Quereinstieg in die öffentliche IT-Verwaltung bietet dieses Profil einen klaren Vorteil gegenüber rein technisch ausgerichteten Qualifikationen, da es die verwaltungsspezifischen Rahmenbedingungen von Anfang an mitdenkt. Wer betriebswirtschaftliches Denken, Sicherheitsbewusstsein, E-Government-Wissen und Rechtskenntnisse gleichermaßen mitbringt, kann IT-Vorhaben der öffentlichen Hand von der ersten Idee bis zur rechtssicheren Umsetzung begleiten, statt nur einen Teilaspekt beizusteuern.
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Arbeitsmarkt-Report
IT-Berufe sind seit fünf Jahren der größte Fachkräfteengpass am deutschen Arbeitsmarkt. Der Bestand offener IT-Stellen ist 2024 auf einen Rekordstand gestiegen; AI- und Cloud-Skills werden in den nächsten Jahren weiter überdurchschnittlich nachgefragt.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Beamter/Beamtin im gehobenen Verwaltungsinformatikdienst3.137 Stellen
- Beamter/Beamtin im Verwaltungsdienst des Bundes im Informationstechnikzentrum Bund (gehobener technischer Dienst)3.137 Stellen
- IT-Manager/IT-Managerin883 Stellen
- IT-Management (grundständig)57 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Für wen eignet sich die Weiterbildung IT-Management in der öffentlichen Verwaltung?
Sie richtet sich an Interessierte, die beruflich im IT- oder Technikbereich der öffentlichen Verwaltung Fuß fassen möchten, ebenso an Fachkräfte, die aus der freien Wirtschaft in den öffentlichen Sektor wechseln wollen. Vorausgesetzt werden eine mindestens zweijährige Berufsausbildung oder drei Jahre Berufserfahrung.
Welche Themen deckt der Kurs ab?
Der Kurs verbindet betriebswirtschaftliche Grundlagen mit Datenschutz und IT-Sicherheit, E-Government und IT-Recht. Diese vier Blöcke spiegeln die zentralen Kompetenzfelder wider, die für IT-Vorhaben in Behörden und Kommunen relevant sind.
Mit welchem Abschluss endet die Weiterbildung?
Die Teilnehmenden erhalten ein Weiterbildungszeugnis, das die Teilnahme an allen vier Themenblöcken sowie die erworbenen E-Learning-Fähigkeiten dokumentiert. Es handelt sich um einen trägerinternen Nachweis, kein staatliches Examen.
Werden IT-Grundkenntnisse vorausgesetzt?
Ein sicherer Umgang mit Laptop, Tablet oder PC sowie MS-Office-Grundkenntnisse werden erwartet. Vertiefte Vorkenntnisse in IT-Sicherheit, E-Government oder Verwaltungsrecht sind nicht nötig, da diese im Kurs selbst aufgebaut werden.
Was unterscheidet diesen Kurs von einer allgemeinen IT-Management-Weiterbildung?
Der Kurs ist gezielt auf die Besonderheiten der öffentlichen Verwaltung zugeschnitten: Er verbindet BWL-Grundlagen mit E-Government und IT-Recht, statt sich wie viele allgemeine IT-Management-Kurse ausschließlich an Vorgaben der Privatwirtschaft zu orientieren.